Blue Eyed Soul

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DAS GROOVT GEWALTIG!

Die Band:

Mit rund 50 Millionen verkaufter Tonträger sind die erfolgreichste weiße Soulband Englands. Der Bandname leitet sich von den roten Haaren des Sängers ab, der, sofern es sich nicht um Coverversionen handelt, für das Songwriting verantwortlich ist. Das Debütalbum „Picture Book“ und die Single „Holding Back The Years“ waren vor allem in Großbritannien im Jahr 1985 die Popsensation des Jahres. Mit dem nächsten Album „A New Flame“ eroberten die USA und wurden mit dem Grammy ausgezeichnet. Viele Hits pflastern in den kommenden Jahren ihren Weg, auch wenn die großen Erfolge Anfang der 2000er nicht mehr so üppig gesät sind. 2007 das bis dato letzte Album „Stay“, bevor 2010 auf eine achtmonatige Abschiedstournee gingen und Mick Hucknall fortan auf Solopfaden wandelte.

Das Album:

Als Simply Red vor rund vier Jahren mit ihrem Album „“ ein Comeback starteten, war das Album für mich eine der großen Enttäuschungen des Jahres. Die Band um Mick Hucknall, die dafür sorgte das ich bei „Holding Back The Years“, das erste Mal mit meiner zukünftigen Frau tanzte, mit der ich heute noch glücklich verheiratet bin, legte ein uninspiriertes und laues Album vor. Entsprechend skeptisch war ich, als ich vernahm, dass die Engländer jetzt erneut an den Start gehen. Nun gut, als ich las, dass das Album nur eine Spielzeit von 34 Minuten hat, dachte ich etwas gehässig, dass es für einen schnellen Verriss reichen würde, da ich keinerlei Erwartungen hatte. Doch es sollte anders kommen …

Schon die ersten Takte des ersten Titels „Thinking Of You“ ließen mich überrascht mit dem Kopf wackeln. Was für ein fetter Groove. Sofort kam mir „Come To My Aid“, der Opener des grandiosen Debütalbums „Picture Book“ in Erinnerung. Und so etwas wie Hoffnung keimte auf, dass Mick Hucknall und seine Jungs doch zu alter Stärke zurückgefunden haben. 

Und das haben sie tatsächlich. Getrau der Devise, dass weniger manchmal mehr ist, legen sie einen starken Song nach dem anderen vor. Da überzeugt eine soulige Nummer wie „Sweet Child“, genauso wie ein ziemlich verjazztes „Riding On A Train“, bei dem gerade die Bläsersequenzen zum Highlight des Titels wenden. Ruhige Töne wie bei „Complete Love“ oder beim abschließenden „Tonight“ sind deutlich besser, als bei „Big Love“, auch wenn man hier schon hört, dass Mick Hucknall etwas in die Jahre gekommen ist. Doch insgesamt präsentiert er sich besser als auf dem Vorgänger. 

Trackliste:

01 – Thinking Of You

02 – Sweet Child

03 – Complete Love

04 – Take A Good Look

05 – Ring That Bell

06 – BadBootz

07 – Don‘t Do Down

08 – Riding On A Train

09 – Chula

10 – Tonight

Fazit:

Wenn am Jahresende wieder die entsprechenden Sieger gekürt werden, bekommt dieses Album von Simply Red für mich in die Kategorie „Größte Überraschung des Jahres“, denn mit so einem fetten und groovigen Sound hätte ich niemals gerechnet. Wer insbesondere die ersten Alben der souligen Jungs aus Manchester mochte, sollte hier unbedingt ein Ohr riskieren. Als Anspieltipp empfehle ich „Thinking Of You“, auch wenn die Gefahr besteht, dass man durch den Media Markt tanzt. Definitiv ein tolles Album, das sicher noch einige Runden in meiner Playlist drehen wird. 

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