Big Love

Autorenwertung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

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Die Band:

Mit rund 50 Millionen verkaufter Tonträger sind die erfolgreichste weiße Soulband Englands. Der Bandname leitet sich von den roten Haaren des Sängers ab, der auch, sofern es sich nicht um Coverversionen handelt, für das Songwriting verantwortlich ist. Das Debütalbum „Picture Book“ und die Single „Holding Back The Years“ waren vor allem in Großbritannien im Jahr 1985 die Popsensation des Jahres. Mit dem nächsten Album „A New Flame“ eroberten Simply Red auch die USA und wurden mit dem Grammy ausgezeichnet. Viele Hits pflastern in den kommenden Jahren ihren Weg, auch wenn die großen Erfolge Anfang der 2000er nicht mehr so üppig gesäht sind. 2007 das bis dato letzte Album „Stay“, bevor Simply Red 2010 auf eine achtmonatige Abschiedstournee gingen und fortan auf Solopfaden wandelte.

Das Album:

Anfang November 2014 überraschte Mick Hucknall mit der Ankündigung, dass Simply Red im Jahr 2015 wieder auf Tournee gingen. Noch mehr überraschte die Tatsache, dass es auch ein neues Album der Band geben sollte.

Jedoch relativierte die erste Single „Shine On“ die Vorfreude, denn ein echter Hit ist der Song nicht, wenn man bedenkt, dass Simply Red Hits wie „Fairground“ oder „Someting Got Me Started“ hatten.

Jetzt liegt „“ vor. Das erste Album seit dem 1995er „Life“, das ausschließlich aus Eigenkompositionen besteht. Leider muss man sagen, denn Mick Hucknall ist ein wenig das Händchen für echte Hits verloren gegangen. Nicht ein Song auf „“ bleibt dauerhaft im Gedächtnis. Dabei ist „Shine On“ noch einer der interessantesten. Auch „Daydreaming“ und „“ können noch etwas vom früheren Geist der Band versprühen. Der Rest ist leider recht belangloser Pop-Soul mit einer Spur uninspiriertem Jazz.

Auch stimmlich reicht Mick Hucknall nicht mehr an die alten Zeiten heran. Wenn ich an „Come To My Aid“, „Money’s Too Tight (To Mention)“ oder „Jericho“ denke und ihn heute höre, komme ich nicht umher, zu sagen – früher war alles besser. Mir fehlt einfach der Biss und die Dynamik. Die waren aber, wenn man ehrlich ist, auch nicht mehr auf den letzten Alben vor der Trennung vorhanden.

Trackliste:

01 – Shine On

02 – Daydreaming

03 – Big Love

04 – The Ghost Of Love

05 – Dad

06 – Love Wonders

07 – Love Gave Me More

08 – Tight Tones

09 – WORU

10 – Coming Home

11 – The Old Man And The Beer

12 – Each Day

 

Fazit:

Die große Liebe wird es zwischen dem Comebackalbum von Simply Red und meinem iPhone nicht geben. Im Ansatz ist sicher zu erkennen, welch toller Sänger Mick Hucknall war und welch gute Musik Simply Red einst gemacht haben. Davon ist auf „Big Love“ nicht mehr so viel zu spüren. Vielmehr kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Album und die Tour wieder ein wenig Geld in die Kasse spülen sollen. Als Hintergrundberieselung in einer Bar mag „Big Love“ ganz gut sein, aber dauerhaft höre ich mir doch lieber die ersten drei Alben von Simply Red an – denn die waren und sind bis heute ein echter Musikgenuss!

 

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