Stephen King – Wind

Autorenwertung
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Wind

Wulf Bergner (Übersetzer). Heyne Verlag 2012, Gebundene Ausgabe, 416 Seiten, € 7,95

Rezension von: schwamm | Rezensionsdatum:

– Wind

 

Jahre nachdem Stephen King mit dem 7. Teil der Saga „Der Dunkle Turm“ die Geschichte und die Abenteuer des Roland von Gileads erzählt hatte, bringt er nun mit dem Buch „Wind“ seinen 8. Teil auf dem Markt – seiner eigenen Ansicht nach, das wichtigste Werk der Saga.

Er präsentiert uns eine Story im Schubladenformat. Er erzählt uns hier nicht nur die Abenteuer von Roland dem Revolvermann und seinen Gefährten, sondern hat durch den gewieften Schreibstil eine Überraschung parat: Roland erzählt eine Geschichte, die er als noch junger Revolvermann erlebt hatte …

 

Zum Inhalt

Roland und seine Gefährten folgen dem Pfad des Balken ins Land Donnerschlag. Auf den Weg dorthin wird ihnen allerdings schnell bewusst, dass ein Sturm aufziehen wird – doch nicht nur irgendein Sturm, sondern der schlimmste, den eine Baronie heimsuchen kann – der Stoßwind.

Wer es nicht schafft sich schnell genung vor ihm in Sicherheit zu bringen, wird sich schnell auf der ewigen Lichtung wiederfinden – dem eisigen Tod ins Auge blickend.

Mit Hilfe eines Fährmannes, den sie auf dem Weg treffen, können sich die Vier und ihr Billy-Bumbler Oy in die verlassen Stadt Gook retten. Früher eine lebende Stadt, doch nun eine ausgestorbene Geisterstadt – wie immer mehr Städte in den Baronien. Dort angelangt finden sich schnell Unterschlupf im Versammlungshaus, dem einzigen aus Stein gebauten Haus in der Stadt. Dies wird für sie die Nacht über die Schutzhütte vor dem immer stärker werdenden Stoßwind sein.

Als der Stoßwind hereinbricht, lässt sich Roland dazu überreden, eine Geschichte zu erzählen. Er erinnert sich zurück an eine Zeit, als er als junger Revolvermann von seinem Vater Steven auf eine abgelegene Ranch nahe Debaria in der Baronie Neu-Kanaan geschickt wurde. Dort sollte er den „Fellmann“ zur Strecke bringen, eine gestaltwandelnde Bestie, die vor nichts und niemanden halt zu machen scheint. Er begibt sich auf die Fährte der Bestie und bereits am ersten Tatort angelangt, stellte er das Ausmaß seines Auftrags fest. Die Bestie macht seinem Namen alle Ehre.

Lange tappt er mit seinen Gefährten im Dunklen, als die Bestie in Form eines Bärs wieder zuschlägt und Roland die heißeste Spur bekommt, die er sich nur wünschen kann – einen Zeugen. Der junge Jimmy, dessen Vater von der Bestie getötet wurde, wird Zeuge, wie sich die Bestie zurück in die Menschengestalt verwandelt. Er wird zum wichtigsten Helfer und Augenzeuge Rolands.

Roland schafft es aufgrund der Hinweise den Kreis der Verdächtigen zu minimieren und kurz bevor Jimmy den Mann identifizieren soll, beruhigt in Roland mit einer Geschichte. Einer, die er einst von seiner Mutter vorgelesen bekommen hatte: „Der Wind durchs Schlüsselloch“.

Für den jungen Jimmy ist sie unbedeutend und auch Roland ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass diese für ihn die vielleicht wichtigste Erzählung auf dem Weg zum dunklen Turm sein wird …

„Die Zeit ist ein Schlüsseloch … Manchmal bücken wir uns, um hindurchzusehen, und der Wind der durchs Schlüsselloch bläst, ist der Atem des gesamten lebenden Universum …“

 

Hintergrund

„Wind“ kann man sicherlich schnell zwischen Band 4 (Glas) und Band 5 (Wolfsmond) einordnen, wo er auch kategorisch angesiedelt ist.

 

Lesen oder sein lassen?

Auf jeden Fall lesen.

Allerdings ist der Roman nur etwas für Leser, die bereits die Teile 1-4 gelesen haben.

 

Fazit

Wer die Dunkle-Turm-Saga aufmerksam gelesen hat – und das ist schwieriger als manch einer denkt – wird mit Sicherheit sehr skeptisch einer Rückkehr in die Welt dorthin gegenüberstehen. Doch am Ende des Buches bereut man es gewiss nicht – im Gegenteil: Man sehnt sich danach, denn King zeigt uns, dass noch längst nicht alles zum Dunklen Turm erzählt wurde.

Er schenkt uns hier einen sehr anspruchsvollen und dennoch lesbaren Roman vor, verzichtet auf große Zeitsprünge und schafft es dennoch, drei Geschichten übersichtlich in einer zu verfassen.

Und das Beste: Stephen King’s Lebenswerk ist auch nach seinem 8. Roman sicherlich noch längst nicht zu Ende.

 

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