Bon Jovi – Forever

Inhaltsverzeichnis
Klassik

Stephan Moccio – Legends, Myths And Lavender

Musik

Axel Rudi Pell – Risen Symbol

Musik

Bon Jovi – Forever

ZWISCHEN STADION, COUNTRY, HIGHWAY UND FERNSEHGARTEN!

Die Band:

Bon Jovi zählen zu den erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien 1984 mit mäßigem Erfolg. Es folgten Tourneen als Support von Kiss oder den Scorpions. Mit ihrem dritten Album „Slippery When Wet“ gelang ihnen der internationale Durchbruch. Titel wie „Livin´On A Prayer“, „You Give Love A Bad Name“ oder „Wanted Dead Or Alive“ wurden zu weltweiten Hits. Von diesem Zeitpunkt an nahm die Erfolgsgeschichte der Musiker aus New Jersey einen Lauf. Hits wie „Keep The Faith“ oder „It´s My Life“ sind mitverantwortlich dafür, das die Band rund 130 Millionen Alben verkauft hat und auf ihren Tourneen die Stadien der Welt füllt. In den Jahren hat sich der Sound mehrfach verändert. Waren die ersten Werke klar dem Hard Rock zuzuschreiben, experimentierten sie auf „These Days“ mit Blues Rock, auf „Crush“ mit poppigen Elementen oder auf „Lost Highway“ mit Country Rock.

Das Album:

Nach dem letzten Album „2020“ war man nicht sicher, ob Bon Jovi überhaupt noch einmal ein Album rausbringen würden. Umso mehr war man überrascht, als im März ein Teaser und kurz darauf die Single „Legendary“ einen neuen Longplayer ankündigten. Dieser liegt mit „Forever“ vor und markiert das sechszehnte Werk.

Natürlich ahnt man, dass es kein zweites „New Jersey“ mehr geben wird. In den letzten Jahren wechselten sich Licht und Schatten ab und die Männer um Frontmann Jon Bon Jovi haben ihren Stil gefunden, der mit dem Glam- und Hardrock der Anfangsjahre oft nur noch wenig zu tun hat. 

So ist „Forever“ ein typisches Bon Jovi-Album der Dekade mit der Zahl „2“ am Anfang geworden. Ob es wirklich das beste Album der Band seit zwanzig Jahren ist, wie der Frontmann verlauten ließ, wage ich nicht zu sagen. Es reiht sich in die Riege der Alben ein, was aber nicht negativ oder despektierlich gemeint ist. Songs wie die erste Single „Legendary“ oder auch „Living Proof“ untermauern den Sound, der in der Überschrift meines Erachtens treffend zusammengefasst wurde. Ich verfolge das Schaffen von bon Jovi seit ihrem zweiten Album „7800 Fahrenheit“ und habe definitiv schon schwächere Alben von ihnen gehört.

Mit „Waves“ gibt es einen ersten Höhepunkt. Die echten Perlen sind eher im hinteren Bereich versteckt: „Walls Of Jericho“ „My First Guitar“ und „Hollow Man“ erreichen zwar nie den Intensität früherer Großtaten, stellen aber die Fangemeinde sicher zufrieden. Ein Schmachtfetzen wie „Kiss The Bride“ gehört ebenfalls dazu, obgleich auch hier das Bett voller Rosen unerreicht bleiben wird. 

Trackliste:

01 – Legendary

02 – We Made It Look Easy

03 – Living Proof

04 – Waves

05 – Seeds

06 – Kiss The Bride

07 – The Peoples House

08 – Walls Of Jericho

09 – I Wrote A Song For You

10 – Living In Paradise

11 – My Frist Guitar

12 – Hollow Man

Fazit: 

Die Frage, ob das Album mit Richie Sambora anders oder gar besser geworden wäre, möchte ich hier gar nicht aufmachen. Fest steht, dass „Forever“ ein durchaus gutes und hörbares Werk geworden ist. Wer die Gruppe bisher nicht mochte, braucht jetzt auch nicht mehr damit zu beginnen. Und wer harten Stadionrock erwartet, ist ebenfalls falsch. Bon Jovi bedienen eher eine breitere Masse und sind, wie ihre Fangemeinde, in die Jahre gekommen. Trotzdem hat das Album seine richtig guten Momente und mir durchaus gefallen.

Bewertung:

Musik: 3,5

Instrumentalisierung: 4,5

Stimme: 4

Abwechslung: 3,5

Hörspaß: 3,5

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