Gary Numan – Jagged Edge

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Cover
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Jagged Edge

Disc 1:

  1. Edge
  2. Fold
  3. Halo
  4. In A Dark Place (Single Remix)
  5. Blind
  6. Before You Hate It
  7. Haunted
  8. Slave
  9. Melt

Disc 2:

  1. Fold
  2. Jagged
  3. Before You Hate It
  4. Pressure
  5. In A Dark Place
  6. Melt
  7. Slave
  8. Scanner

Jagged Edge, das Album

Hat Gary Numan im Verlauf seiner Karriere immer wieder große Veränderungen in seinem Stil vorgenommen, man erinnere sich nur an die kläglich gescheiterten Funk-Experimente Ende der 80er, hat er seit seinem künstlerischen Comeback 1994 und dem Album Sacrifice endlich zu seinem eigenen Sound zurückgefunden. Ein Stil, den man ganz gut mit Gothic-Industrial umschreiben könnte, düstere, oft religiös gefärbte Texte und harte Gitarrenriffs zeichnen den „neuen“ Numan aus. Auf seinem im Jahr 2000 erschienenen Album Pure hat er diese neue Ausdrucksweise perfektioniert. Erst mussten wieder sechs Jahre ins Land gehen, bevor mit Jagged eine neue Gary Numan-Platte das Licht der Welt erblickte. Die Erwartung der Fans an dieses Album war entsprechend hoch, wofür hätte man sonst so lange darauf warten sollen. Doch Jagged konnte diese nur teilweise erfüllen, waren doch die Tracks auf dem Album alle recht ähnlich arrangiert und auch formal nicht sehr abwechslungsreich.

Das Doppelalbum Jagged Edge bietet nun die einmalige Gelegenheit, quasi hinter die Kulissen der Aufnahmesessions zu Jagged zu blicken. Es finden sich nämlich auf diesen beiden CDs alternative Fassungen zu den Liedern, die in dieser Form nicht auf dem offiziellen Album zu hören waren. So sind viele Tracks auf Jagged Edge viel roher und weniger aufwendig produziert als in ihrer endgültigen Fassung, was insofern positiv anzumerken ist, als das manche der Lieder auf Jagged einfach überproduziert klangen, als wollte man sie bewusst künstlich aufblasen, was aber dazu führt, dass die Authentizität verloren geht. Es war ja gerade diese Art von Sterilität und Minimalismus, die Gary Numans Musik ausgezeichnet hat, mit einer übertriebenen Produktion geraten diese sehr wichtigen Faktoren leider ins Hintertreffen.

Daher ist Jagged Edge eine gute Ergänzung zum Album, da hier der rauhere Numan-Sound zu Entfaltung kommt, den man schon auf Pure so mochte. Zwar sind alle Songs in ihrer Grundstruktur zu erkennen, soll heißen, es sind keine ominösen Demo-Aufnahmen, die irgendwie unfertig klingen, vielmehr sind diese Stücke in einem Stadium, wo man durchaus an eine Veröffentlichung hätte denken können, doch Numan selbst waren die Stücke wohl noch nicht elektronisch genug, sodass er sie im Nachhinein noch einmal veränderte.

Fazit

Jagged Edge liefert tolle Einsichten in den Entstehungsprozess des ursprünglichen Jagged-Albums, die Songs sind etwas roher und klingen noch nicht so überproduziert wie in der späteren Fassung. Dieses Album lohnt sich natürlich auch, wenn man Jagged schon besitzt, da hier ganz neue Facetten der einzelnen Lieder zu Tage treten, die man vielleicht gar nicht vermutet hätte.

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