Die Zeit, die bleibt

Autorenwertung
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Die Zeit, die bleibt

Melvil Poupaud (Hauptdarsteller). Paramount (Universal Pictures) 2006, DVD, € 9,99

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Die Zeit, die bleibt

Inhalt
Auf den ersten Blick hat Romain, der als Fotograf in der Modebranche arbeitet, alles was er sich nur wünschen kann. Er besitzt viel Energie, sieht gut aus und ist in seinem Beruf sehr erfolgreich. Auf einem Familientreffen zeigt er seiner Schwester, wie sehr er sie hasst und verachtet, insbesondere wegen ihrer Kinder, die Romain furchtbar nerven. Seinen Freund Sascha behandelt Romain nur von oben herab – er zeigt ihm außerdem immer wieder, wie sehr er davon überzeugt ist, Sascha überlegen zu sein.

Eines Tages erfährt Romain jedoch, dass er unheilbar krank ist – er ist geschockt und am Boden zerstört. Von diesem Schock kann Romain sich nicht erholen, mit der Endgültigkeit seiner Krankheit kann er sich nicht abfinden. Die erste, die er nach dem Erhalt der Diagnose aufsucht, ist seine Großmutter – Romain vertraut sich ihr an, denn nur bei ihr fühlt er sich wirklich wohl. Romains Großmutter ist der Meinung, dass auch sie nicht mehr lange auf den Tod warten muss.

Mit seiner Großmutter schwelgt Romain in Kindheitserinnerungen. Er beginnt, sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen – so, wie seine Großmutter es ihm geraten hat. Zuvor traf Romain während der Fahrt zu seiner Großmutter auf ein junges Paar, das verzweifelt auf der Suche nach einem Samenspender ist. Romain war zunächst nicht zu einer Samenspende bereit. Doch nun, als er beginnt, sich mit seinem bisherigen Leben zu beschäftigen, wird ihm bewusst, dass er so ein Stück von sich selbst in dieser Welt hinterlassen kann. Auch seine Meinung über Kinder ändert sich.

Die Begegnung mit dem jungen Paar und all das, was damit nun zusammenhängt, hat Romain aufgeweckt und er beginnt, auch über seine gestörte Beziehung zu seiner Schwester nachzudenken. Aber Romains gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich immer weiter, und so beginnt er, sich um seinen Nachlass zu kümmern und sich am Ende seines Lebens noch einige Wünsche zu erfüllen.

Fazit
Der französische Regisseur , der eigentlich eher für spitzzüngigen Humor, eine knallharte Beobachtung und eine genaue Reflexion bekannt ist, inszenierte mit „Die Zeit die bleibt“ einen ernsten Film, in dem die einzelnen Charaktere im Vordergrund stehen. Ozon inszenierte Filme wie „8 Frauen“, „Swimming Pool“ und das Drama „5X2“, wodurch er zu internationaler Berühmtheit gelangte. In „Die Zeit, die bleibt“ wechselt er zu einem langsameren Erzähltempo und legt mehr Wert auf kleine Details.

Die kleinen Erzählschritte passen dabei hervorragend zur Inszenierung sowie zur Dramaturgie des Films. Überwiegend verwendet Ozon nur angedeutete Szenen, dabei zieht der Film seine Spannung vor allem aus der brillanten Darstellung der Figur des nach außen hin gefühlskalten, insgeheim aber verletzlichen und selbstzerstörerischen Romains. beweist dabei, dass ihn als Darsteller eine enorme emotionale Nähe mit der Figur des Romains verbindet. „Die Zeit, die bleibt“ erzählt auf anspruchsvolle und gelungene Weise die Geschichte eines jungen Mannes, der beschließt, die kurze Zeit, die ihm noch bleibt, sinnvoll zu nutzen.

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