Soft Cell – Last Night In Sodom

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Authentizität
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Last Night In Sodom

  1. Mr. Self Destruct
  2. Slave To This
  3. Little Rough Rhinestone
  4. Meet Murder My Angel
  5. The Best Way To Kill
  6. L’Esqualita
  7. Down In The Subway
  8. Surrender To A Stranger
  9. Soul Inside (Album Version)
  10. Where Was Your Heart (When You Needed It Most)
  11. Disease And Desire
  12. Born To Lose
  13. You Only Live Twice
  14. 007 Theme
  15. Soul Inside (12″ Mix)
  16. Her Imagination

Last Night In Sodom, das Album

Mit dem Werk Last Night In Sodom haben sich 1984 Soft Cell von der Musikwelt verabschiedet, war es doch für lange Zeit ihr letztes Album überhaupt. Erst 2002 kam man nochmal zusammen und hat mit Cruelty Without Beauty nochmal ein Comeback gewagt. Tja, was soll man sagen, Last Night In Sodom ist mit Abstand das sperrigste Werk von Soft Cell, Hits vom Schlage eines „Tainted Love“ sucht man hier vergebens. Produktionstechnisch ist es sogar noch eine ganze Spur roher und primitiver als das Debut Non Stop Erotic Cabaret, da alle Songs auf billigen Equipment eingespielt wurden und noch dazu in mono, der Sound ist recht dumpf und sehr minimalistisch, doch gerade das sorgt dafür, dass richtige oldschool Undergroundfeeling aufkommt. Dass die Band damals so mutig war, das Album in dieser Form zu veröffentlichen, verdient respekt.

Auf Lost Night In Sodom besinnt sich die Band wieder auf die alten Punktage zurück, Punk nicht im Sinne von Gitarrenmusik, sondern von der künstlerischen Einstellung, mach was du willst und mach es selbt. Diese Do-It-Yourself Philosophie tragt sehr stark dazu bei, dass das Album einen sehr authentischen Charakter besitzt und mit seiner Kompromisslosigkeit fast schon als waschechtes Punkalbum durchgehen könnte. Dennoch gibt es auch auf diesem Werk ein paar Neuerungen zu bestaunen, so verwendet ein Song wie das exotische „L’Esqualita gar spanische Rhythmen und wirkt dadurch sehr temperamentvoll.

Mein persönliches Highlight ist aber das James Bond-Cover „You Only Live Twice“, das durch Mark Almonds typischen Gesang und Dave Balls minimalistische Synthiesizerklänge recht morbide klingt und ganz neue Facetten offenbart. Normalerweise bin ich ja kein Freund von Coverversionen oder Neuinterpretationen, aber in diesem Fall ist den beiden dieses Kunststück wirklich gelungen.

Fazit

Last Night In Sodom ist anders als die anderen Soft Cell-Alben, sehr primitiv produziert und minimalistisch und von der künstlerischen Attitude dem Punk zuzuordnen. Im Grunde war es kommerzieller Selbstmord, für mich aber die Rückbesinnung zu den Ursprüngen der Band – dem unverfälschten Underground. Somit offenbart dieses Werk demjenigen, der sich darauf einlässt ein interessantes Kunstwerk, das zwar bis heute immer noch sehr herausfordernd ist, aber auch eine Menge zu bieten hat.

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