Erasure – Nightbird

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Produktion
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Nightbird

  1. No Doubt
  2. Here I Go Impossible Again
  3. Lets Take One More Rocket To The Moon
  4. Breathe
  5. I’ll Be There
  6. Because Your Love Is Real
  7. Don’t Say You Love Me
  8. All This Time Still Falling Out Of Lofe
  9. I Broke It All In Two
  10. Sweet September
  11. I Bet You’Re Mad At Me

Nightbird, das Album

Nach dem leider sehr schwachen Vorgänger Other People’s Songs, präsentierten Erasure im Jahre 2005 den Nachfolger Nightbird. Diesmal enthält die Scheibe wieder durch und durch Erasure Songs, keine Coverversionen. Großes Thema des Albums ist die Liebe, allein drei Songs tragen das Wörtchen „Love“ in ihrem Titel, was ich persönlich etwas eintönig finde, es gibt noch mehr Themen über die man singen kann. Auch kommt das Album produktionstechnisch nicht mehr an Meisterwerke wie I Say I Say I Say heran, dafür klingen die Sound einfach zu stark komprimiert, den Synthieflächen bleibt kaum Raum sich zu entfalten, alles wirkt recht breiig. Das mag wohl daran liegen, dass Vince von Analog auf Digital umgestiegen ist, und unzählige Instrumente nun als virtuelle nutzt, wie gesagt wirklich wissen tue ich es nicht, ich vermute es nur.

Das gesamte Album ist in einem sehr gemächlichen Tempo gehalten, die meisten Songs sind Liebesballaden, schnellere Dancefloorkracher vom Schlage eines „Stop!“ sucht man hier vergebens, was manche Erasure-Fans vielleicht enttäuschen wird. Andys Stimme kommt sehr viel reifer als bei den früheren Alben rüber, er klingt fast schon etwas verraucht, aber immer noch ok. Von vielen als das große Erasurealbum der Neuzeit bezeichnet, kann ich deren Meinung nicht teilen, ich habe das Gefühl, dass der Ofen auf Nightbird bereits schon aus war, die Soundspielerein von Vince Clarke wollen einfach nicht so recht zünden, alles klingt so routiniert und bewusst eingesetzt, auch das Hauptthema der Veröffentlichung die Liebe ist meiner Meinung schon lange ausgereizt, wie viele Lovesongs wollen Erasure eigentlich noch aufnehmen. Dabei gäbe es doch sicherlich so viele interessante Dinge, die man in seinen Songs verarbeiten könnte.

Was mir auch eher bitter aufstößt ist der zunehmende Euro-Dance-Einfluss auf manche Stücke, so klingen Titel wie „Here I Go Impossible Again“ und  „I’ll Be There“ nur noch wenig nach Erasure. Einzig „Don’t Say You Love Me“ hat mich noch überzeugen könnnen, besitzt er doch alle Ingredenzien die ein guter Erasure-Song braucht. Ganz Ok ist auch noch „Because Our Love Is Real“, ja wieder eine Liebesschnulze ich weiß, aber der Track ist recht verspielt und gut gesungen.

Die anderen Songs klingen alle recht ähnlich, und können an alte Heldentaten nicht mehr anknüpfen.

Fazit

Nightbird ist meiner Meinung höchstens Durchschnittsware, die Band scheint irgendwie kreativ ausgebrannt zu sein. Die Art der Produktion gefällt mir auch nicht, alles ein unförmiger Soundbrei. Von zwei, drei guten Songs abgesehen, ist das Album eher langweilig und nicht mein Fall. Anspruchlosere Gemüter könnten aber dennoch Gefallen an dem Album finden.

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