15 Jahre Deutschrock & SKAndale

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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

15 JAHRE UND KEIN BISSCHEN LEISE!

Die Band:

2001 gründeten (Gitarre, Gesang) und Jonas Notdurfter (Gitarre) in Brixen, Südtirol eine Band. Schon bald stießen Jochen Gargitter (Bass) und Christian Fohrer (Schlagzeug) dazu und waren geboren. Geprägt durch Bands wie Rammstein, Subway To Sally und vor allem den Böhsen Onkelz wenden sich dem Deutschrock zu. 2002 erscheint ihr Debütalbum „Eines Tages“. Zu Kontroversen führt die angeblich politische Einordnung der Band. Immer wieder besingen sie ihre Heimatliebe zu Südtirol und die damit verbundenen deutschsprachigen Wurzeln und werden dadurch von manchen Medien in Richtung Neo-Nazi-Szene geschoben. In Interviews und anderen Statements macht die Band aber mehr als einmal deutlich, das sie keine politisch gesinnte Musikgruppe sind und das sie sich klar vom Links- und Rechtsextremismus distanzieren.

Das Album:

Zu ihrem 15jährigen Bandjubiläum haben sich die Musiker aus Südtirol etwas Besonderes ausgedacht. Neben einem umjubelten und restlos ausverkauften Konzert in der Berliner Wuhlheide, sollte jeder Besucher noch etwas geschenkt bekommen. Gesagt, getan. Zu diesem Zweck sind Philipp Burger und seine Mannen ins Studio gegangen, um ein Album aufzunehmen, dass am Konzertabend gratis an alle Besucher verteilt wurde und das dann doch seinen Weg in den Handel gefunden hat.

„15 Jahre Deutschrock & SKAndale“ ist kein reguläres neues Studioalbum, auch wenn es sich um elf neue Tracks handelt, die hier eingespielt wurden. Vielmehr hatte die Band Lust, etwas zu experimentieren und vor allem die Ska- und Bläserelemente in den Vordergrund zu stellen, die man von Frei.Wild-Songs wie „Wer weniger schläft ist länger wach“ oder „Weil du mich immer nur verarscht hast“ bereits kennt.

So sind elf Tracks entstanden, die wie beim sagenhaft guten Album „Still“ zeigen, das Frei.Wild ein sehr großes Repertoire haben. Flotte Rhythmen, satte Bläsersätze und der für Frei.Wild typische Druck haben einige Songperlen entstehen lassen. Da feiert man sich und seine Fans („15 Jahre mit euch, 15 Jahre zusammen, 15 Jahre Frei.Wild“), da werden eigene Schwächen erkannt („Bin kein Held, aber Mensch bin ich“) oder es wird in „Willig, sexy und perfekt“ eine Geschichte erzählt, die ein wenig an Susie erinnert. Das alles ist sehr melodiös und geht sofort ins Ohr. Mit „Yeah, Yeah, Yeah (Darf ich bitten Lady?)“, „Im Zweifel nicht für dich“ und „Hart am Wind“ gibt es zudem drei Songs, die durchaus das Potential haben, es dauerhaft ins Liveprogramm von Frei.Wild zu schaffen.

Trackliste:

01 – Melodien der Zeit: Preludio

02 – Yeah, Yeah, Yeah (Darf ich bitten Lady?)

03 – Im Zweifel nicht für dich

04 – Hart am Wind

05 – Willig, sexy und perfekt

06 – 15 Jahre mit euch, 15 Jahre zusammen, 15 Jahre Frei.Wild

07 – Mein Lachen, dein Leiden

08 – The World Goes Down

09 – Bin kein Held, aber Mensch bin ich

10 – Wir sind viele

11 – 15 Jahre mit euch, 15 Jahre zusammen, 15 Jahre Frei.Wild (Country Version)

 

Fazit:

Frei.Wild stehen nicht nur für satten Deutschrock und kontroverse Diskussionen, sondern auch für den Mut, immer wieder musikalische Experimente zu wagen. Neben dem Akustikalbum „Still“ ist auch dieses Jubiläumsalbum ein Volltreffer, der etwas überraschend Platz 2 der deutschen Charts enterte, wenn man den Ansatz bedenkt, der diesem Werk zu Grunde liegt (ein Gratisgeschenk an die Fans). Wenn dabei solch gute Musik herauskommt, sind alle innerhalb der Frei.Wild-Familie glücklich und die Kritiker raufen sich die Haare…

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