Alles hat seine Zeit – Best Of Unheilig 1999 – 2014

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  • Songauswahl
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ALLES HAT SEINE ZEIT!

Die Band:

Einem breiten Publikum ist um Sänger und Songschreiber „Der Graf“ seit 2010 ein Begriff, als der Band aus Aachen mit dem Album „Große Freiheit“ und der Hitsingle „Geboren um zu leben“ der Durchbruch gelang. Das Album mauserte sich zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Album aller Zeiten und verschaffte der Band eine unglaubliche Medienpräsenz, die vom Bundesvision Song Contest, den sie mit „Unter Deiner Flagge“ gewannen, bis hin zur ZDF-Sendung „Willkommen bei Carmen Nebel“ reichte. Gerade mit dieser so genannten Massenkompatibilität vergraulte der Graf viele Fans der ersten Stunde, die größtenteils aus der Gothic-Szene stammen und ihrem einstigen Idol nunmehr Schlagertümmelei vorwerfen.

Das Album:

Als der Graf und seine Band im Frühjahr versuchten, Deutschland beim Eurovision Song Contest zu vertreten (sie verloren den Vorausscheid gegen die Newcomer von Elaiza), erschien im Fahrwasser der Veranstaltung das erste Best Of Album der Band. Seit dem Erfolg ihres Albums „Große Freiheit“ werfen Kritiker und Fans der ersten Stunde der Band vor, sich dem seichten Massengeschmack zu öffnen und die harte und düstere Vergangenheit der Gothic-Szene in den Hintergrund zu drängen.

Neunzehn Titel präsentiert der Graf seinen Hörern, die ein Querschnitt aus seinem Schaffen sind. Natürlich wird jeder Hörer eine andere Vorstellung davon haben, welche Titel auf dieses Album gehören. Mit jeweils drei Songs sind die beiden letzten Alben „“ und „Große Freiheit“ natürlich am stärksten vertreten. Doch es ist nicht so, dass der Graf seine Vergangenheit verleumdet. Sieben Songs stammen aus der Zeit vor dem großen Durchbruch, wobei mit „Spiegelbild“, „Freiheit“ und „Sage Ja!“ absolute Highlights dieser Zeit den Weg auf das Album gefunden haben.

Neben den beiden instrumentalen Ein- und Ausleitungen „Zeitgeist“ und „Rückblende“ sind zwei neue Titel enthalten, nämlich die, mit denen sich Unheilig für den ESC beworben haben: „Als wär’s das erste Mal“ und „Wir sind alle wie eins“. Beide Titel orientieren sich klar am „neuen“ Sound der Band… sprich, sie sind massenkompatibel und mir fast schon zu seicht. Legt man nur diese Titel zu Grunde, mag man kaum glauben, dass Unheilig früher oft mit Rammstein verglichen wurden. Allerdings muss man der Fairness halber sagen, dass der Graf auch schon damals sehr softe Balladen geschrieben hat. Als Beispiel sei hier der Titel „Astronaut“ vom Album „Moderne Zeiten“ genannt.

Trackliste:

01 – Zeitgeist

02 – Geboren um zu leben

03 – Als wär’s das erste Mal

04 – Wir sind alle wie eins

05 – Lichter der Stadt

06 – Wie wir waren (feat. Andreas Bourani)

07 – Für immer

08 – Winter

09 – So wie du warst

10 – Unter deiner Flagge

11 – An deiner Seite

12 – Spiegelbild

13 – Freiheit

14 – Sage Ja!

15 – Astronaut

16 – Maschine

17 – Schutzengel

18 – Stark 2012

19 – Rückblende

 

Fazit:

„Alles hat seine Zeit“ ist ein gelungener Querschnitt aus fünfzehn Jahren Unheilig. Ich begleite die Band schon einigen Jahren und finde die Kompilation ausgewogen, zumal sie die Banderfolge auch passend wiederspiegelt. Allerdings würde ich mich freuen, wenn das gerade angekündigte nächste Album „Gipfelstürmer“ wieder etwas düsterer und rockiger klingen würde. Die alten Fans würden sich freuen und die neuen dies sicherlich verkraften.

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