Breakin´ Outta Hell

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DIE ERBEN DER AUSTRALISCHEN GLEICH- UND WECHSELSTROMROCKER!

Die Band:

Mit elf Jahren begann Joel O´Keeffe auf seiner Gitarre, Riffs von nachzuspielen. Für ihn stand fest, dass er später Musik machen will. Davon überzeugte er auch seinen älteren Bruder Ryan, der sich für das Schlagzeug entschied. Erfolglos tingelten die Brüder mit verschiedenen Musikern umher, bis sie den Gitarristen David Roads trafen. Der Bassist Justin Street komplettierte die Combo. Ende 2005 erhielten sie bei Capitol Records einen Plattenvertrag und veröffentlichten 2007 ihr Debütalbum „Runnin´ Wild“. Von Fans und Kritikern wurden sie als die legitimen Nachfolger von AC/DC gefeiert. Tourneen mit oder den Toten Hosen folgten. 2010 erschien das zweite Album „No Guts. No Glory“, dem eine Tour und ein Headlinerauftritt auf dem Wacken Open Air folgten.

Das Album:

Drei Jahre sind seit dem letzten Longplayer ins Land gegangen. Drei Jahre, in denen ausgiebig getourt wurde. Anschließend zog man sich dann ins Studio zurück, um in Ruhe an neuem Material zu arbeiten.

Ein Blick auf die nackten Zahlen verrät wenig Masse: Elf Titel und keine vierzig Minuten Spieldauer deuten eher auf ein kurzes Vergnügen hin. Nach den ersten Takten des eröffnenden Titelsongs „Breakin´Outta Hell“ wird aber deutlich, dass es ein heftiges Vergnügen wird. Bereits dieser Song geht in bester AC/DC-Tradition dermaßen ab, dass man nur im Falle schwerster Krankheit nicht dazu genötigt wird, hier ordentlich mitzuwippen.

Nach diesem Song ist dann auch jedem Hörer klar, was ihn in der restlichen Zeit erwartet. Balladen sind etwas für Glam- oder Softrocker. Airbourne sehen sich eher als handwerkliche Berserker. Und so gibt es zehn weitere Titel, die allesamt auf die Zwölf gehen. Mal etwas gedrosselt im Midtempobereich („Rivalry“), mal als richtige Kracher („Thin The Blood“). Feingeistige Musikliebhaber oder Fans ausgefeilter Metallarrangements kommen hier eher weniger auf ihre Kosten. Ein Album von Airbourne steht immer unter dem Motto „Drei Akkorde für ein Halleluja“. Da die Songs sofort ins Blut gehen, kann man die Band durchaus als den Traubenzucker unter den Rockbands bezeichnen.

Natürlich stellt sich im weiteren Verlauf etwas Müdigkeit ein. Doch wirklich negativ macht sich das nicht bemerkbar. Dafür sind die Songs zu gut und das Album zu kurz.

Trackliste:

01 – Breakin´Outta Hell

02 – Rivalry

03 – Get Back Up

04 – It´s never Too Loud For Me

05 – Thin The Blood

06 – I´m Going To Hell For This

07 – Down On You

08 – Never been Rocked Like This

09 – When In Drink I Go Crazy

10 – It´s All For Rock N´Roll

 

Fazit:

Airbourne liefern erneut den perfekten Soundtrack für einen zünftigen Grillabend unter Männern. Während die Kohlen durchglühen, kann man zu Songs wie „Get back Up“, „Down On You“ oder jedem anderen Titel kräftig headbangen. Insgesamt etwas druckvoller als ihre Landsmänner, verwalten Airbourne sehr würdig das Erbe der Gleich- und Wechselstromrocker. Und sollten diese jetzt nach der Rock Or Bust Tour wirklich in Rente gehen, stehen die Nachfolger schon bereit.

 

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