Berserker

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ERBAMEN, DIE SCHWEDEN KOMMEN!

Die Band:

gingen 1992 aus der Grindcoreband Scum hervor. Ihr Bandname leitet sich vom gleichnamigen Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe ab. Nach dem Einstieg von Sänger Johann Hegg wandte sich die Band dem Death Metal zu. Ihre erste Veröffentlichung war ein Demotape bei einem singapurianischen Label, bevor 1998 ihr Debütalbum „Once Sent From The Golden Hall“ erschien. Mit dem dritten Album „Versus The World“ gelang ihnen der Durchbruch. 2004 traten erstmals in Wacken auf. Mit den folgenden Alben etablierten sich die Schweden als eine der Vorzeigebands des Death Metals. 

Das Album:

Angetreten als einer der Pioniere des Melodic Death Metals haben die Schweden in den letzten Jahren ihre Fangemeinde, dank ihrer unglaublichen Livequalitäten, kontinuierlich vergrößert. Höhepunkt war sicher das Konzeptalbum „“, mit dem Amon Amarth erneut die These untermauert haben, dass sie keine schlechten Alben produzieren. So groß der Erfolg wurde, so laut wurden auch die Stimmen, die der Band immer wieder Verrat vorwerfen. Die Mischung aus und klassischem Heavy Metal, die die Band in den letzten Jahren weiter perfektioniert hat, mag vielleicht nicht mehr so roh und ungeschliffen klingen, wie zu Beginn der Karriere, doch Amon Amarth haben, wie bereits gesagt, nie enttäuscht. 

Entgegen dem letzten Werk hat man für „Berserker“ entschieden, kein Konzeptalbum aufzunehmen. Sänger sagte dazu, dass diese Entscheidung dafür gesorgt hat, mehr zu experimentieren. Und das machen die Musiker: folkangelehnte Klänge, Klavierpassagen, Clean- und Sprechgesang. Bevor man sich jetzt fragt, ob das wirklich Amon Amarth sind, gibt es die ganz eindeutige Antwort: Ja! Die Experimente werden nur punktuell eingesetzt und erweitern das Spektrum der Band ungemein. 

Mit „Fafner‘s Gold“ besitzt der Longplayer einen tollen Opener, der nach seinem ruhigen, folkloristischen Anfang ordentlich loslegt und unter Beweis stellt, dass Amon Amarth noch jede Menge Dampf auf dem Kessel haben. Das Album zeichnet sich durch eine Vielzahl von Nackenbrechern aus. Darunter die erste Single „Raven‘s Flight“, sowie „Skoll And Hati“, „Wings Of Eagle“ und vor allem „Mjölner, Hammer Of Thor“. „Shield Wall“ wird mit seinem Refrain, „Vikings! Raise The Shield wall! Hold The Front line! Fight ´til death!“ sicher zu dem Schlachtruf der kommenden Festivalsaison. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Titel „The Berserker At Stamford Bridge“, der zwei oder drei Durchgänge braucht, um sich festzusetzen, dann aber nachhaltig wirkt. Ein weiteres Highlight ist „Into The Dark“, in dem die Band ihre musikalische Vielfalt voll zum Ausdruck bringen kann. 

Ist auf „Berserker“ daher alles Gold, was glänzt? Nicht ganz. Mit „Valkyria“ oder „Ironside“ gibt es etwas Füllmaterial, das nicht schlecht ist, aber an die Klasse der andren Songs nicht heranreicht. Gesanglich ist Johan Hegg immer dann gut, wenn er sich auf die messerscharfen Riffs seiner Gitarristen verlässt und seine Growls einsetzt. Ausflüge in den Klargesang sollte er lassen, denn anders als beispielsweise bei , wo die Mischung aus Clear- und Growlgesang das Markenzeichen der Band ist, lässt dies zu Amon Amarth nicht wirklich. 

Trackliste:

01 – Fafner‘s Gold

02 – Crack The Sky

03 – Mjolner, Hammer Of Thor

04 – Shileld Wall

05 – Valkyria

06 – Raven‘s Flight

07 – Ironside

08 – The Berserker At Stamford Bridge

09 – When Once again Ae Can Set Our Sails

10 – Skoll And Hati

11 – Wings Of Eagles

12 – Into The Dark

Fazit:

Mit „Berserker“ machen Amon Amarth im Prinzip alles richtig und legen ein starkes Album vor, dass ein würdiger Nachfolger von „Jomsviking“ ist. Satte und abwechslungsreiche Melodien, viele eingängige Refrains und Johan Heggs messerscharfe Stimme sind ein Fest. Jeder Melodic Death Metal Fan kommt hier voll auf seine Kosten. Und Anhänger von Amon Amarth werden das Werk eh‘ feiern. Ist es ein Meilenstein? Eher nicht, dafür sind einige zu durchschnittliche Songs enthalten, aber eines stimmt weiterhin: Schlechte Alben gibt es von dieser Band bisher nicht. 

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