Back To The 80´s: Einzelhaft

DER GRUNDSTOCK FÜR EINE TRAGISCHE WELTKARRIERE!

Der Sänger:

Johann Hölzel wurde 1957 in Wien geboren. Er wuchs in einfachen Verhältnissen aus und interessierte sich bereits früh für Musik. Im Alter von fünf Jahren wurde ihm bei einem Vorspieltermin an der Wiener Musikakademie ein absolutes Gehör bescheinigt. Mit zwanzig Jahren ging er nach West-Berlin, wo er als Jazz-Musiker Geld verdiente. In einem Hotel sah er am 1. Januar 1978 das „Neujahrsspringen“ der Vierschanzentournee, bei dem ihn DDR-Skispringer Falko Weißpflog beeindruckte. Fortan beschloss er, sich nach diesem Sportler zu benennen. Bereits sein Debütalbum „Einzelhaft“ enthielt den Hit „Der Kommissar“, der im Zuge der Neuen Deutschen Welle ein Hit wurde. Mit der Single „Rock Me Amadeus“ erreichte er sogar Platz 1 der US-Charts. 1998 kam Falco bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik ums Leben.

Das Album:

1980 war Falco noch bei der Band Drahdiwaberl aktiv. Der Produzent Markus Spiegel bot ihm daraufhin einen Vertrag an. Im Frühjahr 1981 begann die Zusammenarbeit mit Robert Pogner, der bereits eine fertige Melodie für einen Song, jedoch ohne Text hatte. Falco schrieb innerhalb von drei Tagen den Text dazu. „Der Kommissar“ wurde in Österreich ein Hit und schwappte schließlich nach Deutschland, wo er im Zuge der Neuen Deutschen Welle ein Erfolg wurde. 

Mit „Einzelhaft“ debütierte Falco und legt ein bis heute vielbeachtetes Werk vor. Manche meinen, dass er auf keinem seiner folgenden Alben, authentischer klang als hier. Mit „Ganz Wien“ und „Maschine brennt“ gab es zwei weitere Singles, die zwar nicht den Erfolg des Kommissars hatten, die aber zeigten, das Falco, anders als viele Kollegen der Neuen Deutschen Welle, keine Eintagsfliege sein sollte. Im Gegenteil. Niemand konnte ahnen, welch imposante Karriere vor dem exzentrischen Sänger liegen sollte, der bereits hier seine Liebe für provokante Texte, Rap und Rock ausleben konnte und wollte. So handelt „Zuviel Hitze“ von einer drogenabhängigen Prostituierten, deren Alltag Falco weder dramatisiert noch problematisiert. Zumal er jetzt schon ein Gespür dafür hatte, mache Themen immer wieder aufzugreifen. Wie heißt eine legendäre Textzeile in „Der Kommissar“: „Sie war jung, das Herz so rein und weiß. Und jede Nacht hat ihren Preis.“ 

Von daher lohnt es sich, insbesondere dieses Album von Falco intensiv zu hören. Sicher sollte das noch folgende Album „Falco 3“ wesentlich erfolgreicher werden, doch gerade hier sind Perlen wie „Auf der Flucht“ oder „Hinter uns die Sintflut“ zu entdecken, die den Künstler Falco bis heute ausmachen. 

Trackliste:

01 – Zuviel Hitze

02 – Der Kommissar

03 – Siebzehn Jahr

04 – Auf der Flucht

05 – ganz Wien

06 – Maschine brennt

07 – Hinter uns die Sintflut

08 – Nie mehr Schule

09 – Helden von heute

10 – Einzelhaft 

Fazit:

Bereits mit seinem Debütalbum „Einzelhaft“ legte der österreichische Sänger Falco einen mehr als beeindruckenden Grundstock für seine weltweite Karriere. Hier gibt es Falco-Pur und mit „Der Kommissar“ den ersten seiner zahlreichen großen Hits. Bis heute hat das Album nichts von seiner Faszination verloren. Und ist daher für jeden ein Muss, der sich mit der Biografie dieses außergewöhnlich lachen Künstlers beschäftigt. 

Bewertung:

Musik: 5

Stimme: 5

Texte: 5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 5

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