Brother

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Brother

Morten Harket. Starwatch Entertainment (Sony Music) 2014, Audio CD, € 9,99

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

PASSENDER SOUNDTRACK FÜR DEPRESSIVE TAGE!

Der Sänger:

wurde 1959 in Kongsberg/Norwegen geboren. Zusammen mit Magne Furuholmen und Pal Waaktaar-Savoy gründete er die Gruppe , mit der er zahlreiche Welterfolge feiern konnte. Bereits 1995 erschien sein erstes Soloalbum „Wild Seed“, mit der er alle vier Ehrungen des norwegischen Spellemannprisen gewann. Ein Jahr später folgte mit „Vogts Villa“ ein Album in norwegischer Sprache. 2008, in einer weiteren Bandpause, erschein sein Album „Letter From Egypt“. Nachdem im Oktober 2009 ihr Bandende bekannt gaben und ein letztes Mal auf Tour gingen, beschloss Morten Harket danach, weiterhin Musik zu machen. 2012 veröffentlichte er das Album „Out Of My Hands“. Privat war er mit dem schwedischen Model Camila Malmquist verheiratet, von dem er sich 1998 trennte. Seit 2005 ist er mit seiner langjährigen Assistentin Inez Andersson liiert.

Das Album:

Sieht man vom letzten Album „Out Of My Hands“ ab, zeichneten sich Morten Harkest Soloalben durch akustische beinahe introvertierte Musik aus. Im Vergleich zu seinem Bandprojekt machte dies auch Sinn. Mit seinem letzten Werk warf er diese Vorsätze über Bord und produzierte ein Album, dass sehr stark an die a-ha-Alben erinnerte. Temporeiche Nummern und viel Elektronik machten das Werk zu einem Charterfolg.

Gespannt war man jetzt, welchen Weg Morten Harket für sein neues Album einschlagen würde. „Ich bin einfach an einem ganz anderen Punkt in meinem Leben“, sagt er über seine momentane Einstellung. Mehr oder weniger ohne Pause begab er sich ins Studio, um an neuen Songs zu arbeiten. Jetzt liegt „Brother“ vor und ich muss gestehen, das ich das Album mit sehr gemischten Gefühlen wahrgenommen habe.

Sehr positiv ist, dass sich Morten Harket wieder vom glattpolierten Sound des letzten Albums verabschiedet hat. Statt Keyboards und Synthesizer stehen wieder echte Instrumente im Vordergrund. Doch das Songmaterial kann nicht wirklich begeistern. Alle Lieder pendeln im radiotauglichen 3:30-Bereich, obwohl gar keine so radiotypische Mitsingnummer dabei ist. Hier wird viel Potential verschenkt. Hinzu kommt, dass sich das Album mit zunehmender Dauer durch Langeweile auszeichnet, da sich die Songs allesamt ähnlich sind. Fast wahllos kann man Songs wie „Safe With Me“ oder „Brohter“ herausgreifen und wird keine wesentliche Unterschiede feststellen. So ist man dann eher erleichtert, wenn man das Ende des Albums erreicht hat und nicht wirklich geneigt, sich ein weiteres Mal mit den Songs zu beschäftigen. Ich habe dies angesichts meiner Rezension getan – besser wird das Album aber nicht.

Trackliste: 

01 – Brother

02 – Do You Remember Me?

03 – Safe Withe Me

04 – Whispering Heart

05 – Heaven Cast

06 – There Is A Place

07 – Oh What A Night

08 – End Of The Line

09 – Can´t Answer This

10 – First Man To The Grave

 

Fazit:

Stimmlich ist Morten Harket auch mit Mitte fünfzig noch voll auf der Höhe. Auch der Ansatz seines Albums ist gut – weg vom typischen a-ha Sound, hin zu handgemachter Musik. Lediglich die Ausführung dieses Vorhabens hat mir nicht gefallen. Nach den ersten zwei Titeln stellt sich eine Monotonie ein, die bis zum Schluss nicht mehr weichen will. Alle Titel versprühen eine Melancholie die auf Dauer eher deprimierend als hörenswert ist. So gesehen ist „Brother“ der perfekte Soundtrack für depressive Tage.

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