Achtung

Autorenwertung
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  • Stimme
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ALLE ACHTUNG!

Die Band:

Seit mehr als 30 Jahren touren und seine Mannen durch die Lande und haben sich zu einer der beständigsten und erfolgreichsten deutschsprachigen Bands entwickelt. Der Durchbruch der Band kam bezeichnenderweise mit dem ersten Livealbum aus dem Jahr 1992. Der kommerziell größte Erfolg war das mehrfach platingekrönte Album „Abenteuerland“. Mit den danach folgenden Alben konnten nicht mehr ganz an diesem Erfolg anknüpfen. Allerdings können sie sich auf eine treue Fangemeinde verlassen, die auch in schweren Zeiten der Band zur Seite stand. Nach den Alben „Was ist Passiert“ und „Es ist wie es ist“, die auch bei den Fans mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurden, legten mit den Alben „Wünsche“ und „“ wieder bessere Werke vor. In diesem Jahr machte Hartmut Engler als Teilnehmer beim Tauschkonzert „Sing meinen Song“ von sich reden.

Das Album:

Für das fünfzehnte Studioalbum hat sich die Band aus Bietigheim-Bissingen viel vorgenommen. Wollte man doch die bekannten Pur-Trademarks in einen modernen und zeitgemäßen Soundteppich kleiden. Bereits die erste Single „Achtung“ ist ein Schritt in diese Richtung. So frisch und inspiriert klagnen Pur lange nicht mehr, zumal der Text absolut großartig ist. Ein Song, der für das Album einiges erwarten und erhoffen ließ. Dann wurde bekannt, dass die Teilnahme am Tauschkonzert Früchte trägt und Pur einen Song gemeinsam mit singen. „Wer hält die Welt“ eröffnet das Album. Und wie! Ein moderner Sound, ein ausdrucksstarker Text und die Stimmen von Hartmut Engler und machen den Song zu einer der besten Pur-Nummern der letzten Jahre.

Aber auch die restlichen Titel können überzeugen. Mit „Heimwehland“, „Guter Stern“ und „Fallschirm“ gibt es drei schnellere Pur-Songs, die es durchaus mit Titeln aus der erfolgreichen Seiltänzerland-Zeit aufnehmen können. Bei „Lichter aus“ spielt man mit ein paar ungewohnten elektronischen Beats. Textlich greift Hartmut Engel hier die Flüchtlingsdebatte auf, wobei der Text bereits vor etwas mehr als einem halben Jahr entstanden ist.

Natürlich spielen auch die ruhigen Töne eine große Rolle bei Pur. Auch „Achtung“ kommt daher mit einigen Balladen daher. Den Auftakt bildet „Vermiss dich“. Ein starker Song mit einem hörenswerten und tiefsinnigen Text. Wer jetzt aber denkt, dass sich Hartmut Engler wieder einmal selbst besingt und therapiert, irrt. Der Text ist fiktiv, aber deshalb nicht weniger schlecht. Ganz anders ist dies bei „Gemeinsam“. Der Song ist seiner aktuellen Lebensgefährtin gewidmet, aber so verfasst, dass er auch jedem anderen Pärchen gut zu Gesicht steht. Mit „Anni“ gibt es dann wieder ein sehr persönliches Lied. Die inoffizielle Fortsetzung des Tango hat Hartmut Engler seiner Mutter zum 90. Geburtstag gewidmet. Auch wenn der Song nicht ganz die Klasse des Tango besitzt, ist dies ein echtes Albumhighlight.

Echte Ausfälle, wie der Katzensong „Lucy“ vom letzten Album sind diesmal nicht dabei. Mir persönlich gibt „Die Welle“ wenig. Der Song erinnert mich an die Buckelwale vom „Mittendrin-Album“, mit dem ich auch nicht richtig warm geworden wurde.

Nach der kurzen aber sehr schönen Pianonummer „Manchmal wenn ich traurig bin“, gibt es noch die Kinderchorversion von „Achtung“, der zugunsten der Toni-Kroon-Stiftung aufgenommen wurde und „Wer hält die Welt“ ohne Xavier.

Trackliste:

01 – Wer hält die Welt (feat. Xavier Naidoo)

02 – Heimwehland

03 – Vermiss dich

04 – Achtung

05 – Guter Stern

06 – Gemeinsam

07 – Lichter aus

08 – Die Welle

09 – Nimm dir

10 – Land in Sicht

11 – Anni

12 – Fallschirm

13 – Manchmal wenn ich traurig bin

14 – Achtung (mit Kids / zu Gunsten der Toni-Kroos-Stiftung)

15 – Wer hält die Welt

 

Fazit:

Seit nunmehr 24 Jahren (seit dem Album „Nichts ohne Grund“) warte ich gespannt auf das jeweils nächste Pur-Album. Zusammen mit der Tatsache, dass ich die Band schon über zehnmal Live gesehen habe, würde ich mich durchaus als großer Fan bezeichnen. Trotzdem versuche ich das Schaffen von Pur differenziert zu sehen. Dabei gab es Alben, die mal grandios („Seiltänzertraum“) und mal ein wenig flach („Es ist wie es ist“) waren. Ein wirklich schlechtes Alben war nicht bisher nicht dabei, sonst hätte sich die Band bis heute auch nicht halten können.

Für das aktuelle Werk „Achtung“ kann ich nur sagen: Alle Achtung! Das Album gehört mit Sicherheit in die obere Region der Band-Discografie. Titel wie „Wer hält die Welt“, „Achtung“ oder „Heimwehland“ haben das Zeug, auch auf künftigen Tourneen gespielt zu werden. ja, einmal mehr kann man sich auf die Tour freuen, denn live hat die Band noch nie versagt. Und daher: Wir sehen uns beim Konzert!

 

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