Amon Amarth – The Great Heathen Army

AUFTAKT DER MELODIC DEATH METAL FESTSPIELE 2022!

Die Band:

Amon Amarth gingen 1992 aus der Grindcoreband Scum hervor. Ihr Bandname leitet sich vom gleichnamigen Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe ab. Nach dem Einstieg von Sänger Johann Hegg wandte sich die Band dem Death Metal zu. Ihre erste Veröffentlichung war ein Demotape bei einem singapurianischen Label, bevor 1998 ihr Debütalbum „Once Sent From The Golden Hall“ erschien. Mit dem dritten Album „Versus The World“ gelang ihnen der Durchbruch. 2004 traten Amon Amarth erstmals in Wacken auf. Mit den folgenden Alben etablierten sich die Schweden als eine der Vorzeigebands des Death Metals. 

Das Album:

Nachdem mich das letzte Album „Berserker“ nicht komplett überzeugen konnte, war ich sehr gespannt, in welche Richtung es mit dem neuen Werk gegen würde. Die Rückkehr von Andy Sneap auf den Produzentenstuhl wertete ich als gutes Zeichen, haben mir die von ihm produzierten Alben „Deceiver Of The Gods“ und „Jomsviking“ mehr zugesagt. Dabei wollte die Band zwei Dinge schaffen: Sich weiter entwickeln und trotzdem zu ihren Wurzeln zurückkehren. Das mag widersprüchlich klingen, doch dieses Vorhaben ist gelungen.

Mit nur neun Tracks und einer Spielzeit von rund 42 Minuten hat man sich auf das Wesentliche beschränkt. Ist das überzeugend, ist diese Vorgehensweise vollkommen in Ordnung. Mit der Single „Get in The Ring“ und dem Titelsong „The Great Heathen Army“ stehen gleich zwei ganz starke Nummern am Anfang, die genau diese beiden Ziele umsetzen. Auch der weitere Verlauf macht richtig viel Spaß. „Find A Way Or Make On“ zeigt die moderne, fast schon melodiöse Seite der schwedischen Vikionger, während die eben genannten Tracks oder „Dawn Of Norsemen“ die ältären Stärken betonen. 

In „Saxons And Vikings“ liefert sich Sänger Johan Hegg ein Duell mit dem Saxon-Frontmann Biff Byford, wobei es gut gelingt, die klare und sehr helle Stimme Byfords in den eher düsteren Sound von Amon Amarth einzubetten. Ein bärenstarkes Duett. Nur der Rausschmeißer „The Serpents Trail“ hat mich nicht abholen können. Ich bleibe dabei, dass Amon Amarth im Midtempo oder gar balladesken Bereich nicht unbedingt zu Hause sind.

Trackliste:

01 – Get In The Ring

02 – The Great Heathen Army

03 – Heidrun

04 – Oden Owns You All

05 – Find A Way Or Make One

06 – Dawn Of A Norsemen  

07 – Saxons And Vikings

08 – Skagul Rides With Me

09 – The Serpents Trail

Fazit:

Amon Amarth eröffnenden die Melodic Death Metal Festspiele 2022. In den nächsten beiden Wochen folgen Alben von Arch Enemy, Soilwork und den überaus interessanten Newcomern von The Halo Effect. Und auch In Flames stehen in Warteposition. Mit „The Great Heathen Army“ haben Amon Amarth eine kräftige Duftmarke gesetzt. Acht ganz tolle Songs, legen die Messlatte schon recht hoch. Es ist sicher nicht das beste Werk der Band um Johan Hegg, doch es ist ein Album, welches zurecht zahlreiche Polls gewonnen hat und das Fans der Gruppe und dieses Genres mehr als zufriedenstellen wird.

Bewertung:

Musik: 4,5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Abwechslung: 4,5

Hörspaß: 4,5

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