Dora Heldt – Kein Wort zu Papa

Autorenwertung
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  • Unterhaltung
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  • Gesamt
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Kein Wort zu Papa

Dora Heldt. dtv Verlagsgesellschaft 2010, Taschenbuch, 384 Seiten, € 5,90

Rezension von: Christopher | Rezensionsdatum:

Leichte Urlaubsunterhaltung
Dora Heldts weiterführender Roman um und Co ist wiederum ein sprachlich erfrischender Mix aus undurchsichtiger Geschichte und Urlaubsroman verpackt in jeder Menge Humor.

Alle sind wieder auf
Christine ist eigentlich im Moment für nichts zu haben, denn ihr angebeteter Johann lässt sie auf dem trockenen sitzen. Doch ihre Schwester Ines lässt so schnell nicht locker und bringt sie mehr oder weniger freiwillig zu einem Urlaub auf Sylt. Das Problem an dem vermeintlichen Urlaub ist, dass Christine für ihre Freundin Marleen einspringen soll und dadurch kurzerhand ihre Pension leitet. Leichter gesagt als getan, denn neben dem nicht vorhandenen Kochtalent sind die beiden Schwestern ein wenig chaotisch. Doch die helfenden Hände auf der Insel bringen so manche Katastrophe wieder ins Lot – bis ihr Vater und sein Freund sich auf den Weg in die Pension machen. Die Ankunft der halben Familie und Verwandten macht das Chaos für die beiden Schwestern perfekt und sie kommen in immer größere Erklärungsnot warum Marleen nicht wiederkommt.

Einfache Charaktere, die lieb gewonnen werden
Heldts Geschichte schließt wiederum an die erste chaotische Geschichte auf Sylt an und bleibt damit ihrem Handlungsort treu. Der Leser  befindet sich als in den ersten zwei Dritteln wieder auf der idyllischen Insel Sylt und genießt eine beschwingte und witzige Urlaubsgeschichte, welche sich zügig wegliest. Doch die schwelende Frage im Hintergrund, man möchte schon sagen, der Kriminalgeschichte, bleibt ein steter Begleiter durch die Geschichte: Warum kommt Marleen nicht wieder und später was hat Pierre und Adelheid auseinandergebracht. Die fallengelassenen Puzzleteile lassen hin und wieder einige Annahmen zu, doch bleibt das Ende anders als es zunächst vermutet wird. Das ist eine der Stärken der Geschichte, denn der Ausgang der Geschichte flicht sich eher unvermutet in die Geschichte. Hingegen etwas zu plakativ sind die Charakteren und deren Entwicklung. Bereits im Verlauf wird klar, dass sich die beiden Schwestern durch ihren Aufenthalt auf Sylt annähern und ihre Gemeinsamkeiten wiederfinden, die sie in der Vergangenheit verloren glaubten. Somit schafft Heldt wieder eher seichte Charaktere, die sich jedoch in die leichte Urlaubsunterhaltung wunderbar fügen.

Spritzig und erfrischend wirkt wieder Mal das Auftreten von Heinz und Kalli, die durch ihre eigenen sich zusammenreimenden Aktionen die ganze Szenerie furchtbar auf den Kopf stellen. Dabei machen sie meist mehr kaputt als sie letztlich ihren zwei Mädels helfen. Das Unbeholfene und unfreiwillig komisch naive sorgt damit für schmunzelnde Momente, die einem die beiden Rentner ans Herz wachsen lassen. Der Leser wartet insofern stets darauf, was die beiden bauernschlauen Burschen als nächstes austüfteln.

Als Fazit lässt sich daher festhalten, dass es Frau Heldt wieder geschafft hat, wie auch im folgenden Roman, einen erheiternden Mix aus seichter Urlaubskomödie zu schaffen, gepaart mit einer spannenden Krimigeschichte, die garniert werden mit einfach aber doch liebenswürdigen Charakteren.

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