At The Gates – The Nightmare Of Being

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

EXPERIMENTELL UND KANTIG!

Die Band:

Im Jahr 1990 ging aus der schwedischen Band Grostesque die Band hervor. Mit ihrer ersten Demoaufnahme ergatterte sich die Gruppe einen Plattenvertrag. erschien das Debüt „The Red in The Sky is Ours“. Mit ihrem dritten Werk „Terminal Spirit Disease“ wurden sie zum Wegbereiter des Melodic Death Metals. 1996 gaben sie das vorläufige Aus bekannt. Sänger Tomas Lindberg schloss sich in dieser Zeit anderen Projekten und Bands an. Im Sommer 2008 sollten ein paar Reunion-Konzerte, unter anderem bei Wacken Open Air, das endgültige Aus besiegeln. Doch es kam anders. Die Band blieb zusammen und veröffentlichte 2014 ihr bis dato erfolgreiches „At The War With Reality“. 

Das Album:

Nach den durchweg positiven Kritiken zu ihrem letzten Album „To Drink From The Night Myself“ war man sehr gespannt, welchen Weg At The Gates für ihren neuen Longplayer würden einschlagen. Im Vorfeld gab es aussagen, dass dies das wichtigste Album der Band sein. Es ist das dritte Album nach der Reunion und hier werde sich zeigen, wohin die von At The Gates noch führen wird.

Nach dreißig Jahren im Geschäft kann man sagen, dass die Musiker allesamt alte Hasen sind. Trotzdem klingt „The Nightmare Of Being“ alles andere als routiniert. Vielmehr zeigen die fünf Schweden, dass sie immer noch bedeutungsvoll sind. Das Album bietet viel musikalische Abwechslung, ist dabei aber sicher nicht so massentauglich wie Alben, die beispielsweise von in den letzten Jahren abgeliefert wurden. „Garden Of Cyrus“ spielt mit Elementen des Prog , „Touched By The White Hands Of Death“ nimmt mit seinen Bläsern und Queerflöten Anleihen beim Jazz oder „The Fall Into Time“ kommt mit einer orchestralen Eröffnung daher. 

Das alles kommt gut rüber und wird durch die raue Stimme von Tomas Lindberg getragen, die aber auf Dauer ein wenig monoton ist. Wo At The Gates bei der musikalischen Darbietung viel Abwechslung zeigen, wäre bei den Vocals sicher noch etwas Luft nach oben. 

Trackliste:

01 1; Spectre Of Extincition

02 – The Paradox

03 – The Nightmare Of Being

04 – Garden Of Cyrus

05 – Touched By The White Hands Of Death

06 – The Fall Into Time

07 – Cult Of Salvation

08 – The Abstract Enthorned

09 – Cosmic Pessimism 

10 – Eternal Winter Of Reason

Fazit:

At the Gates bleiben eine interessante und vielschichtige Band, die dem Death Metal noch viel zu geben hat. „The Nightmare Of Being“ ist ein starkes Album, dass jede Menge Abwechslung bietet und nicht unbedingt beim ersten Hördurchgang überzeugt. Es braucht Zeit, um entdeckt zu werden, belohnt den Hörer dann aber mit einer großen Vielfalt.

Bewertung:

Musik: 4,5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 3,5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 4,5

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