A Whisp Of The Atlantic

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

FÜNF SONGS FÜR DIE EWIGKEIT!

Die Band:

1995 gründete Sänger Björn Stind in Schweden die Band Inferior Breed, die sich zwei Jahre später in Soilwork umbenannt hat. 1998 debütieren sie mit dem Album „Steelbath Suicide“. 2001 folgt der Wesel zum großen Szenelabel Nuclear Blast. Mit dem Album „A Predators Portrait“ wird erstmals die internationale Öffentlichkeit auf die schwedische Band aufmerksam. Zusammen mit In Flames oder At The Gates zählen Soilwork zu den prägenden Bands des Melodic Death Metal. Auf ihren jüngsten Veröffentlichungen arbeitete die Gruppe zunehmend mit klaren Gesangspassagen und Keyboardelementen, wodurch sie ihre Hörerschaft weiter vergrößert haben.

Das Album:

Nach Erscheinen ihres letzten Albums „Verkligheten“, das durchaus als Meilenstein des Melodic Death Metals angesehen werden kann, schoben Soilwork noch die ebenso grandiose EP „Underworld“ hinterher und begannen im Oktober 2019 mit der Veröffentlichung einer weiteren , bestehend aus den Songs „Feverish“, „Desperado“ und „Dead Diviner“. Gerade der letzte genannte Titel vereint sämtliche Stärken der Band und ihre derzeitige Ausnahmestellung und ist für mich darüber hinaus ein echter Anwärter auf den Titel „Song des Jahres 2020“ ist.

Jetzt entschlossen sich die Schweden darüber hinaus, diese Songs mit zwei weiteren auf eine neuerliche EP zu packen. „A Whisp Of The Atlantic“ lautet der Titel des Werks, dessen Qualität wirklich über allem steht, was in diesem Musiksegment in diesem Jahr auf den Markt kam. „The Nothingness And The Devil“ machte im Vorfeld der Veröffentlichung deutlich, dass die Schweden die großen Songs scheinbar in Masse in ihrer Schublade haben. Anders ist es kaum zu erklären, wo sie diese grandiosen Stücke herholen, die Härte und Melodie vereinen, wie man es von derzeit keiner anderen Band kennt.

Und dann ist da noch der Titelsong. Fiel es mir bis jetzt schon schwer, die Superlativen zurückzuhalten, lasse ich jetzt den Fanboy in mir freien Lauf uns fange einfach mal an, hoffnungslos zu schwärmen. Schon die Spielzeit von fast siebzehn Minuten lässt ahnen, was da für ein Monster auf den Hörer zukommt. In dieser Kategorie sind bisher „The Poet And The Pendulum“ von Nightwish oder „The Raven Child“ von meine Favoriten. Bis jetzt, denn jetzt kommen Soilwork und pulverisieren aus dem Stand diese beiden Songs. „A Whisp Of The Atlantic“ ist der perfekte Song, der Melodic Death Metal in all seinen Facetten, und zum Ende hin sogar Jazz in sich vereint! Was hier geboten wird, kann man nur mit dem Superlativ grandios bezeichnen! Growls, Cleargesang, Melodie, Härte, Abwechslung. Das ist der Stoff, aus dem nicht nur Metalträume sind. 

Trackliste:

01 – A Whisp Of The Atlantic

02 – The Nothingness And The Devil

03 – Feverish

04 – Desperado

05 – Death Diviner

Fazit: 

Fünf Songs für die Ewigkeit! Auf dieses ganz einfache Fazit kann man „A Whisp Of The Atlantic“ reduzieren. Fünf Titel, die allesamt das Zeug zum Klassiker eines Genres haben, dem viele Stagnation vorwerfen. Wenn es eine Band gibt, die den Melodic Death Metal nicht nur am Leben hält, sondern mit so viel Frischzellenkuren wie nur möglich belebt, dann ist es Soilwork! Seit einigen Jahren haut die Band einen Meilenstein nach dem anderen raus und ist, wieder einmal, auf dem Höhepunkt ihres Schaffens angekommen! Das ist kein Anwärter auf den Titel „Album des Jahres“, das ist mit glasklarer Gewissheit DAS Album des Jahres 2020!

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 5

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