Meat Loaf – Bat Out of Hell III: The Monster Is Loose

Autorenwertung
  • Sound
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  • Songwriting
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  • Texte
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  • Orchestrierung
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  • Gesang
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  • Gesamt
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Rezension von: Steelbound | Rezensionsdatum:

III:

„The Monster Is Loose“; das Monster ist los, das ist es, was uns Michael Lee Aday, bekannter unter seinem Künstlernamen Meat Loaf, im ersten Stück seines Albums „The Monster Is Loose“ mit einer Kraft entgegenschreit, die keinen Zweifel an der Aussage lässt. Denn dieses Album ist ein Monster.

Dabei sah es im Vorfeld der Veröffentlichung 2006 gar nicht so sehr nach einem Meilenstein aus, weil derselben ein Rechtsstreit vorausging, der, passend zur Musik Meat Loafs, epische Ausnahme anzunehmen schien. Dies lag vor allem an den Namensrechten, die Bezeichnung „Bat Out Of Hell“ lag nach wie vor bei dem Komponisten der ersten beiden „Bat Out Of Hell“-Alben, , langjähriger Partner Meat Loafs.

Glücklicherweise konnte man sich nach einiger Zeit außergerichtlich einigen, mit den Auflagen, dass die Namensrechte bei Jim Steinman verblieben, Meat Loaf das Album jedoch veröffentlichen durfte. Weitere Veröffentlichungen mit dem Titel „Bat Out Of Hell“ wurden Meat Loaf jedoch untersagt.

Diese Streitigkeit haben viele Fans mit Sorge und Bedauern mit angesehen, denn Meat Loaf und Jim Steinman waren ein Team wie es im Buche steht, ein Duo wie Nitro und Glycerin, mit ähnlich explosiven Wirkungen. Das Meat-Loaf-Album „Bat Out Of Hell“, immerhin von 1977, zählt zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten, noch heute werden jährlich 200.000 Exemplare verkauft.

Und dies alles hatte Michael (damals noch Marvin) Lee Aday nur seiner großartigen Stimme und den Kompositionsfähigkeiten Jim Steinmans zu verdanken. 1993 folgte nach – nicht so erfolgreichen – einigen Alben der zweite Teil der Reihe, „Back Into Hell“, und übertraf in den Augen vieler Fans sogar noch den ersten Teil.

Meat Loafs dramatische Gesangsweise gepaart mit Jim Steinmans opernhaften, epischen Songs, die teils eine Länge von 10 Minuten einnahmen, ergaben die perfekte Mischung für Fans bombastischen Rocks. Doch kann der dritte Teil der Reihe an die Erfolge anknüpfen und die Erwartungen befriedigen?

Bereits zu Anfang sei zu erwähnen, dass nicht alle Songs auf „The Monster Is Loose“ von Jim Steinman stammen – Meat Loaf hat eine illustre Songschreiber-Riege um sich geschart, allen voran Hit-Komponist Desmond Child, der bereits für solche Welterfolge wie Bon Jovis „Livin‘ On A Prayer“, Chers „Emotional Fire“ oder Kiss‘ „I Was Made For Lovin‘ You“ verantwortlich war.

Unter solchen Anzeichen darf man auf ein gutes Album hoffen, und bereits der erste Track „The Monster Is Loose“ gibt eine Vorschau auf die Ausrichtung des Albums: Bombastisch, wie man es gewöhnt ist, aber stellenweise auch härter als sonst, wie bereits die Gitarrenwände am Anfang beweisen. Meat Loaf verlässt sich auf altes, will jedoch ausgetretene Pfade nicht noch weiter gehen, sondern fügt einen neuen Aspekt hinzu, vielleicht auch, um sich von Steinman abzugrenzen.

Auch das zweite Stück, „Blind As A Bat“, wurde nicht von Steinman geschrieben, bezieht sich mit dem Songtitel jedoch offensichtlich auf ihn. Eine Herausforderung, die das Stück meisterlich besteht – nach einem typisch Steinman’schen Klavier-Intro geht es mit Geschwindigkeitszunahme und bombastischen Chören geradewegs in einen Hit allererster Güte, wie ihn auch Steinman nicht besser hätte schreiben können.

Das zeigt auch „It’s All Coming Back To Me Now“, der erste Steinman-Song des Albums. Es ist keine Steigerung und kein Abfall im Vergleich zu den vorhergehenden Songs zu verzeichnen, was, angesichts der hohen Qualität der ersten beiden Stücke, erstens für Jim Steinman als Songschreiber spricht, und zweitens ein Merkmal für ein ausgezeichnetes Album ist: Ein durchgängig hohes Niveau.

Und dies wird beileibe beibehalten. Seien es nun die Jim-Steinman-Songs oder auch die anderen Stücke, jedes versucht den anderen die Schau zu stehlen, und im Endeffekt hat der Hörer ein Album in der Hand voller großartiger Songs.

Für die bombastisch-fröhliche Ader kann man das relativ kurze (vier Minuten) „Alive“ einschalten und mit nicht allzu dezent eingesetzten Chören und Orchestrierung einen wahren Adrenalin-Rausch erleben, oder auch mit dem epischen „Seize The Night“ (10 Minuten) dem inneren Vampir huldigen und sich auf eine Reise durch die Unterwelt begeben.

Fazit

Meat Loaf gelingt auf „The Monster Is Loose“ etwas, das nur wenigen Künstlern gelingt. Er liefert ein durchgehend hochqualitatives Album ab, welches mit 77 Minuten Spielzeit üppig ausfällt, sich allerdings eher nach einer halben Stunde anfühlt, so kurzweilig und spannend sind die Stücke. Solch eine verdient das Qualitätssiegel A+. Eine Offenbarung für Rockfans.

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