Andreas Eschbach – 1 Billion Dollar

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Lesbarkeit
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  • Geschichte
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  • Anspruch
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Christopher | Rezensionsdatum:

John Salvatore Fontanelli schlägt sich in New York mehr schlecht als recht durch, doch dann erfährt er, dass er erben soll. Die italienische Vermögensverwalterfamlie Vacchi eröffnet ihm, dass er aus einem Testament aus dem 16. Jahrhundert erben soll. Nicht weniger als eine Billion soll er erben. Damit ist er reicher, als die 200 reichsten Menschen zusammengenommen. Allein durch den Zins seines Vermögens verdient der ehemalige Gelegenheitsarbeiter mehr an einem Tag, als er ausgeben kann. Doch sein Vorfahre Giacomo Fontanelli hatte damals eine Vision, die mit dem Geld verwirklicht werden sollte. Der Menschheit sollte die verlorengegangene Zukunft mit dem Geld wiedergegeben werden.

Da John von solchen Dingen überhaupt keine Ahnung hat nimmt er die Hilfe des Investmentberaters Malcolm McCaine nur allzu bereitwillig an. Zusammen mit McCaine errichtet John ein Imperium das mittels Macht die Ideen zur Verbesserung der Menschheit herstellen sollen. Die Praktiken McCaines kommen John aber zusehens suspekt vor und die Zukunft scheint im Verlauf mehr denn je gefährdet.

 
Frei erfundene Protagonisten
Andreas Eschbach entwirft in seinem Roman eine Zukunft, die zwar an den normalen Ereignissen angelehnt ist, wie etwa der Tod Lady Dianas, aber die Entwicklungen der Protagonisten sind frei erfunden. Dadurch gewinnt der Roman Authentizität, der die Geschichte immer in einem Licht des Machbaren erscheinen lässt. Zugleich bewegt sich die Geschichte zu Anfang auf einer ethischen Ebene und stellt indirekt die Frage an den Leser: Was würdest du machen? Entsprechend der herkömmlichen Antwort kauft John zunächst teure Spielzeuge und genießt seine entstehende Macht bei Managern, Politiker und vor allem Frauen. Doch bei allem Reichtum verliert der Protagonist nicht seine Prophezeiung aus den Augen.

Gespickt wird die Geschichte neben den authentischen Ereignissen mit wirtschaftlichen Informationen: Wertschöpfungsfaktor, Zins-Erhebungen, die Prognosen des Club of Rome, Bevölkerungsentwicklungen, Bankwesen und vieles mehr. Dabei sind die Hochkomplexen Sachverhalte nie in unverständlicher Lehrbuchmanier verfasst, sondern in einfachen Worten und klar verständlich. Eben so wie es ein Gescheiterter verstehen müsste. Auch hierdurch gewinnt das Buch an Inhalt. Nicht nur die philosophischen Aspekte, sondern auch die wirtschaftlichen Erklärungen schaffen es ein komplexes Buch zu entwerfen, dass dabei nicht aus dem Ufer läuft. Es bleibt in seiner Geschichte stringent und verständlich. Man begleitet den Protagonisten auf den wohlbekannten Pfaden des schnellen Reichtums, der Intrigen und Einsamkeit. All dies wirkt unglaublich authentisch und lässt die 700 Seiten schnell verstreichen.

 
Fazit
Für das Buch musste Andreas Eschbach nicht nur ein Gebiet unseres täglichen Lebens genau erforschen, sondern mehrere, um ein solche grandioses Buch zu bewerkstelligen. Auch wenn es nur eine fiktionale Zukunftsdeutung ist, so besitzt sie durch ihre Parallelen zur wahren Ereignissen eine Authentizität, dass die Geschichte für wahr angenommen werden kann. Zugleich entwirft der Autor in seiner Geschichte eine für mich scheinbar plausible Lösung, die grunddemokratische Züge aufweist, die auch in unserer heutigen Zeit wünschenswert wären. Insofern hat Eschbach damit alles richtig gemacht. Fazit: Wer wissen will, wie sich unsere Welt entwickeln sollte, muss das Buch lesen.

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