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Besser leben mit Yoga

4,5 von 5 Redaktion · 2013-05-24 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Besser leben mit Yoga ist ein Praxisbuch des Sivananda Yoga Vedanta Zentrums im Dorling Kindersley Verlag und erhält in der Rezension vom 24. Mai 2013 4,5 von 5 Punkten. Das klar bebilderte Standardwerk zeigt die klassischen Asanas in Zwischenschritten und überfordert auch Einsteiger nicht.

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Besser leben mit Yoga: Das ganzheitliche Programm für zu Hause

Standardwerk mit hoher Qualität

Wie viele Yogabücher täglich auf den Markt geworfen werden, weiß man nicht, sehr wohl aber, dass ein Großteil der Werke meist sehr fahrlässig oder als bloßes Wiederholungsprogramm daherkommen. Neuerfindungen sind bei dieser Jahrtausende alten Tradition auch nicht möglich; immerhin aber kann man die bisherigen Erkenntnisse ganz wunderbar und opulent zusammenfassen, ohne dabei die Betrachter zu verschrecken. Das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum hat im Dorling Kindersley Verlag einen umfassenden Begleiter vorgelegt, der es lohnt, näher betrachtet zu werden.

Was steht in Besser leben mit Yoga?

Der Band ist als Praxisbuch aufgebaut und nicht als Lesebuch. Einfache, ungekünstelte Models demonstrieren in hunderten Bildern, wie man die klassischen und wichtigsten Yogaübungen nachvollziehen kann. Gepaart mit großer didaktischer und methodischer Feinheit haben wir es hier mit einem seltenen Fall von Klarheit, gesunder Ausrichtung und lebenswirklicher Realität zu tun.

Ohne lange Vorrede werden die einzelnen Asanas wie Kopfstand, Pflug, Rumpfbeugen, Lotussitz oder Fisch auf mehreren Seiten portraitiert. Körperlich wie geistig-seelische Wirkungen und Vorsichtsmaßnahmen als Einleitung plus eine Vielzahl von Bildern mit wunderbar einfachen Hinweisen unterstützen den Lernenden sowie die Lehrenden. Ellenbogen eng zusammen, Hüfte anheben oder Knie gestreckt lassen - in Bild und Wort ganz klare Hinweise.

Die Asanas

Der größte Teil des Buches gehört den Körperhaltungen. Jede bekommt genug Platz, um sie in Zwischenschritten zu zeigen, statt nur die Endposition abzubilden. Genau daran scheitern viele Konkurrenztitel: Sie präsentieren ein perfektes Foto und lassen den Leser mit der Frage allein, wie er dorthin kommen soll.

Atmung, Meditation und Entspannung

Neben den Asanas gibt es die üblichen Hinweise zu Atmung, Meditation, Entspannung und Ernährung. Diese Kapitel sind kompakt gehalten, erfüllen aber ihren Zweck, weil sie die Praxis einordnen, statt sie mit Weltanschauung zu überfrachten.

Übungsreihen zum Nachmachen

Ganz toll sind die Übungsreihen am Ende des Buches, die nach Schwierigkeitsgrad und nach Zeit gestaffelt sind. So kann jeder seine ganz eigene Bewegungsreihe ausführen. Wer nur zwanzig Minuten hat, findet eine passende Folge, wer eine ganze Einheit üben will, ebenfalls. Adressen mit Yogazentren und Ashrams sowie ein ausführliches Glossar runden das kompakte Buch ab.

Aufbau und Ausstattung

Der Band ist als gebundenes Buch mit sehr hohem Bildanteil angelegt und umfasst rund 250 Seiten. Die Gliederung folgt der Logik einer Yogastunde: erst die Grundlagen und die Atmung, dann die Körperhaltungen in aufsteigender Schwierigkeit, danach Entspannung, Meditation und Ernährung, zum Schluss die fertigen Übungsreihen.

Diese Reihenfolge ist wichtiger, als sie klingt. Viele Yogabücher sortieren nach Themen und zwingen den Leser, sich seine Praxis selbst zusammenzustellen. Hier ergibt sich das Programm beim Durcharbeiten von allein, und wer nur nachschlagen will, findet über das Register trotzdem sofort die gesuchte Haltung. Das Glossar erklärt die Sanskritbegriffe, ohne dass man daneben ein zweites Buch aufschlagen muss.

Praktisch relevant ist außerdem, dass die Fotos an normalen Menschen entstanden sind und nicht an Wettkampfkörpern. Wer sich beim Blättern selbst wiedererkennt, probiert eine Haltung eher aus, als wenn ihm auf jeder Seite eine unerreichbare Endposition entgegenspringt.

Für wen eignet sich das Buch?

Wahrlich ein Werk, das jeder Yogapraktizierende als Standardlektüre im Haus haben kann, wo er bei einzelnen Asanas noch mal nachschauen kann; was man aber auch genau so gut einem Einsteiger bedenkenlos in die Hand geben kann.

Anfänger

Für Einsteiger ist vor allem entscheidend, dass hier keine Extremhaltungen als Maßstab gesetzt werden. Gerade im Vergleich mit anderen großen Yogalehrbüchern, in denen sich die Meister in den körperzerreißenden Stellungen strecken, ist das hier eine wohltuende, normalsterbliche Variante und von daher auch für Anfänger sehr zu empfehlen.

Fortgeschrittene und Lehrende

Wer bereits regelmäßig übt, wird das Buch weniger von vorne bis hinten lesen als gezielt aufschlagen. Als Nachschlagewerk für einzelne Haltungen, ihre Wirkungen und die Vorsichtshinweise erfüllt es diesen Zweck sehr gut. Auch Unterrichtende finden hier saubere Formulierungen für Ansagen.

Kritikpunkte

Zu feste Anweisungen

Manchmal, aber das ist eine Krankheit vieler Yogabücher, wirken die Hinweise ein wenig zu fest; das soll heißen: was mache ich denn, wenn ich die Knie in jener Stellung nicht durchstrecken kann. Da fehlt so ein ganz klein bisschen der Hinweis zur Vorsicht und Selbstregulation. Ein Absatz zu Varianten und Hilfsmitteln hätte an mehreren Stellen gutgetan.

Anatomische Ungenauigkeiten

Einzig ein paar anatomische Schwächen fallen auf, sind aber - siehe oben - ein Grundübel medizinischen Denkens unserer Zeit. So wird in der Einleitung die natürliche Lordose, also die Krümmung der Lendenwirbelsäule, mit einem Hohlkreuz und schwachen Bauchmuskeln gleichgesetzt. Das ist dramatisch an der Natur vorbei gedacht, aber eben Status quo moderner Populär- und - noch schlimmer - Universitätsmedizin. Das nur als therapeutische Warnung, die ja eigentlich in jedes populärmedizinische Buch gehört. Ansonsten aber hebt es sich gerade von den meisten anderen, unökonomischen Werken wohltuend ab.

Wie schlägt sich das Buch gegen andere Yogaratgeber?

Der übliche Fehler vieler Yogabücher ist die Übertreibung: entweder wird die Praxis zur spirituellen Weltdeutung aufgeblasen, oder sie wird als Fitnessprogramm mit Hochglanzfotos verkauft. Dieser Band bleibt in der Mitte. Er nennt die geistige Dimension, bleibt aber praktisch, und er zeigt Körperarbeit, ohne sie zum Wettbewerb zu machen. Der hohe Bildanteil ist typisch für den Dorling Kindersley Verlag und hier ausnahmsweise kein Selbstzweck, sondern der eigentliche Nutzen des Buches.

Fazit: Lohnt sich Besser leben mit Yoga?

Das kann man als richtig kompaktes, fundiertes, ästhetisch sehr ansprechendes und didaktisch ausgereiftes Standardwerk des Yoga bezeichnen, das seine Stärken in der Praxis (also dem Hatha-Yoga) hat und für alle Praktizierenden eine lebenslange Hilfe sein kann. Wer zu Hause üben und dabei nicht raten will, ob er eine Haltung richtig aufbaut, trifft mit diesem Band eine sehr sichere Wahl. Namaste.

Häufig gestellte Fragen

Für wen ist Besser leben mit Yoga geeignet?

Besser leben mit Yoga eignet sich für Einsteiger und für Fortgeschrittene. Einsteiger profitieren davon, dass keine Extremhaltungen als Maßstab gesetzt werden, Fortgeschrittene nutzen das Buch als Nachschlagewerk für einzelne Haltungen.

Welche Yoga-Richtung vermittelt das Buch?

Besser leben mit Yoga vermittelt die Praxis des Hatha-Yoga nach dem Sivananda Yoga Vedanta Zentrum. Neben den Asanas behandelt das Buch Atmung, Meditation, Entspannung und Ernährung.

Welche Übungen werden gezeigt?

Besser leben mit Yoga zeigt klassische Asanas wie Kopfstand, Pflug, Rumpfbeugen, Lotussitz und Fisch auf mehreren Seiten. Zu jeder Übung gehören Bilder, körperliche und geistig-seelische Wirkungen sowie Vorsichtsmaßnahmen, am Ende stehen Übungsreihen nach Schwierigkeitsgrad und Zeit.

Kann man mit dem Buch allein zu Hause üben?

Ja, mit Besser leben mit Yoga lässt sich zu Hause üben. Das Praxisbuch zeigt jede Haltung in Zwischenschritten und gibt klare Hinweise in Bild und Wort. Kritisiert wird, dass Hinweise zu Varianten und Selbstregulation an mehreren Stellen fehlen.

Wer steht hinter dem Buch?

Besser leben mit Yoga stammt vom Sivananda Yoga Vedanta Zentrum und erschien im Dorling Kindersley Verlag. Der Band enthält hunderte Bilder, ein Glossar sowie Adressen von Yogazentren und Ashrams.

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