Besser leben mit Yoga
Kurzfazit: Klar bebildertes Yoga-Standardwerk, das auch Einsteiger nicht überfordert.
Besser leben mit Yoga: Das ganzheitliche Programm für zu Hause
22,00 € Stand: 10.08.2026
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Standardwerk mit hoher Qualität
Wie viele Yogabücher täglich auf den Markt geworfen werden, weiß man nicht, sehr wohl aber, dass ein Großteil der Werke meist sehr fahrlässig oder als bloßes Wiederholungsprogramm daherkommen. Neuerfindungen sind bei dieser Jahrtausende alten Tradition auch nicht möglich; immerhin aber kann man die bisherigen Erkenntnisse ganz wunderbar und opulent zusammenfassen, ohne dabei die Betrachter zu verschrecken. Das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum hat im Dorling Kindersley Verlag einen umfassenden Begleiter vorgelegt, der es lohnt, näher betrachtet zu werden.
Was steht in Besser leben mit Yoga?
Der Band ist als Praxisbuch aufgebaut und nicht als Lesebuch. Einfache, ungekünstelte Models demonstrieren in hunderten Bildern, wie man die klassischen und wichtigsten Yogaübungen nachvollziehen kann. Gepaart mit großer didaktischer und methodischer Feinheit haben wir es hier mit einem seltenen Fall von Klarheit, gesunder Ausrichtung und lebenswirklicher Realität zu tun.
Ohne lange Vorrede werden die einzelnen Asanas wie Kopfstand, Pflug, Rumpfbeugen, Lotussitz oder Fisch auf mehreren Seiten portraitiert. Körperlich wie geistig-seelische Wirkungen und Vorsichtsmaßnahmen als Einleitung plus eine Vielzahl von Bildern mit wunderbar einfachen Hinweisen unterstützen den Lernenden sowie die Lehrenden. Ellenbogen eng zusammen, Hüfte anheben oder Knie gestreckt lassen - in Bild und Wort ganz klare Hinweise.
Die Asanas
Der größte Teil des Buches gehört den Körperhaltungen. Jede bekommt genug Platz, um sie in Zwischenschritten zu zeigen, statt nur die Endposition abzubilden. Genau daran scheitern viele Konkurrenztitel: Sie präsentieren ein perfektes Foto und lassen den Leser mit der Frage allein, wie er dorthin kommen soll.
Atmung, Meditation und Entspannung
Neben den Asanas gibt es die üblichen Hinweise zu Atmung, Meditation, Entspannung und Ernährung. Diese Kapitel sind kompakt gehalten, erfüllen aber ihren Zweck, weil sie die Praxis einordnen, statt sie mit Weltanschauung zu überfrachten.
Übungsreihen zum Nachmachen
Ganz toll sind die Übungsreihen am Ende des Buches, die nach Schwierigkeitsgrad und nach Zeit gestaffelt sind. So kann jeder seine ganz eigene Bewegungsreihe ausführen. Wer nur zwanzig Minuten hat, findet eine passende Folge, wer eine ganze Einheit üben will, ebenfalls. Adressen mit Yogazentren und Ashrams sowie ein ausführliches Glossar runden das kompakte Buch ab.
Aufbau und Ausstattung
Der Band ist als gebundenes Buch mit sehr hohem Bildanteil angelegt und umfasst rund 250 Seiten. Die Gliederung folgt der Logik einer Yogastunde: erst die Grundlagen und die Atmung, dann die Körperhaltungen in aufsteigender Schwierigkeit, danach Entspannung, Meditation und Ernährung, zum Schluss die fertigen Übungsreihen.
Diese Reihenfolge ist wichtiger, als sie klingt. Viele Yogabücher sortieren nach Themen und zwingen den Leser, sich seine Praxis selbst zusammenzustellen. Hier ergibt sich das Programm beim Durcharbeiten von allein, und wer nur nachschlagen will, findet über das Register trotzdem sofort die gesuchte Haltung. Das Glossar erklärt die Sanskritbegriffe, ohne dass man daneben ein zweites Buch aufschlagen muss.
Praktisch relevant ist außerdem, dass die Fotos an normalen Menschen entstanden sind und nicht an Wettkampfkörpern. Wer sich beim Blättern selbst wiedererkennt, probiert eine Haltung eher aus, als wenn ihm auf jeder Seite eine unerreichbare Endposition entgegenspringt.
Für wen eignet sich das Buch?
Wahrlich ein Werk, das jeder Yogapraktizierende als Standardlektüre im Haus haben kann, wo er bei einzelnen Asanas noch mal nachschauen kann; was man aber auch genau so gut einem Einsteiger bedenkenlos in die Hand geben kann.
Anfänger
Für Einsteiger ist vor allem entscheidend, dass hier keine Extremhaltungen als Maßstab gesetzt werden. Gerade im Vergleich mit anderen großen Yogalehrbüchern, in denen sich die Meister in den körperzerreißenden Stellungen strecken, ist das hier eine wohltuende, normalsterbliche Variante und von daher auch für Anfänger sehr zu empfehlen.
Fortgeschrittene und Lehrende
Wer bereits regelmäßig übt, wird das Buch weniger von vorne bis hinten lesen als gezielt aufschlagen. Als Nachschlagewerk für einzelne Haltungen, ihre Wirkungen und die Vorsichtshinweise erfüllt es diesen Zweck sehr gut. Auch Unterrichtende finden hier saubere Formulierungen für Ansagen.
Kritikpunkte
Zu feste Anweisungen
Manchmal, aber das ist eine Krankheit vieler Yogabücher, wirken die Hinweise ein wenig zu fest; das soll heißen: was mache ich denn, wenn ich die Knie in jener Stellung nicht durchstrecken kann. Da fehlt so ein ganz klein bisschen der Hinweis zur Vorsicht und Selbstregulation. Ein Absatz zu Varianten und Hilfsmitteln hätte an mehreren Stellen gutgetan.
Anatomische Ungenauigkeiten
Einzig ein paar anatomische Schwächen fallen auf, sind aber - siehe oben - ein Grundübel medizinischen Denkens unserer Zeit. So wird in der Einleitung die natürliche Lordose, also die Krümmung der Lendenwirbelsäule, mit einem Hohlkreuz und schwachen Bauchmuskeln gleichgesetzt. Das ist dramatisch an der Natur vorbei gedacht, aber eben Status quo moderner Populär- und - noch schlimmer - Universitätsmedizin. Das nur als therapeutische Warnung, die ja eigentlich in jedes populärmedizinische Buch gehört. Ansonsten aber hebt es sich gerade von den meisten anderen, unökonomischen Werken wohltuend ab.
Wie schlägt sich das Buch gegen andere Yogaratgeber?
Der übliche Fehler vieler Yogabücher ist die Übertreibung: entweder wird die Praxis zur spirituellen Weltdeutung aufgeblasen, oder sie wird als Fitnessprogramm mit Hochglanzfotos verkauft. Dieser Band bleibt in der Mitte. Er nennt die geistige Dimension, bleibt aber praktisch, und er zeigt Körperarbeit, ohne sie zum Wettbewerb zu machen. Der hohe Bildanteil ist typisch für den Dorling Kindersley Verlag und hier ausnahmsweise kein Selbstzweck, sondern der eigentliche Nutzen des Buches.
Fazit: Lohnt sich Besser leben mit Yoga?
Das kann man als richtig kompaktes, fundiertes, ästhetisch sehr ansprechendes und didaktisch ausgereiftes Standardwerk des Yoga bezeichnen, das seine Stärken in der Praxis (also dem Hatha-Yoga) hat und für alle Praktizierenden eine lebenslange Hilfe sein kann. Wer zu Hause üben und dabei nicht raten will, ob er eine Haltung richtig aufbaut, trifft mit diesem Band eine sehr sichere Wahl. Namaste.
Häufig gestellte Fragen
Für wen ist Besser leben mit Yoga geeignet?
Das Buch funktioniert für Einsteiger ebenso wie für Fortgeschrittene. Die Übungen werden in kleinen Schritten aufgebaut und von Models gezeigt, die keine akrobatischen Extremhaltungen vorführen. Wer schon länger praktiziert, nutzt es eher als Nachschlagewerk für einzelne Asanas.
Welche Yoga-Richtung vermittelt das Buch?
Im Mittelpunkt steht die klassische Praxis des Sivananda Yoga, also im Kern Hatha-Yoga mit festem Übungsaufbau. Dazu kommen Atemübungen, Meditation, Entspannung und Hinweise zur Ernährung. Dynamische Stile wie Vinyasa oder Ashtanga sind nicht der Schwerpunkt.
Welche Übungen werden gezeigt?
Das Buch stellt die klassischen Asanas ausführlich vor, darunter Kopfstand, Pflug, Rumpfbeugen, Lotussitz und Fisch. Jede Übung bekommt mehrere Seiten mit Bildern, körperlichen und geistigen Wirkungen sowie Vorsichtsmaßnahmen. Am Ende folgen Übungsreihen nach Schwierigkeitsgrad und verfügbarer Zeit.
Kann man mit dem Buch allein zu Hause üben?
Ja, dafür ist es gemacht. Die Anleitungen sind knapp und eindeutig formuliert, die Bildfolgen führen sauber durch jede Haltung. Wer gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte trotzdem ärztlichen Rat einholen und einzelne Haltungen nicht erzwingen.
Wer steht hinter dem Buch?
Herausgeber ist das international tätige Sivananda Yoga Vedanta Zentrum, erschienen ist der Band im Dorling Kindersley Verlag. Entsprechend hoch ist der Bildanteil, typisch für DK-Sachbücher. Ein Glossar und Adressen von Yogazentren und Ashrams runden den Band ab.
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