Kaltherzig

Autorenwertung
  • Dialoge
    ein Buchein Buchein Buchhalbes Buchkein Buch
  • Spannung
    ein Buchein Buchein Buchhalbes Buchkein Buch
  • Charaktere
    ein Buchein Buchein Buchhalbes Buchkein Buch
  • Story
    ein Buchein Buchein Buchhalbes Buchkein Buch
  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne

Kaltherzig

Fred Kinzel (Übersetzer). Blanvalet Taschenbuch Verlag 2008, Taschenbuch, 416 Seiten, € 0,44

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Kaltherzig von

Inhalt

Die Expolizistin Elena Estes arbeitet im reichen Palm Beach auf dem Gestüt eines guten Freundes als Pferdepflegerin. Ihren Beruf hat sie aufgegeben, weil sie sich die Schuld am Tod eines Kollegen während eines Einsatzes gibt, der auch sie lebensgefährlich verletzt hat. Nun ist sie sehr verbittert und fast schon lebensmüde, sie liebt die Gefahr und hat auch keine Angst, darin umzukommen. Mit ihrer (Adoptiv-)Familie hat sie keinen Kontakt mehr, seit ihr Adoptivvater, ein Rechtsanwalt, ihr während einer Verhandlung in den Rücken gefallen ist.

Eines Tages entdeckt Elena auf einem Ausritt eine Leiche und stellt fest, daß es sich um Irina, ihre Arbeitskollegin handelt. Sie benachrichtigt ihren Exfreund Landry, der als Polizist arbeitet und von dem sie sich erst vor wenigen Stunden getrennt hat.

Elena beschließt, parallel zur Polizei nach dem Mörder zu suchen und erhält schon bald „Besuch“ von der Russenmafia. Der bekannte Verbrecher Kulak, der offenbar der Freund von Irina war, bedrängt sie und fordert sie auf, nach dem Mörder zu suchen. Da dies sowieso ihr Ziel ist, kann sie sich darauf einlassen.

Bei ihren Untersuchungen lernt Elena auch Lisbeth, eine gute Freundin von Irina kennen, die beide gemeinsam oft abends oder am Wochenende zusammen ausgegangen waren und dabei viele Männerbekanntschaften gemacht haben. Die Männerparties, auf denen die beiden jungen Frauen oft waren, fanden häufig im Polo-Umfeld von Palm Beach statt.

Elena durchsucht auch heimlich das Zimmer von Irina und findet Fotos von solchen Parties sowie auch einen Anhänger „für I von B“ und vermutet daher, daß der mögliche Mörder „B…“ heißen könnte. Die Männer auf den Fotos stellen sich heraus als Juan Barbaro, ein erfolgreicher Polospieler, Jim Brody, dem ein Poloteam gehört, Bennett Walker, einer der Superreichen von Palm Beach und Elenas Exverlobter und Brad. Alle sind auf einem Foto vom Vorabend von Irinas Tod abgebildet und alle Namen beginnen mit „B“… Elena findet zusätzlich heraus, daß alle Männer sich zusammengeschlossen haben zum „Alibi-Club“, d.h., wenn einer von ihnen ein Alibi (z.B. weil er fremdgegangen ist) benötigt, gibt einer der anderen Männer ihm eines. Somit ist es schwierig, an den wahren Mörder zu kommen.

Plötzlich wird Lisbeth überfallen und entführt und Kulak greift nochmals Elena an. Kann Landry helfen?

Fazit

Die Geschichte der in Deutschland (noch) eher unbekannten Autorin Tami Hoag lebt von den Schilderungen der Poloszene sowie von der Beschreibung der inneren Zerrissenheit und Verbitterung der Protagonistin Elena. Leider beginnen die ersten Seiten des Buches mit sehr penetranter Fäkalsprache, die aber glücklicherweise nach einer Weile aufhört, sonst wäre das Buch kaum lesbar. Stattdessen entpuppt es sich als gut lesbarer Krimi mit einer Hauptfigur, die viele Ecken und Kanten hat, aber am Ende doch irgendwie zugänglich wird. Ein der „spannender geht´s nicht mehr“ sein soll, wie ein Aufkleber auf dem Buch verspricht, ist es jedoch nicht.

Wie bewerten Sie dieses Produkt?

Ihre Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar