Mister Perfekt

Autorenwertung
  • Unterhaltung
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  • Übersetzungsqualität
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  • Charaktere
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  • Dialoge
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  • Spannung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne

Mister Perfekt. Roman.

[Gütersloh], RM Buch und Medien Vertrieb 2004. 2004, Unbekannter Einband,

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Mister Perfekt von

Vier Freundinnen, die alle für den gleichen Arbeitgeber, eine Softwarefirma in der Gegend von Detroid, arbeiten, entwickeln auf einem ihrer „Mädelstreffen“ in einem Restaurant albernd eine Liste mit Kriterien für den „perfekten“ Mann. Keine der drei ist momentan in einer glücklichen Beziehung:

Jaine, gut aussehend, aber burschikos, ist solo, Marci Dean, die älteste der vier, ist geschieden und mit einem einfachen, arbeitsscheuen Mann zusammen, den sie durchfüttert. Luna Scissum, eine junge wunderschöne
Schwarze, hat eine unglückliche Beziehung zu einem Footballspieler, der jedoch keine exklusive Beziehung sucht, und T.J. Yother ist unglücklich verheiratet. Daher haben die vier viel Spaß bei der Zusammenstellung der Liste, auf die sie alle Eigenschaften – körperliche und geistige – schreiben, die sie sich von einem Mann wünschen. Durch einen Zufall hört eine Kollegin im Restaurant von dieser Liste und veröffentlicht sie in der firmeneigenen Zeitschrift. Alle Gespräche in der Firma drehen sich plötzlich nur noch um die Liste. Einige finden sie gut, andere zu obszön, wieder andere (vor allem Männer) fürchten darum, von ihren Partnerinnen nun nicht mehr als „perfekt“ angesehen zu werden usw.

Da in der Presse gerade die typische Sommer-Saure-Gurken-Zeit ist, macht die Geschichte bald auch in der Zeitung und im Fernsehen Furiore, ganz zum Leidweisen der vier jungen Frauen, die alle aus einem anderen Grund nicht möchten, daß dies so breitgetreten wird, aber dann ergeben sie sich dem Rummel und geben sogar Interviews. Plötzlich wird eine der vier Frauen ermordet aufgefunden, die anderen bekommen nach und nach unheimliche Telefonanrufe. Offenbar gibt es eine Person, die die Liste nicht nur nicht witzig findet, sondern sich persönlich derart angegriffen fühlt, daß er die Frauen für ihr unmoralisches Verhalten bestrafen will.

Jaine, in deren Nachbarhaus vor Kurzem der gutaussehende Polizist Sam eingezogen ist und mit dem sie sich erst täglich gestritten hat, findet in ihm nun einen faszinierenden Mann, der ihr auch nun beisteht, als
eine zweite Freundin vermißt wird.

Fazit
Eine witzige Story, gut erzählt! Ganz besonders hervor zu heben an diesem Buch ist jedoch die Übersetzungsleistung; interessanterweise eines Mannes (Christoph Göhler) trotz des Frauenthemas. Die – witzigen, frechen – Dialoge sind so hervorragend und treffsicher ins Deutsche übersetzt, als wäre der Ursprungstext auf Deutsch und nicht auf Englisch. Obwohl die Geschichte in den USA spielt, könnte die Handlung aufgrund der absolut modernen, genau auf die Charaktere passende Übersetzung genausogut in Deutschland stattfinden, wenn nicht da ab und an auch  typisch amerikanische Sichtweisen (es werden Dinge als moralisch verwerflich bezeichnet, die in Deutschland als absolut normal gelten) durchscheinen würden. Eine wirkliche Meisterleistung!

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