Mordhöfe; Tödliches Landleben

Autorenwertung
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  • Anspruch
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  • Unterhaltung
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Rezension von: Christopher | Rezensionsdatum:

Schauerhafte Morde im ländlichen Idyll oder doch eher langweilige Kurzgeschichten

Man muss dazu sagen, dass ich dieses Buch im vergangenen Jahr auf der Buchmesse als kostenloses Exemplar bekommen habe und dementsprechend auch nicht unbedingt viel erwartet habe. Der Einband ließ mich dann aber doch einiges erwarten, da hier die Rede von ländlichen Idyllen ist, die seit jeher von -Autoren als beliebte Schauplätze ihrer Geschichten genommen werden. Rätselhafte Morde und menschliche Abgründe sollten sich in der vermeintlich heilen Welt widerspiegeln.

Der Vorwortschreiber stieg dann noch in die polemischen Wortgruppen ein, die dann auf Klassiker von Sherlock Holmes und Agatha Christie Bezug nahmen, um den vermeintlichen Wert des Werkes de facto zu steigern. Platte Vergleich wie, die sieben Autoren säen als auf gut bestellten Feldern, ließen erahnen in wie weit die Autoren den Raum zu verwenden wussten – nämlich überhaupt nicht.

Daher war es dann ebenso nicht überraschend, dass sich die geschriebenen Geschichten dann im ähnlichen Niveau präsentierten wie schon der Einband und das Vorwort, nämlich als vermeintliche gruselige Basis für Geschichten, die die Autoren in keiner Weise nachzeichnen konnten und verstanden hatten.

Die sieben kleinen Kurzgeschichten von meist nicht mehr als zehn Seiten haben viel, aber auf jeden Fall keine Spannung. Sie wirken vielfach zu konstruiert und zu durchsichtig, als das etwas wie Feeling, Spannung oder Neugier auf den Fortgang der Geschichten sich entwickeln könnte.

Herausragendes Negativbeispiel ist dazu die erste Geschichte von Wolfgang , zugleich Schreiber des pathetisch anmutenden Vorwortes, der eine konstruierte Geschichte par excellence verfasst hat, so dass man schon zu Beginn weiß, wer der Mörder ist. Dies zieht sich als roter Faden durch fast alle Geschichten hindurch.

Der zweite Fehler besteht in der gekonnten falschen Wortwahl seiner Charaktere. Da benutzen Nachkriegsbauern sehr aktuelle Worthülsen, die wahrscheinlich niemand zu Zeiten von 1948 je gebraucht hätte. Um dies jedoch zu überdecken, werden dann wiederum so enorm typisch bäuerische Sprichwörter und -Arten dazwischengeschoben, dass man über den Text eigentlich nur noch schmunzeln kann und diesen schnell wieder weglegen möchte.

Fazit

Wer wenig liest und vielleicht mal eben kurzen Zeitvertreib sucht, ist mit dem Buch relativ gut bedient. Dabei sollte man aber, um noch mal darauf hinzuweisen, nichts erwarten als den lediglich benannten Zeittotschläger. Denn wer Spannung erwartet oder etwaigen Tiefgang, den auch Kurzgeschichten haben können, sollte hier unbedingt die Finger von lassen, denn mehr als die kostenlose Vergabe ist das Buch in keinem Falle wert, vielleicht noch als Ausgleich für das kippelnde Tischbein. Daher meine Empfehlung: Finger weg davon, wer sich nicht bewusst langweilen will (soll es ja geben)!!!

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