Back To The 80`s: Time

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ZEITLOSES POP-ROCK-MUSICAL-ALBUM!

Die Band:

, Bev Bevan und Roy Wood gründeten 1970 in Birmingham die Band The Move. Inspiriert von den Beatles erweiterten sie den Sound um klassische Instrumente wie Cello oder Oboe. Nach dem ersten Album löste sich die Band auf und machte als Electric Light Orchestra weiter. Mit dem Song „Roll Over Beethoven“ gelang ihnen 1973 der erste Hit. Mitte der 1970er Jahre erreichten sie ihren künstlerischen Höhepunkt mit der Mischung aus Pop- und Rockmusik mit orchestralem Einschlag. Anfang der 1980er wandten sie sich eher der Popmusik zu, was 1986 zum vorläufigen Ende der Band führte. Nach einem Intermezzo als Part II gab es im Juni 2001 mit dem Album „Zoom“ ein Comeback. 

Das Album:

1980 gelang Jeff Lynne mit der Produktion des Soundtracks zum gleichnamigen Film „Xanadu“ ein weltweiter Erfolg. Für ihr zehntens Studioalbum gingen ELO den Weg weiter, den sie zuvor auf dem Album „Discovery“ eingeschlagen haben. Das hieß weg von der orchestralen Musik, hin zur massentauglichen Popmusik. Dabei ist Ihnen mit „“ ein Konzeptalbum gelungen, dass auch nach vierzig Jahren nichts von seiner Klasse und seiner Faszination verloren hat. Natürlich ist da der Überhit „Hold on Tight“, der gerade in Deutschland ein großer Erfolg und der mein Einstieg in die musikalische Welt des Jeff Lynne gewesen ist. Doch letztlich ist „Time“ ein Album, das in sich komplett stimmig ist und bei dem kein einiger der dreizehn Songs (inklusive Prologue und Epilogue) überflüssig ist. 

Das ist das mitreißende „Twilight“, das sind die an die Beatles erinnernden Songs „Rain Is Falling“ oder „Ticket To The Moon“, das ist eine zeitlos gute Nummer wie „The Way Lifes Meant To Be“ und das sind discoangehauchte Titel wie „Yours Truly, 2095“ oder „From The End Of The World“. Ohne Probleme könnte „Time“ heute veröffentlicht werden und würde ein Erfolg sein. Zumal das Album durchaus prägend für den Sound war, den Jeff Lynne fortan auch als Produzent an den Tag legen sollte.

Das Besondere war schon damals, dass es ganz unterschiedliche Genres verband: Rock, Pop, Musical – Jeff Lynne, Bev Bevan, Tandy und Kelly Groucutt marschieren durch alle Stilrichtungen, picken sich das Beste heraus und erzählen eine über die „Zeit“. 

Trackliste:

01 – Prologue

02 – Twilight

03 – Yours Truly, 2095

04 – Ticket To The Moon

05 – The Way Life’s Meant To Be

06 – Another Heart Breaks

07 – Rain Is Falling

08 – From The End Of The World

09 – The Lights Down

10 – Here Is The News

11 – 21st Century Man

12 – Hold On Tight

13 – Epilogue

Fazit:

„Time“ könnte genau das Album sein, dass die Beatles in den 1980er produziert hätten. Ich finde, dass es bis heute das beste Werk von ELO ist. Auf keinem anderen Longplayer der Band ist die Mischung aus Kunst und Kommerz so perfekt gelungen wie hier. Jeder Song ein zeitloser Treffer. Ein Album, dass man immer und immer wieder hören kann, ohne das es langweilig wird.

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 5

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