Orte der Renaissance im Rheinland

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Orte der Renaissance im Rheinland (Rheinische Kunststätten)

Rheinischer Verein (Series Editor). Rheinischer Ver. f. Denkmalpflege u. Landschaftsschutz 2010, Taschenbuch, 64 Seiten, € 2,09

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Orte der Renaissance im Rheinland;

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz gibt Schriftenreihe „Rheinische Kunststätten“ heraus. Hier liegt deren Heft 525 vor. Guido von Büren, Georg Möhlich und Stephan Hoppe sind laut Impressum die Autoren des Heftes, das eine Besonderheit aufweist. Es erscheint anläßlich der Ausstellung „Renaissance am Rhein“, die vom 16. September 2010 bis zum 6. Februar 2011 zu sehen war. Und zwar im LVR-LandesMuseum in Bonn.

Das Heft ist in mehreren Schritten aufgebaut. In der Einführung beschäftigen sich die drei oben genannten Autoren mit dem Begriff der „Renaissance“. Was bedeutet er? Wie sieht der weltliche und religiöse Rahmen im geschichtlichen Umfeld der Jahre 1450 bis 1600 aus? Wie gestalten sich die „Produktionsbedingungen“ der Kunst, wie es die Autoren formulieren? Sobald diese Fragen geklärt sind, geht die Reise zu den einzelnen Stationen vor Ort.

Christof Claser macht Station in Klave. Er beschucht die Schwanenburg und die Stiftskirche. Geschichte, Architektur und Ausstattung sind seine Themen.

Zweite Station Clasers ist Kalkar. Hier besucht er die katholische Kirche St. Nicolai und beschreibt ist.

Dann ist Guido von Büren an der Reihe. Auch er kümmert sich um eine Kirche, nämlich St. Viktor in Xanten.

Damit ist der Niederrhein auch schon abgeschlossen. Essen-Kettwig (Elmar Alshut), Düsseldorf, Mönchengladbach-Rheydt mit seinem Schloß, Jülich (jeweils Christof von Büren), Köln mit seinen Kirchen und profanen Gebäuden (Christof Claser und Georg Mölich), Dierdorf (von Büren), Burg Eltz, Philippsburg in Braubach (beide Stephan Hoppe), Zell an der Mosel (Jens Friedhoff), Bernkastel-Kues (Wolfgang Schmid), (Trier-) Pfalzel (Hoppe), Trier – mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Kirchen (Stefan Heinz und Wolfgang Schmid), Lorch am Rhein (Holger Simon) und Meisenheim (Schmid) sind die weiteren Orte, die angesteuert werden.

Das Ende des Heftes ist auch ungewöhnlich, zumindest was diese Schriftenreihe anbelangt. Auf Seite 54/55 gibt es ein Adreßverzeichnis, in dem zumindest einige potentielle Reiseziele mit Name, Anschrift und Internetstartseite aufgeführt werden. Eine Telefonnummer fehlt aber leider überall. Über den Weg des Internets besteht aber die trotzdem die Möglichkeit, Daten wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Anfahrtswege zu erfahren.

Ab Seite 56 gibt es ein umfangreiches Literaturverzeichnis.

Eine Besprechung

Wie schon oben gesagt, unterscheidet sich diese Ausgabe doch sehr von anderen Nummern der Kunststätten-Schriftenreihe. Es fängt schon mit Kleinigkeiten an.

Um einem Mißverständnis gleich von vornherein vorzubeugen: Das Heft beschreibt nicht die eigentliche Ausstellung. Die Autoren machen sich vielmehr auf den Weg in unterschiedliche Orte und beschreiben dort prominente Kunststätten aus der Renaissance. Daß der baden-württembergische Teil des Rheinlandes (also der Oberrhein) fehlt, liegt an der regionalen Ausrichtung des Rheinischen Vereins. Warum fehlen aber beispielsweise Orte wie Bonn und Kevelaer? Ich weiß es nicht. Es fehlt schlichtweg ein Wort darüber, warum ein Ort ausgewählt wurde und warum ein anderer eben nicht.

Fazit

Die Texte sind unterschiedlich lang. Kleve wird auf 2 Seiten behandelt, Köln auf acht. Text- und Seitengestaltung unterscheiden sich dabei aber nicht. Auf den ersten Blick erscheinen die Texte leicht verständlich und auch für den Laien gut lesbar zu sein. Doch bei genauerem Hinsehen wird schnell klar, daß der Leser eine gehörige Portion Grundlagenwissen mitbringen muß. Wer keinen Bezug zur allgemeinen und regionalen Geschichte und zur rheinischen Kunstgeschichte im Besonderen hat, dem wird viel notwendiges Hintergrundwissen fehlen, um die Ausführungen angemessen zur würdigen. Sieht er die Kunst vor Ort, denkt er „schön, schön“ und geht achtlos an künstlerisch-kunsthistorisch wertvollen Werken vorüber.

Das Heft ist reichlich bebildert. Zu jedem Ort gibt es mindestens 2 Farbfotographien, an einigen Stellen grau gehaltene Zeichnungen. Der Leser erhält so einen anschaulichen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort.

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