Keine große Sache

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Keine große Sache

Vanessa Kullmann. Heyne Verlag 2008, Taschenbuch, 224 Seiten, € 8,99

Rezension von: SMartens | Rezensionsdatum:

Keine große Sache von

Inhalt

Ich sah das Buch zum ersten Mal in einer -Filiale und war überrascht zu lesen, dass inklusive ihrer Gründerin ein reines Hamburger Produkt ist – eine Hamburger Deern quasi.

Mein Eindruck war immer, dass Balzac eine der „großen“ Ketten neben Starbucks, usw. ist und weltweit agiert, da ich Balzac aus HH und Berlin kenne.
Das Marketing hat also schonmal sehr gut geklappt 🙂

Die Autorin beschreibt detailliert ihren Weg zum ersten Coffee-Shop, wie sie aus diesem einen zunächst zwei macht und schließlich gar 30 Filialen ihr Eigen nennen darf.

Schön ist die positive Einstellung, die die Autorin durchweg vermittelt und einem so richtig Lust machen kann, sofort selber etwas Neues anzupacken.

Unglücklich finde ich aber, dass sie versucht diese positive Grundstimmung, die zwischen den Zeilen mitschwingt, häufig in Regeln festzumachen.
Diese erwecken leider meist eher den Eindruck von Binsenweisheiten und sind wenig hilfreich.
So könnte man unter anderem auf einen Schrecken erst einmal einen Whiskey trinken oder sollte nach vorne blicken, weil es ja nur besser werden könnte.

Abgesehen davon sind aber auch viele interessante Details zwischendurch im Buch eingestreut: wie man zum Espresso-Meister wird und den perfekten Milchschaum herstellt, sowie die erste Marktforschung der Autorin.

Was mich ein wenig verduzt hat, ist, wie oft die Autorin beschreibt, wie sie in einer fast ausweglosen Situation war und dann doch das Glück hat jemanden zu kennen, der jemanden kennt, der ihr helfen kann.
Oder es waren einfach ihre persönlichen Umstände und ihr eigener Hintergrund, die ihr weiterhalfen.
Dies zog sich wie ein roter Faden durch das Buch und war mir persönlich ein wenig zuviel, weshalb ich irgendwann auch daran zweifelte, dass es eben „keine große Sache“ ist, einen eigenen Laden zu eröffnen.
Aber wie man diese Umstände empfindet, sollte jeder Leser für sich selbst beurteilen.

Das soll natürlich nicht heißen, dass der Erfolg der Autorin nicht auch ihr eigener Verdienst wäre.
Sie erzählt in ihrem Buch auch von sehr schwierigen Phasen, mit denen sie alleine klarkommen musste.
So schildert sie beispielsweise ihren Kampf mit den starren Behörden in Deutschland und der dazugehörigen Bürokratie.
Schön ist auch, dass sie beschreibt, wie sie ihre eigenen Ideen immer wieder durchbringt, auch wenn sie noch so unkonventionell erscheinen.
Dass man an seine eigene Sache glauben muss, nimmt man auf jeden Fall bei der Lektüre dieses Buches mit.

Auch einmal den Weg in die Selbstständigkeit eher praktisch vorgelegt zu bekommen, statt es in der Theorie zu lesen, ist ein schöner Aspekt des Buches.
An was man alles dabei denken muss ist schon ein wenig beängstigend.
Diese Angst nimmt die Autorin jedoch teilweise mit ihrer bereits angesprochenen positiven Einstellung und dem Glauben an die eigene Sache.

Da das Buch sehr leicht verdaubar und relativ groß geschrieben ist, kann man es sehr schnell durchlesen.

Fazit:

Leser, die dieses Buch meiner Meinung nach interessieren könnte:

– Leute, die wissen möchten, was einen auf dem Weg zum eigenen Laden alles
erwarten kann und welche Stolpersteine es gibt.

– Menschen, die etwas Positives lesen möchten, um evtl. ihren Glauben an
sich und ihre Sache zurückzugewinnen

– Kaffeeliebhaber
Leser, die dieses Buch meiner Meinung nach nicht erwerben sollten:

– BWL-Studenten, die wissen möchten, wie man sich am effizientesten
selbstständig macht

– Zynische Menschen (es sei denn sie sind bereit sich auf so eine Art von
Buch einzulassen)

Der Titel könnte durchaus erweitert werden: Keine Große Sache – mit positivem Denken, Vitamin B und einer Prise Glück

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