Das dritte Gesicht

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Das dritte Gesicht

Hans-Peter Krafft (Übersetzer). Blanvalet 2001, Taschenbuch, 384 Seiten, € 0,49

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Das dritte Gesicht von

Die Geschichte beginnt damit, dass drei junge Frauen mit ihren Lebensumständen vorgestellt werden, die alle drei für eine Computerfirma im Silicon Valley arbeiten:

  • Ashley Patterson, deren Vater ein berühmter Chirurg ist und die sich irgendwie verfolgt fühlt, jedoch keinen konkreten Ansatzpunkt findet. Sie vermeidet Beziehungen zu Männern.
  • Tony Prescott, in Grossbritannien geboren, die gern ausgeht und gut singt, deren Mutter ihr jedoch eingeredet hat, dass sie nicht singen könne. Außerdem besucht sie Chaträume im Internet und lernt so viele interessante Menschen kennen
  • Alette Peters, eine gute Malerin, aber etwas depressiv. Sie ist schüchtern und möchte es allen recht machen, traut sich jedoch nicht, ihr Talent auszuleben.

Auf einem Klassentreffen erfährt Ashley, dass ihre Jugendliebe, der ihr Vater damals nicht zugestimmt hatte und der sie kurzerhand in ein englisches Internet gesteckt hat, damit sie ihn nicht mehr wiedersehen kann, am Tag ihrer Abreise tot aufgefunden wurde – verstümmelt und kastriert. Bislang hatte Ashley gedacht, der Junge habe sie damals im Stich gelassen. Kurz darauf besucht Ahsley ihren Arbeitskollegen Dennis, den sie nicht leiden kann und der ihr immer unerwünschte Avancen macht, zu Hause, da er um ihre Hilfe in einer privaten Angelegenheit gebeten hat. Sie trinkt ein Glas Wein bei ihm – und wacht Tage später in einer anderen Stadt auf, ohne Geld und ohne Erinnerung! Als sie wieder bei der Arbeit erscheint, erfährt sie, dass Dennis umgebracht wurde – verstümmelt und entmann! Bei ihr verhärtet sich der Verdacht, dass ihr Vater, dem sie kurz vorher bei einem Mittagessen von Dennis erzählt hat, irgendwie die Hände im Spiel hat. Als sie und alle anderen Arbeitskollegen von der Polizei verhört werden, ist sie daher sehr beunruhigt, kann dem Polizisten Sam Blake jedoch nicht konkret weiterhelfen. Auch als sie und ihre Kolleginnen auf eine Tagung nach Kanada fliegen, und sich Tony mit einer Chatbekanntschaft trifft, wird dieser Mann genauso tot aufgefunden wie die anderen Männer. Als sich Ashely noch mehr verfolgt fühlt und sie auch eine Morddrohung in ihrer Wohnung findet, erklärt sich Sam Blake bereit, sie eine Nacht zu beschützen und danach unter Polizeischutz zu stellen. Am nächsten Morgen wird er in einer nahegelegenen Gasse tot aufgefunden: entmannt. Ashley ist entsetzt, aber noch mehr, als sie plötzlich verhaftet wird, da man ihre eigenen Fingerabdrücke und ihre DNA an allen Tatorten gefunden hat. Sie weiß nicht, wie diese dort hinkommen konnten.

Ihr Vater beauftragt einen Rechtsanwalt, David Singer, der eigentlich gar nicht als Strafverteidiger arbeitet, mit ihrer Verteidigung. Einst hat er seiner Mutter in einer Operation das Leben gerettet und vermutet nun, dass David sich auch persönlich voller Kraft des Falles annimmt. Kann David Ashley vor der Todesstrafe retten, obwohl die Beweise eindeutig sind?

Fazit

Dieser Krimi löst die „whodunit“-Frage schon im ersten von drei Teilen des Buches auf; der Autor baut die Spannung durch die Figur des Verteidigers David und den Hintergrund von Ashleys Krankheit, der multiplen Persönlichkeitsstörung von Ashley (und ihren Alter Egos Toni und Alette) auf und beschreibt vielmehr die Schwierigkeiten und Konsequenzen, die es hat, eine solche Krankheit als Grund für Schuld oder Unschuld bei Verbrechen zu Grunde zu legen. Dies erfolgt jedoch im Rahmen der wirklich gut erzählen Geschichte und ist einmal eine ganz andere – aber sehr gute – Art und Weise, eine Geschichte zu erzählen. Die Charaktere (inklusive der Alter Egos) sind sehr gut dargestellt, und es gelingt Sheldon, trotz der Morde von Ashley diese Frau als fast unschuldig zu porträtieren. Ein vages Gefühl bleibt am Ende jedoch, ob Ashley wirklich geheilt aus der Klinik entlassen wurde oder ob es weitergeht….

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