Gewaschen Gefüttert Abgehakt

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  • Nutzen
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  • Realismus
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  • Lesbarkeit
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  • Gesamt
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Rezension von: Registano | Rezensionsdatum:

Das Thema von „Gewaschen Gefüttert Abgehakt“ ist ein sehr aktuelles, das jeden Menschen direkt oder indirekt schneller betreffen kann, als er oder sie denkt. Es geht um mobile Pflege und darum, dass sich letztlich alles immer nur um das liebe Geld dreht.

Autor  berichtet in seinem im Ullstein Verlag erschienenen Werk über ein System in der Pflege, über das interessierte Leser nur den Kopf schütteln können.  Der Autor hat sich ein paar Monate ausbilden lassen, um überhaupt einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können. Nur aus diesem Grund kann er über einige wirklich erschreckende Gegebenheiten berichten, die ganz dringend in die Öffentlichkeit gehören, damit sie geändert werden können. Die Rede ist von Fakten wie, dass die Arbeitszeiten bei den einzelnen Kunden bzw. Patienten immer nur bei 10 bis 20 Minuten liegen. Pro Tag! Es wird alles und jeder genau nach Plan versorgt. Mehr ist gar nicht möglich.

Betroffene haben kein Geld oder wollen sich nicht bemühen. Sie wollen sparen? Dann kommen eben die Polen, Tschechen, Bulgaren oder andere Pflegekräfte. Immer ist zu wenig Zeit für die älteren Menschen, das ist in der heutigen Zeit und in unserer Gesellschaft leider so. Wenn man „Gewaschen Gefüttert Abgehakt“ liest, denkt man sofort über sein eigenes Alter nach und hat den Stoßseufzer „um Gottes willen, hoffentlich ergeht mir nicht ebenso“ auf den Lippen. Sollte ein Pflegebedürftiger in der Situation sein, bleibt nur zu hoffen, dass er ein nettes Pflegeteam erwischt, das jeden Tag zu ihm nach Hause kommt.  Dass die Pflegekräfte es alles andere als einfach haben, ist bekannt, ohne dass dieses Buch für eine neue Erkenntnis gesorgt hat. Sie bekommen zu wenig Geld und wenn sie mal einen Patienten nicht antreffen, sofern dieser noch mobil sein sollte, dann kriegen sie das auch nicht bezahlt.

Das Beste wäre man nimmt sich als Pflegebedürftiger einen selbständigen Pfleger oder Pflegerin. Doch in diesem Fall steht ein großer Verwaltungsaufwand an. Bestehende Missstände werden jedenfalls sachlich und vor allem auch spannend aufgezeigt. Fakten wie eine erwähnte völlig unangemessene Entlohnung der Pflegekräfte. Oder die offizielle Arbeitszeit von 30 Stunden Arbeitszeit, die de facto wesentlich länger ist. Es herrscht fraglos eine Gedankenlosigkeit im gesamten System im Hinblick darauf, dass alles viel menschlicher sein könnte. Das ist in Pflegeheimen leider nicht anders.

Fazit: „Gewaschen Gefüttert Abgehakt“ von Markus Breitscheidel  ist ein tolles, interessantes Buch, das wirklich beschreibt, wie es in der mobilen Altenpflege zugeht. Der Leser kann viel aus den Informationen heraus ziehen. Es ist ein in jeder Hinsicht empfehlenswertes Werk, auch wenn hier und da noch eine Spur mehr Kritik angebracht gewesen wäre.

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