Kraftwerk – Trans Europa Express

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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Trans Europa Express

  1. Europa Endlos
  2. Spiegelsaal
  3. Schaufensterpuppen
  4. Trans Europa Express
  5. Metall Auf Metall
  6. Abzug
  7. Franz Schubert
  8. Endlos Endlos

Trans Europa Express, das Album

Nach dem genialen Vorgänger Radio-Aktivität brachten die Jungs von Kraftwerk nur ein Jahr später mit Trans Europa Express den Nachfolger auf den Markt. Thematisch knüpfen Kraftwerk an das Album Autobahn an, beschreibt doch auch Trans Europa Express wieder ein modernes Transportmittel. Im Gegensatz zu Autobahn jedoch, handelt es sich hier wie bei dem Vorgänger Radio-Aktivität wieder um richtige Songs, mit elektronischen Melodien und vor allem den gesprochenen Vocals der Kraftwerker Ralf Hütter und Florian Schneider.

Der Opener „Europa Endlos“ kommt mit einer fast schon fröhlichen Melodie daher, die eine regelrechte Aufbruchstimmung erzeugt, der minimalistische Text beschränkt sich auf eine Aufzählung charakteristischer Eigenheiten des europäischen Kontinents, man spricht von „Parks, Paleste und Hotels“ und regt mit der Zeile „Wirklichkeit und Postkartenbilder“ sogar zum Nachdenken an. Hier gelingt es Kraftwerk mit ganz wenig Stilmitteln doch eine Aussage in ihrem Song zu transportieren.

Das Stück „Spiegelsaal“ ist dahingegen viel introvertierter und wirkt mit seinem schleppenden Rhythmus und dem unterkühltem Gesang fast schon bedrückend.

„Schaufensterpuppen“ setzt musikalisch den Trend des vorherigen Stückes fort, doch lyrisch kommt der Track recht skurril daher. Die Kraftwerker als Schaufensterpuppen, die lebendig werden, durch das Glas brechen und in einem Club abtanzen. Hier haben wir einen konkreten Bezug zum oftmals unterkühlten Image der Band, deren oft vorgeworfen wurde, so seelenlos wie Schaufensterpuppen zu sein.

„Trans Europa Express“ ist sicherlich der minimalistischte Stück auf dem Album, der Titeltrack bildet übrigens mit den darauffolgenden Stücken „Metall Auf Metall“ und „Abzug“ eine Einheit. Gerade die letzten beiden Stücke dieses Trios beweisen mal wieder die Experimentierfreude der Band, durch den monotonen Rhythmus, der eine ungemeine Dynamik erzeugt, ist man wirklich der Meinung auf einer Eisenbahnfahrt zu sein. Sogar David Bowie findet Erwähnung, so verwundert es nicht, dass sich die Herren von Bowies Album „Station To Station“ inspirieren ließen.

„Franz Schubert“ erinnert ein wenig an den Opener „Europa Endlos“ ist vom Tempo her aber ein wenig langsamer und entwickelt sich auch ganz schnell in eine andere Richtung, die Synthesizer-melodie ist fast schon traurig und erhaben schön.

Fazit

Trans Europa Express gehört sicherlich zu den besten Kraftwerk-Alben überhaupt. Hier treffen Pop auf Anspruch, jedes Stück klingt irgendwie anders, ohne sich dabei aber vom Grundthema des Werkes zu entfernen. Vor allem das Titelstück bleibt im Ohr und bis heute ein absoluter Klassiker.

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