Nur das Pupsen ist fade

Autorenwertung
  • Story
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  • Spielspaß
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  • Langzeitspaß
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  • Ausstattung
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  • Kreativität
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  • Gesamt
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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Spiel zum Film oder Film zum Spiel? Zumindest war das Spiel früher auf dem Markt, der Film gleichwohl früher produziert. Zur Einordnung: den Heinzels dienen koboldähnliche Vorbilder, die es wohl nur in der Welt von Kinderaugen gibt. Gartenzwerge sind tatsächlich eine Variante davon und auch in der Literatur (nicht nur im ZDF) haben sie Eingang gefunden. Nämlich zuvorderst im Gedicht des Poeten Kopisch aus dem 19. Jahrhundert. Es trägt den Titel: „Heinzelmännchen“. Seitdem gibt es eine Reihe von Filmen und der neueste, „Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen“, ist turbulent, medienaffin und computeranimiert. Und das Spiel? Ist clever, fintenreich und komplex. Die namensgebende Pupsrakete fliegt über die Stadt (das Spielbrett) mit dem Auftrag Cup Cakes (kleine Kuchen könnte man auch schöner sagen) auszuliefern. Gebunden ist der Auftrag an das Maß an Energie, das auf der Energieleiste zu erkennen ist. Sehr schön ist die Variante die Aktionen, mit denen man die Rakete bewegen kann, auszuwürfeln. Wobei hier nicht gewürfelt wird, sondern drei Chips geschleudert werden, aus denen sich die möglichen Interaktionen (Rakete wenden, vorwärtsbewegen, nach unten oder oben bewegen) ergeben. Da heißt es bereits: was kann der nächste Spieler machen, wenn ich ihm die oder jene Vorlage anbiete, also bewege ich mich sicher nicht kurz vor ein Cup Cake Ziel, sondern fliege bewusst in die falsche Richtung.

Wäre soweit alles recht banal, wenn es nicht zahlreiche Hindernisse ins Spiel geschafft hätten. Wolken, Ballons, Vögel, Luftballons, sogar eine Windhose ist dabei. Dieses Szenario – Spielplan mit Hindernissen und Zielobjekten – kann jederzeit neu arrangiert werden. Ein großes Plus für die Langzeitfreude! Nun zum Clou, der doch etwas enttäuschend daher kommt. Hatte man auf eine originelle Einbettung der Pupsmaschine gehofft, ein kleiner Luftballon ähnlicher Gegenstand, den man früher unter das Sitzkissen bei Tantenbesuchen legte, so wird man doch enttäuscht. Denn schließlich dient dieses Gadget nur dazu, während der Bewegung der Rakete benutzt zu werden. Kinder haben daran natürlich trotzdem Spaß, aber: boah, das hätte man etwas kreativer und witziger lösen können. Im Film mag das noch lustig sein, dass der Treibstoff fürs Vorwärtskommen des Flugzeugs der Heinzelmännchen eben dieses pupsende Geräusch samt seiner windigen Energie ist; im Spiel floppt das – zumindest aus kreativer Sicht – hingegen.

Fazit:

Das spiel ist clever und macht Spaß, die Pupsrakete ist leider eine Enttäuschung.

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