Gravitas

Autorenwertung
  • Sound
    ein Buchein Buchein Buchkein Buchkein Buch
  • Instrumentalisierung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Vocals
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Abwechslung
    ein Buchein Buchhalbes Buchkein Buchkein Buch
  • Hörspaß
    ein Buchein Buchein Buchkein Buchkein Buch
  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne

Gravitas

Asia. Frontiers Records S.r.l. (Soulfood) 2014, Audio CD, € 5,75

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

VIEL BEKANNTES!

Die Band:

1981 formierte sich in England eine Band, die den Begriff Supergroup prägte, da sich die Mitglieder aus bekannten anderen Bands zusammensetzte. Geoff Downes (Gesang, Keyboards), John Wetton (Gesang, Bass), Steve Howe (Gitarre) und Carl Palmer (Schlagzeug) spielten bisher bei Bands wie Emerson, Lake and Palmer, Uriah Heep oder King Crimson. Ihr gemeinsames Projekt bekam den Namen . Die erste Single „Heat Of The Moment“ wurde einer der Hits des Jahres 1982. Auch das dazugehörige Debütalbum feierte große Erfolge. Leider konnten schon mit den nächsten Album „Alpha“ nicht mehr an diese Erfolge anknüpfen. Zahlreiche Um- und Neubesetzungen waren mit dafür verantwortlich, dass die Band nie ganz von der Bildfläche verschwand, aber nur kleine Erfolge vorweisen konnte. 2005 gab es dann die Überraschung, als in Originalbesetzung ein Comeback wagten.

Das Album:

Zwei Jahre nach dem vielbeachteten Triple X Album, für das die Band durchweg gute Kritiken bekommen hat, legen Asia mit „Gravitas“ ihr neues Werk vor. Zunächst gab es wieder einmal eine Umbesetzung, denn Gründungsmitglied und Gitarrist Steve Howe hat die Band (wieder einmal) verlassen. Sam Coulsen ist der neue Mann an den Seiten. Und leider scheint es so, als trauen John Wetten, Geoff Downes und Carl Palmer dem neuen Mann noch nicht zu, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten, denn die wirklichen großen Momente kann er auf diesem Album nicht setzen.

Überhaupt muss man bei diesem Album Abstriche vornehmen. Neun Songs haben die Musiker aufgenommen, die zwar an vielen Stellen den typischen Sound der Supergroup erkennen lassen, aber dem Hörer keine wirklich neuen Impulse geben können. Eher ist man bei einigen Songs geneigt, den Finger auf die Skip-Taste zu legen.

Schon der Opener „Valkerie“ macht deutlich, woran das gesamte Album leidet: Recht identische, schon bekannte Songstrukturen und ein ausufernder, sich wiederholender Refrain, der gerade am Ende des Openers ein wenig nervt. Auch der achtminütige Titeltrack „Gravitas“ ist nicht dazu geeignet, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Das Album leidet einfach an der Tatsache, dass das Songmaterial bereits zu oft gehört wurde und die überraschenden und auch bombastischen Elemente fehlen. Dabei ist nicht alles schlecht. „Russian Dolls“ ist einer der guten Songs und mit „I Would Die For You“ gibt es sogar einen Titel mit Hitcharakter, auch wenn  er natürlich nicht an Songs wie „Heat Of The Moment“ oder „Go“ heranreicht, Ein weiterer positiver Aspekt ist die Stimme von John Wetten, der so fit wie in den 80ern klingt.

Trackliste:

01 – Valkerie

02 – Gravitas

03 – The Closer I Get To You

04 – Nyctophobia

05 – Russian Dolls

06 – Heaven Help Me Now

07 – I Would Die For You

08 – Joe Dimaggio´s Glove

09 – Till We Meet Again

 

Fazit:

„Gravitas“ ist kein wirklich schlechtes Album, jedoch das Schwächste von Asia seit der Wiedervereinigung der Band. Die Songs kommen einem allesamt bekannt vor und wirklich mitreißende Momente sucht man leider vergeblich. Die Produktion ist einfach zu glatt. Wo das letzte Album Akzente setzen konnte, versinkt „Gravitas“ im Einheitsbrei der eigenen Masche. Für echte Asia-Fans ist das Album sicher ein Muss, es zeigt aber bei Weitem nicht das, was John Wetten, Geoff Downes, Carl Palmer und jetzt Sam Coulsen wirklich können.

Wie bewerten Sie dieses Produkt?

Ihre Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar