Betontod – Zeig dich!

Inhaltsverzeichnis
Musik

Saltatio Mortis – Finsterwacht

Musik

Daryl Hall – D

Klassik

Stephan Moccio – Legends, Myths And Lavender

ZWISCHEN PUNK UND MAINSTREAM!

Die Band:

Betontod wurde Anfang der 1990er Jahre in Rheinsberg gegründet und kam über die Bandnamen Extrem und Sniffin‘ Kills zu ihrem heutigen Namen. Vor allem durch eine unglaubliche Livepräsenz hat sich die Band in der Rockszene einen Namen gemacht. Über fünfhundert Auftritte haben Oliver Meister (Gesang), Frank Vohwinkel (Gitarre), Mario Schmelz (Gitarre), Adam Dera (Bass) und Maik Feldmann (Schlagzeug) absolviert. Höhepunkte waren dabei sicher Auftritte bei der G.O.N.D. und beim Wacken Open Air.

Das Album:

Wen es um massentauglichen Punkkrock geht, fallen einem in Deutschland spontan die Namen der Toten Hosen und Der Ärzte ein. Doch seit mehr als zwanzig Jahren treibt eine weitere Band ihr Unwesen, deren Fangemeinde kontinuierlich größer geworden ist. Die Rede ist von Betontod aus Rheinsberg. Mit Alben wie „Revolution“ oder „Vamos!“ kamen sie sogar in die deutschen Top Ten.

Gleiches gilt für ihr neues Album „Zeig dich!“, welches bis auf Platz 6 der Charts kletterte. Nur eineinhalb Jahre nach ihrem letzten Werk „Pace Per Sempre“ legen Oliver Meister und seine Mannen ihren elften Longplayer vor. „Zeig dich!“ ist so druckvoll und kräftig wie lange nicht. Schon der Opener „Brandstifter“ gibt im wahrsten Sinne des Wortes mächtig Zunder und gibt die Marschrichtung für die kommende gute halbe Stunde vor. 

Aufgenommen wurde das Album bereits vor der Pandemie. Doch da die Liveumsetzung nicht in Aussicht gestellt war, kamen andere Projekte, wie die Alben „B-Seiten“ und „Pace Per Sempre“ an die Reihe. Jetzt ist das Livegeschäft wieder da und Betontod lassen das Biest von der Kette. 

In einem Interview verriet die Band, dass man die Songs ohne große Schnörkel eingespielt hat. Das merkt man, denn es geht druckvoll nach vorn. „Zurück in Schwarz“, „Barrikaden“ oder „Totenkopf“ laden geradezu zum Moshen ein. Doch Betontod bieten auch Abwechslung. Bläser veredeln „Nie mehr St. Pauli ohne dich“, Keyboards geben „Neonlicht“ ein nettes Gewand und „Tanz im Algorithmus“ hätte gut in die Zeit der Neuen Deutschen Welle gepasst.

Trackliste:

01 – Brandstifter

02 – Zurück in Schwarz

03 – Nie mehr St. Pauli ohne dich

04 – Träumer oder Tagedieb

05 – Neonlicht

06 – Das Kapital

07 – Barrikaden

08 – Tanz im Algorithmus

09 – Diese Liebe

10 – Wir müssen hier raus

11 – Totenkopf

12 – Mehr als Legende

Fazit:

Bedingt durch die kurze Spielzeit kommt bei „Zeig dich!“ keine Langeweile auf. Im Gegenteil. Betontod legen ein starkes Album vor. Ihr energiegeladener Sound funktioniert hervorragend. Und wem die Hosen zu sehr in Richtung Massenrock abgedriftet sind, findet hier vielleicht eine etwas dreckigere Alternative. Mich begeistern Oliver Meister und seine Männer seit Jahren und dieses Album zählt für mich zu ihren besten.

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Abwechslung: 4,5

Texte: 4,5

Hörspaß: 5

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