Grenzenlos

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Grenzenlos

Glasperlenspiel. Polydor (Universal Music) 2013, Audio CD, € 11,99

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ZWISCHEN TEENIE-POP UND ANSPRUCH!

Die Band:

Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg machen seit dem Jahr 2003 zusammen Musik. Kennengelernt haben sich die beiden bei der Stockacher Band Crazy Flowers, die Popmusik mit christlichen Texten machte. Daraus entwickelte sich ein neues Projekt, in dem zunehmend auch eigene Kompositionen von Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg einflossen und aus dem sich im nächsten Schritt das Duo herauskristallisierte, dessen Name auf den gleichnamigen Roman von basiert. 2010 gewannen den Radio ENERGY Nachwuchspreis und erhielten einen Plattenvertrag. Ein Jahr später erschien ihr Debütalbum „Beweg dich mit mir“, das Platz 15 der deutschen Albumcharts erreichte. Auf der Bühne werden die beiden Musiker, die seit 2006 auch ein Paar sind, von Bene Neuner (Schlagzeug), Markus Vieweg (Bass, Keyboards) und Nico Schliemann (Gitarre, Keyboards) unterstützt.

Das Album:

Nach den positiven Reaktionen auf das Debüt wurden Carolin und David ein wenig mutiger und konzentrierten sich beim Songwriting für das neue Album auf persönlichere Themen. „Dieses Album erzählt noch mehr von uns, von unseren Geschichten, was wir denken und was wir erlebt haben“, erzählt Carolin Niemczyk.

Dies manifestiert sich auch in Titeln wie „Unsterblich“, „Tanzen den Schmerz weg“ oder „Lasst uns was bewegen“, die zum Nachdenken anregen. Mit ihrem stark vom Synthie-Pop der 80er Jahre inspirierten Sound schaffen Glasperlenspiel eine durchaus gewagte Gratwanderung zwischen Teenie-Pop und Musik für ältere Hörer. Sicher, auf Dauer ist der Elektrosound etwas ermüdend. Hier wünscht man sich mehr Abwechslung. Dieses Manko machen sie aber mit hörenswerten Songs wie „Grenzenlos“, „Was du nicht weißt“ und vor allem der ersten Single „Nie vergessen“ wieder weg.

Stimmlich weiß vor allem Carolin Niemczyk zu gefallen, die gerade bei Titeln, bei denen beide Stimmen zu hören sind, klar die Oberhand gewinnt. Etwas störend ist die starke Produktion, die den Synthie-Sound ein ums andere mal zu sehr in den Vordergrund spielt. Hier wäre etwas mehr Zurückhaltung angebracht gewesen.

Trackliste:

01 – Grenzenlos

02 – Nie vergessen

03 – Herz aus Gold

04 – Unsterblich

05 – Was du nicht weißt

06 – So leicht

07 – Wie ich nicht sein will

08 – Tanzen den Schmerz weg

09 – Lasst uns was bewegen

10 – Bevor ich gar nichts sage

11 – Risiko

12 – Zu Hause

 

Fazit:

„Grenzenlos“ ist ein durchaus hörenswertes Popalbum. Hörer von Synthie-Pop der 80er Jahre kommen hier voll auf ihre Kosten und werden mit guten deutschen Texten belohnt. Somit können auch Hörer von Bands wie Silbermond oder 2Raumwohnung ein Ohr riskieren. Songs wie „Nie vergessen“, „Grenzenlos“ oder „Bevor ich gar nichts sage“ sind richtig gut und relativieren den zum Teil recht monotonen Sound.

 

 

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