Preis der Freiheit

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DEVISEN FÜR DEN SOZIALISMUS!

Inhalt:

Margot Spindler arbeitet als rechte Hand von Alexander Schalk-Golodkowski für die Koko. Der Behörde der DDR, die für das Beschaffen von Devisen zuständig war. Margot ist vom System absolut überzeugt und hat auch die Kinder ihrer verstorbenen Schwester Silvia unter ihre Fittiche genommen. Anders ist Margot jüngere Schwester Lotte, die als Alleinerziehende einen Buchladen betreibet und sich der aufkommenden Umweltbewegung in der DDR anschließt. In den Jahren von 1987 bis zum Mauerfall wird das Leben der Familie auf eine harte Probe gestellt. Roland, Silvias Sohn, ist mit dem Leben in der DDR unzufrieden und plant zu fliehen. Doch was wird aus seiner Schwester Christa? Lottes Sohn Ingo ist ebenfalls enttäuscht und schließt sich einer Gruppe von Neonazis an. 

Darsteller:

ist Margot Spindler

ist Lotte Bohla

ist Ina Winter / Silvia Bohla

ist Norbert Krimling

Oliver Masucci ist Ilja Schneider

Angela Winkler ist Else Bohla

Joachim Kròl ist Paul Spindler

Janina Fautz ist Christa Bohla

Aaron Hilmer ist Roland Bohla

Michelangelo Fortuzzi ist Ingo Bohla

ist Alexander Schalk- Golodkowski

Produktinformationen:

2 DVD‘s

Laufzeit: 270 Minuten

Sprache: Deutsch,

Ton, Bild, Farbe: Dolby Digital 2.0, 16:9, PAL

FSK: ab 12 Jahre

Fazit:

Im Fahrwasser einer Serie wie „“ kommt dieser im ZDF ausgestrahlte Dreiteiler daher, dessen Fokus nicht zentral auf den Machenschaften der Staatssicherheit, sondern auf der Arbeit der Koko liegt. Die Kommerzielle Koordination war durch den Verkauf von Gefangenen an die BRD und durch die Abnahme von Müll aus West-Berlin dafür verantwortlich, harte Devisen in die Kasse des Arbeiter- und Bauernstaates zu spülen. Ähnlich wie bei „“ hat man vor diesem geschichtlichen Hintergrund eine Familiengeschichte angesiedelt. 

Das von Michael Klette, Charlotte Wetzel und Gabriela Sperling verfasste Drehbuch weist auch durchaus Parallelen zu der erfolgreichen ARD-Serie auf, ohne dabei ein Abklatsch zu sein. Vielmehr ist der Plot so spannend aufgebaut, dass man sofort in die Story gezogen wird. 

Erstaunlich ist, wie eng man sich an tatsächliche Ereignisse gehalten hat. Egal ob das geheime filmen einer Giftmülldeponie in Bitterfeld oder das Konzert einer Berliner Rockband in der Zionskirche – Regisseur Michael Krummenmacher bettet viele Begebenheiten der damaligen Zeit hervorragend in die Geschichte ein, die dadurch noch authentischer wird. 

Der Spannungsbogen steigert sich kontinuierlich über alle drei Folgen. Man lebt und leidet mit den Charakteren, auch wenn das eine oder andere auf der Strecke bleibt. Insbesondere die Frage, was es mit dem Ableben von Silvia auf sich hat, wird weniger gut beantwortet. Sehr positiv ist, dass man auf eine sonst übliche Schwarz-Weiß-Zeichnung der Figuren verzichtet hat. Margot hat als Drahtzieherin der Koko nur das Wohlergehen der DDR im Sinn, besitzt aber auch eine verletzliche Seite. 

Was uns zu dem durchweg tollen Cast bringt. Barbara Auer brilliert in der Rolle der kühl berechnenden Margot. Dagegen steht Nadja Uhl in der Rolle der Lotte. Sie verkörpert die aufkommenden Umweltaktivistin überaus glaubwürdig, wobei ihre Rolle ein wenig an die Serien von Anna Loss aus „Weißensee“ erinnert. Etwas blass bleibt Nicolette Krebitz als Silvia, die, was die Intensität der Darstellung angeht, nicht ganz an Barbara Auer und Nadja Uhl heranreicht. Als Entdeckung können Aaron Hilmer als Roland und vor allem Janina Fautz als Christa genannt werden. Gerade Janina Fautz konnte ihre schauspielerische Klasse ja schon mehrfach in der Krimiserie „Wilsberg“ unter Beweis stellen. 

Unterm Strich ist „“ ein mehr als sehenswerter Dreiteiler, der als zeitgeschichtliches Drama komplett überzeugt und begeistert. Wer solche Filme über die deutsch-deutsche Vergangenheit mag, für den ist dieser Mehrteiler ein absolutes Muss. 

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