Zeitensprung

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Zeitensprung

Peter Kraus. Electrola (Universal Music) 2014, Audio CD, € 2,36

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SAG ZUM ABSCHIED ROCKIG SERVUS!

Der Musiker:

wurde 1939 in München geboren und nahm bereits während der Schulzeit Gesangsunterricht und belegte Schauspiel- und Stepkurse. Entdeckt wurde er 1956 von Produzent Gerhard Mendelson. Kraus´ erste Single war die deutsche Version des Little-Richard-Klassikers „Tutti Frutti“. Schnell entwickelte er sich zum Teenageridol. In den Folgejahren produziert er 36 Singles, die sich in der Hitparade oft selbst Konkurrenz machten. Von seinem größten Erfolg „Sugar Baby“ verkaufte er immerhin 600.000 Stück. Parallel dazu machte als Schauspieler Karriere und avancierte mit Connie Froebess zu dem Traumpaar der 50er Jahre. Später arbeitete er fürs Fernsehen, moderierte Shows, drehte weiter Filme und ging regelmäßig auf Tournee. ist seit 1969 verheiratet und lebt in der Schweiz.

Das Album:

Am 18.März feierte Peter Kraus seinen 75. Geburtstag. Zu diesem runden Jubiläum hat er sich dazu entschlossen, einen Schnitt zu machen. Er wird nach rund 60jähriger Bühnenkarriere ein letztes Mal auf Tournee gehen und legt mit „Zeitensprung“ ein neues Album vor, das bis auf einen Titel aus Coverversionen bekannter Popsongs besteht, die er im Rockabillysound der 50er Jahre präsentiert.

Ein gutes Jahr nachdem Volksbarde ein Coveralbum auf den Markt geworfen hat, nun also Peter Kraus, der in einem Interview verriet, dass man schon an dem Album gearbeitet habe, als sein Werk veröffentlichte. Elf ganz unterschiedliche Titel hat der ewig jugendliche Sunnyboy aufgenommen – von bis Fettes Brot.

Auch nach mehrmaligen Hören will der letzte Funke bei mir nicht überspringen. Zum einen liegt es daran, dass der Versuch, die Songs in die 50er zu beamen nicht wirklich geklappt hat, zum anderen passen (für meinen Geschmack) manche Titel einfach nicht zu ihm. So klingen „Lila Wolken“ (von Meteria), „Hamma!“ (Culcha Candela) oder „Emanuela“ (Fettes Brot) eher bemüht als locker. Auch die Lindenbergnummer „Ein Herz kann man nicht reparieren“, die Pathosnummer „Gib mir Sonne“ von Rosenstolz oder der Weltenretter von wollen nicht wirklich zünden. Komplett verzichtet hätte ich auf „Alles nur geklaut“. Zum einen ist dieser Song bei Heino zu finden, zum anderen funktioniert auch hier die Rockabillyversion nicht.

Das auf diesem Album die derzeit omnipräsente Helene Fischer dabei ist, versteht sich fast von selbst, zumal Peter Kraus ja im Dezember Gast in ihrer Fernsehshow war. Gemeinsam geben sie das Duett des Fischer-Songs „Wär´ heut´ mein letzter Tag“. Leider ist die Mischung dieses Duettes so, dass die Stimmen nicht wirklich miteinander harmonieren.

Dreimal gelingt es Peter Kraus dann doch, mich mit seinen Coverversionen zu begeistern. „Jugendliebe“ (von ), „Verlieben, Verloren, Vergessen, Verzeihen“ (Wolfgang Petry) und „Applaus Applaus“ (Sportfreunde Stiller) sind richtig gut geworden. Und dann gibt es noch die einzig neue Nummer: „Sag´ beim Abschied rockig Servus“. Hier lässt Peter Kraus sein musikalisches Leben noch einmal augenzwinkernd Revue Passieren. Und das so gut, dass man sich fragt, warum er sich nicht lieber dazu entschlossen hat, mit eigenen Songs einen richtigen Kracher als letztes Album zu produzieren.

Trackliste:

01 – Lila Wolken

02 – Ein Herz kann man nicht reparieren

03 – Hamma!

04 – Gib mir Sonne

05 – Emanuela

06 – Jugendliebe

07 – Verlieben, Verloren, Vergessen, Verzeih´n

08 – Nur noch kurz die Welt retten

09 – Applaus, Applaus

10 – Wär´heut´mein letzter Tag (Duett mit Helene Fischer)

11 – Alles nur geklaut

12 – Sag´ beim Abschied rockig Servus

 

Fazit:

Mit „Zeitensprung“ sagt Peter Kraus nach gut 60 Jahren im Showgeschäft Goodbye. Ironischerweise ist ihm mit diesem Album der höchste Charteinstieg seiner Karriere gelungen. Ein Erfolg, den ich ihm gönne, obwohl mich das Album nicht ganz überzeugen konnte. Die Musik ist gut, aber der letzte Funke wollte nur selten überspringen.

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