Saufit

Autorenwertung
  • Idee
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  • Schreibstil
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  • Humor
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  • Erkenntnisgewinn
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  • Aufmachung
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  • Gesamt
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Saufit

Susanne Reinker (Übersetzer). Ullstein Hardcover 2013, Gebundene Ausgabe, 512 Seiten, € 10,50

Rezension von: Registano | Rezensionsdatum:

Saufit von ist ein sehr spezielles Buch. Der Autor schreibt über ein Jahr seines Lebens, in dem er versuchte der fitteste Mensch der Welt zu werden. Und zwar, indem er begann auf die Empfehlungen von Experten zu hören. Dass diese sich teilweise stark wiedersprachen, so manches Mal auch sehr absurd waren, zeigt bereits, dass das Ziel unerreichbar war. Aber Jacobs ist ein Mensch, der einfach alles ausprobiert. Er nimmt das Leben mit einer seltsamen Mischung aus Ernst und Humor. Sein neues Buch ist aber kein Ratgeber. Jacobs wusste schließlich immer, dass er sein Ziel nie wirklich erreichen kann. Er ist hauptberuflich Redakteur einer bekannten Zeitschrift in den USA und ein Mann, der derartig unsinnig erscheinende Projekte liebt und über sie schon mehrere Bücher verfasst hat. So lebte er zum Beispiel – als Ungläubiger – ein Jahr nach jedem noch so absurdem Gebot der Bibel. Das Buch trägt den Titel Die Bibel & ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen. Zuvor las er die gesamte Encyclopedia Britannica, also ein unfassbar großes, vielbändiges Lexikon. Der deutsche Titel lautet: Britannica & ich: Von einem, der auszog, der klügste Mensch der Welt zu werden

AJ Jacobs schreibt in einem amüsanten, angenehm zu lesenden Stil. Sein neues Buch, das den vollständigen Titel Saufit: Von einem, der auszog, nie wieder krank zu werden trägt, ist sehr dick, ein richtiger „Klopper“ sozusagen, aber die einzelnen Kapitel haben eine angemessene Länge und man kann gut Pausen einlegen, hat dann aber doch Lust weiter zu lesen. Der Autor nimmt sich nämlich alles andere als Ernst. Wäre die Geschichte ausgedacht, müsste man sie fast mit einem Ephraim Kishon vergleichen, der auch oft Geschichten über seine Frau und seine Kinder aufschrieb über die man lachen konnte. Auch bei Jacobs spielt die Familie eine Rolle, meist als eine Art Spiegel, um die Absurdität des Handelns des Autors aufzuzeigen, der sich zum Beispiel einen Laufschreibtisch baute, weil Sitzen ungesund ist.

Jacobs hat sich mit allen Organen beschäftigt, er ging sozusagen vom Gehirn bis zu den Füßen vor. Amüsant ist das Werk vor allem, weil man als Leser immer wieder überrascht wird was für teils krude Theorien es gibt. Und auch Ideologien, wie die Menschen, die leben wie die Steinzeitmenschen, was auch Nahrung, Hygiene und Kleidung betrifft (keine Schuhe). AJ Jacobs hat getestet, ob dies alles wirklich so gesund ist.

Fazit:

Saufit ist zwar weder Ratgeber noch normales Sachbuch, aber es ist amüsant zu lesen und man kann als Leser durchaus auch Einiges lernen. Wer derartige Bücher mag, sollte zugreifen.

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