Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel [Adventure Classics]

Autorenwertung
  • Spielspaß
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  • Grafik
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  • Sound
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  • Steuerung
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  • Langzeitspaß
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel [ Classics]

Doppeltes Comeback

In den 1980er Jahren war das mit den Klassikern noch relativ überschaubar. Pacman und Donkey Kong waren nun mal Spiele, die jeder Mensch kannte und auch die Lucas Arts Adventures Ende der 1980er konnte man nicht übersehen.

Nach mittlerweile über drei Jahrzehnten der medialen Unterhaltung im Rahmen des Spielesektors ist es allerdings mit der Legendenbildung nicht mehr ganz so einfach.

Gerade seit in den 1990er Jahren der Markt explodierte, neue Formate und Firmen wie Pilze aus dem Boden schossen, ist das mit dem Überblick nicht mehr ganz so leicht. Pacman ist immer noch der Klassiker, aber was kam in den dreißig Jahren danach?

Gut, dass Peter Games versucht ein bisschen Überblick in den Reihen wirklich guter Computerspiele zu behalten, um mit der Reihe der vor allen Dingen Spiele der letzten Dekade wieder ins verdiente Licht des Ruhmes zu stellen.

Zum formidablen Preis versteht sich. Strategiespiele, Simulationen und Adevntures stehen dabei ganz oben auf der Agenda – wir landen zunächst auf einer vermeintlich einsamen Insel, um eine Rückkehr zum gleichnamigen Kultspiel zu wagen, dass im Sommer 2004 den Markt erstürmte.

Und als ob es gestern wäre, liegt die Classicvariante pressfrisch im CD-Laufwerk, gut ein Gigabyte Speicherplatz werden gebraucht, die Anforderungen an die Hardware sind aber selbstredend für heutige Verhältnisse schmal.

Ein typischer Classic-Game Glücksfaktor für alle, die nicht immer weiter aufrüsten wollen. Gute, passende Spiele gibt es auch so, siehe dieses hier.

Die Story ist bei Jules Verne abgekupfert, ein Weltumsegler (in dem Fall der Realität nachempfunden eine Weltumseglerin) strandet an einer einsamen Insel und muss sich im Milleniumszeitalter zwar mit Handy (was anfangs aber nicht funktioniert) auf die Suche nach Nahrung, sozialen Kontakten und überhaupt einer ganzen Menge Überlebensabenteuer machen.

Die Steuerung ist einzigartig und für einen Adventure ungewöhnlich. Es handelt sich um die Egoshooter-Perspektive, das Bewegen und Umdrehen gelingt per Maus, vorwärts kommt man nur, wenn es einen Ort zum Anklicken gibt.

Gewöhnungsbedürftig für all diejenigen, die verliebt durch neue Welten schlendern wollen; dafür bietet das Spiel aber eine Vielzahl von starken Features, die auch heute noch nur wenige andere integriert haben.

Zum Beispiel ein Inventarfenster, leicht mit der rechten Taste zu erreichen, in der nicht nur alle Gegenstände schnell miteinander kombinierbar sind, sondern auch weitere Menüfunktionen untergebracht sind.

Dazu ein atmosphärisch guter Sound, tolle Grafiken (Zwischensequenzen im hübschen Comicstyle) und eine packende Story.

Zunächst geht’s ans Essen: Krebse fangen, rösten, knacken, genießen; zurück zu den Affenwurzeln des Menschen, im wahrsten Sinne des Wortes, denn im Laufe des Spieles, bekommt man dann den lang ersehnten Freund, Jep den Affen.

Auch dieser ein sehr nettes Gimmick in einem überzeugenden Spiel, das schon damals viele Preise abräumte und hohe Kritiken bekam; und auch heute noch den Standard hoch hält.

Einzig der unschöne Fehler, dass man in der Originalversion das Spiel nicht speichern kann (bzw. das Speichern keinen Sinn macht, weil die Gegenstände danach verschwunden sind), ist natürlich frappierend.

Nach einigen aufreibenden Forensichtungen und Versuchen habe ich dann endlich einen Patch gefunden, aber der hätte in der Classicversion behoben werden müssen, zumindest aber einfach drauf gepackt werden.

Wer den Patch dann aber sein Eigen nennt, der wird so schnell nicht loskommen, denn zu viele Gegenstände sind zu finden, zu kombinieren und auszuprobieren und richtig schön Oldschool ist auch die Tatsache, dass es keine Hotspot-Taste gibt, sondern man alles schön gediegen mit den eigenen Augen und dann mit dem Mauszeiger absuchen muss, ob und überhaupt da was möglich ist.

Fazit:

Ein großartiges Spiel, das alle Adventureherzen bambushoch schlagen lassen wird und das, das ist das größte Kompliment, auch ganz locker mit den Highlights der letzten Jahre mithalten kann.

Und so verkehrt ist die Strategie ja auch nicht, den exklusiven Start passieren lassen und dann souverän zum Low Budget ein Topspiel abzugreifen. Keine Diskussionen, eines der zwanzig besten Adevntures aller Zeiten. Punkt.

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