The Danse Society – Seduction

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

The Danse Society – Seduction (The Society Collection)

  1. Clock
  2. Continent
  3. These Frayed Edges
  4. We’re so happy
  5. Woman’s Own
  6. Belief
  7. Ambition
  8. Godsend
  9. My Heart
  10. Falling Apart
  11. Danse/Move
  12. In Heaven (Everything Is Fine)
  13. Somewhere
  14. Hide

Eine schwarze Perle des Rocks der 80er

Die britische Band Danse Society dürfte nur den wenigsten Leuten geläufig sein und ist bestenfalls nur Kennern der Szene ein Begriff. Sehr schade wie ich finde, denn wenn man sich dieses Album zum ersten Mal anhört, wird einem erst so richtig bewusst, welch wunderbar düster-melancholische Musik man da all die Jahre verpasst hat. Dabei ist Seduction nicht nur ein einfaches Re-Release des ersten Mini-Albums von 1982, nein, vielmehr findet man so einige rare Aufnahmen auf dem Silberling, die den Erstling wunderbar ergänzen.

Was für Musik machen Danse Society nun eigentlich? Diese Frage ist nicht sehr einfach zu beantworten, da die Stücke auf diesem Album allesamt sehr unterschiedlich ausfallen, sich aber dennoch zu einem runden Ganzen fügen. Unbestritten sind die Einflüsse von Bauhaus, Joy Division oder The Cure – wer also diese Bands mag weiß nun ungefähr was ihn erwartet.

Meine persönlichen beiden Highlights sind das  tanzbare „Danse/Move“, das schon verdammt in Richtung Minimal Wave geht und durch seine hypnotischen Beats eine Sogwirkung verursacht, der man sich nicht so einfach entziehen kann. „In Heaven (Everything Is Fine)“ würde ich sogar schon als wahre Kunst bezeichnen, nicht nur das es eigentlich eine Coverversion des gleichnamigen Stückes aus David Lynchs surrealen Film Eraserhead ist, nein, durch seinen langsamen Aufbau und der zurückhaltenden Instrumentierung kommt hier wirkliche Gänsehautstimmung auf, zumal der Sänger hier sehr schwermütig den titelgebenden Text rezitiert. Generell ist das Album wohl nichts für Gute-Laune-Fetischisten, sondern eher  etwas für nachdenkliche Gemüter, die sich auch gern mal Zeit für ein Album nehmen möchten, da es anders, wie viele Pop-Scheiben, doch vielschichtiger aufgebaut ist.

Auch mal ein Lob an das Label Anagram Records, die nicht  nur das alte Album neu aufgelegt haben, sogar noch zwei bisher unveröffentlichte Stücke („Somewhere“ und „Hide“) spendiert haben, was das ohnehin schon gelungene Album noch einmal zusätzlich aufwertet. Ist es doch gerade schwer an Material von echten Underground Bands zu bekommen, freut man sich über jede verloren geglaubte Aufnahme tierisch.

Zwar hat sich die Band 2011 zu eine Art Comeback hinreißen lassen, jedoch ohne den charismatischen Sänger, Steve Rawlings, was sich dahingehend niederschlägt, dass der Band nun irgendwie das Profil fehlt.

Fazit

Jedem, der auch nur ein wenig auf richtig düsteren 80er steht, sollte sich diese Scheibe besorgen oder zumindest mal reinhören. Denn hier gibt es interessant arrangierte Düstermucke auf die Ohren, die man nicht so schnell vergisst.

 

 

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