Wenn er kommt, dann laufen wir

Autorenwertung
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Wenn er kommt, dann laufen wir

Alexandra Ernst (Übersetzer). Arena 2006, Gebundene Ausgabe, 328 Seiten, € 10,00

Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

: Wenn er kommt, dann laufen wir

Gibt es „das Böse“? Jeff schreibt darüber einen Schulaufsatz und er kann eigene Erfahrungen einbringen. Ein Thriller für Jugendliche zu einem ernsten Thema.

Inhalt

Die Familie hatte sich in dem kleinen langweiligen Küstenstädtchen Pineville in New Jersey ein neues Leben aufgebaut. Die Eltern waren beliebt, Jeff, ihr jüngerer Sohn, spielte in der Schulmannschaft Fußball und hatte seit kurzem sogar eine feste Freundin. Plötzlich steht alles wieder auf der Kippe, die Vergangenheit holt sie ein. Niemand hatte damit gerechnet, dass Troy, Jeffs älterer Bruder, vorzeitig – nach nur fünf jahren – aus der Haft entlassen würde, hatte er doch lebenslänglich für den Mord an einem Kind abzusitzen. Aber nun fahren die Eltern los und holen ihn ab. Er wird wieder bei ihnen einziehen, die Eltern wollen ihm noch einmal eine Chance geben, glauben an seine Läuterung. Jeff sieht das ganz anders. Er meint seinen Bruder Troy zu kennen und fürchtet ihn, hält ihn für fähig, alles nur erdenklich Böse zu tun.

Und so geht es auch gleich los mit den Problemen. Jeff erzählt seiner Freundin Beth von seinem Bruder und deren Vater verbietet ihr daraufhin kategorisch jeden weiteren Umgang mit Jeff. Auch einem möglichen Arbeitgeber müssen die Eltern die Wahrheit sagen, doch Troy kann trotzdem bei Walt im größten Laden am Ort als Aushilfe anfangen. Niemand sonst weiß, wer Troy wirklich ist. Auch Smitty nicht, der Sohn von Walt, Mannschaftskamerad und bester Freund von Jeff. Jeff kann sich nicht entscheiden, ob er es ihm erzählen soll und lässt es dann lieber bleiben. Troy hält sich gut, er arbeitet hart, spart und liest viel in der Freizeit. Trotzdem wird Jeff seine Vorahnungen nicht los. Als es zu einem Gerangel zwischen Jeff und „Freibeuter Fraser“, dem Star der Schule und der Mannschaft kommt, greift Troy rabiat ein. Tags drauf ist Fraser verschwunden, die Suche der Polizei bleibt ergebnislos. Troy ist nicht nachzuweisen, dass er etwas damit zu tun hat und als herauskommt, dass Fraser auch keine blürtenweiße Weste hat, ist Troy aus dem Schneider.

Ein Ausflug der Brüder nach Las Vegas endet in einem Fiasko, obwohl man merkt, dass beide durchaus trotz allem Gefühle füreinander haben, ist ihre Art das Leben zu sehen, zu unterschiedlich. Jeff befasst sich viel mit „Gut und Böse“, liest Machiavelli und Sun Zi und auch ein aus dem Ruder gelaufener „Scherz“ an der Schule gibt ihm viel Stoff zum Nachdenken. Troy nimmt sich, was er braucht, ist zwar hochintelligent, aber skrupellos. Das zeigt sich noch ein weiteres Mal, Jeff hatte es geahnt. Auch dieser letzte Vorfall, bevor Troy wieder verschwindet, endet mit einem Toten. Ein letztes Mal treffen sich die Brüder und fechten es aus.

Das Leben in Pineville wird weitergehen, die Familie wird bleiben, aber nichts ist mehr, wie es war.

Fazit

In wie weit sind wir Opfer oder Täter in unserem eigenen Leben, gibt es das Böse aus sich heraus? Ein ungemein spannendes Jugendbuch, dass so ganz nebenbei einige Fragen aufwirft, die nachdenkenswert sind.

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