Charité – Staffel 1

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Humor
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  • Erotik
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  • Anspruch
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

QUALITÄTSFERNSEHEN MADE IN GERMANY!

Inhalt:
Berlin ist im Dreikaiserjahr 1888 der Nabel der medizinischen Welt. Robert Koch arbeitet an der an einem Heilmittel für Tuberkulose und Emil Behring sucht nach einer Heilung für die an Diphterie Erkrankten. In dieser Situation rettet er der mittellosen Waise Ida Lenze bei einer Blinddarmoperation das Leben. Um nach ihrer Heilung die Schulden an der abzuarbeiten, muss Ida als Hilfswärterin anfangen. Hier gerät sie unter die Fuchtel der resoluten Oberschwester Martha, lernt den jungen Arztanwärter Georg Tischendorf kennen und entwickelt Gefühle für Emil Behring, den sie aus ihrer Jugendzeit kennt. Unterdessen lernt Robert Koch die junge Sängerin Hedwig Freiberg kennen und wird zum Gespött der Leute, als ihre Affäre bekannt wird.

Darsteller:
ist Ida Lenze
Maximilian Meyer-Bretschneider ist Georg Tischendorf
Justus von Dohnányi ist Robert Koch
Mathhias Koeberlin ist Emil Behring
Christoph Bach ist Paul Ehrlich
Ernst Stötzner ist Rudolf Virchow
Matthias Brenner ist Ernst von Bergmann
Thomas Loibl ist Bernhard Spinola
Emilia Schüle ist Hedwig Freiberg
Ramona Kunze-Libow ist Oberin Martha

Episodenübersicht:
01 – Barmherzigkeit
02 – Kaiserwetter
03 – Das Licht der Welt
04 – Wundermittel
05 – Götterdämmerung
06 – Zeitenwende

Produktinformationen:
2 DVD´s
Laufzeit: 300 Minuten
Sprache: Deutsch
Ton, Bild, Farbe: Dolby Digital 5.1, 16:9 – 1.77:1, PAL
FSK: ab 12 Jahre

Fazit:
Wenn sich zwei deutsche Film- und Fernsehgrößen wie Produzent und Regisseur zusammentun, ahnt man bereits, dass eine gute Produktion auf die Zuschauer zukommt. Im Fall von „Charité“ haben sich diese Erwartungen absolut erfüllt, auch wenn einige Kritiker das etwas anders sehen. Mit dem für deutsche Verhältnisse schon fast opulenten Budget von rund 1,2 Millionen Euro pro Folge wurde die Serie im Herbst/Winter 2015/2016 in Prag gedreht.

Bereits die erste Episode zieht den Zuschauer in ihren Bann. Das Script von Dorothee Schön und Sabine Thor-Weidmann ist durchdacht und eröffnet zahlreiche Handlungsschauplätze, auf deren Entwicklung man in den weiteren fünf Folgen sehr gespannt ist. Manch Kritiker bemängelte, dass zu viele Themen (Burschenherrlichkeit, Frauenstudium, lesbische Liebe) angesprochen werden. Doch dem kann ich nicht zustimmen. Im Gegenteil. All diese Elemente sorgen dafür, das Sittenbild der damaligen Zeit hervorragend darzustellen. Zudem die Serie durch die vielen kleinen Nebenschauplätze zusätzliche Spannung bekommt. Sehr schön ist auch, dass all diese Schauplätze am Ende gut aufgelöst werden.

Beeindruckend ist die Darstellung der historischen Charaktere. Justus von Dohnányi (Robert Koch), (Emil Behring) oder Ernst Stötzner (Rudolf Virchow) spielen ihre Rollenabsolut überragend. Das gilt im übrigen für den gesamten Cast und in ganz besonderem Maße auch für Alicia von Rittberg. Die Darstellerin der Ida Lenze sollte mit dieser Rolle endgültig den großen Durchbruch in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft geschafft haben.

Unterm Strich bleibt die wohltuende Erkenntnis, dass auch in Deutschland gute und anspruchsvolle Serien produziert werden können, die auch beim Publikum ankommen. „Charité“ legte in der ARD den besten Serienstart der letzten Jahre vor. Sehr erfreulich ist auch, dass die Quote konstant hoch bliebt. Daher wurde sogleich verkündet, dass es eine zweite Staffel geben wird, die zur Zeit des Nationalsozialismus spielen wird. Eine gute Entscheidung, da mich „Charité“ von der ersten bis zur letzten Folge überzeugt hat.

 

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