David Bowie - David Bowie (Deluxe Edition)
Kurzfazit: Kein Meisterwerk, aber ein reizvolles Dokument von Bowies Anfängen.
The Next Day (Deluxe Edition)
24,99 € Stand: 10.08.2026
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Zum Angebot bei Amazon →Worum geht es auf David Bowies Debütalbum?
Hier ist es also, David Bowies ominöses Debütalbum aus dem Jahre 1967, und um es gleich vorwegzunehmen: Mit dem späteren Glam Rock á la Ziggy Stardust hat dieses Material überhaupt nichts zu tun. Vielmehr kommt Bowie hier noch reichlich kindlich-naiv rüber. Alle Songs dieses Albums sind sehr eingängig und könnten mit der unschönen Beschreibung „Schlager-Rock“ bezeichnet werden, was dann aber doch zu negativ klingt, haben doch auch diese sehr frühen Aufnahmen durchaus ihren Reiz.
Statt Rockstar-Posen gibt es hier kleine Erzählungen: über einen wunderlichen Onkel, über einen Mantel, über einen Friedhofswärter. Bowie ist auf dieser Platte weniger Sänger als Miniaturenmaler.
Das Album im Überblick
David Bowie ist das Debütalbum des britischen Musikers und erschien am 1. Juni 1967 in Großbritannien beim Decca-Sublabel Deram Records. Aufgenommen wurde es zwischen dem 14. November 1966 und dem 1. März 1967 und damals sowohl in Mono als auch in Stereo veröffentlicht.
Die hier besprochene Deluxe Edition kam 2010 als Doppel-CD heraus. Sie enthält das Album in beiden Mixen sowie eine große Zahl an Bonustracks, insgesamt kommt die Ausgabe auf 53 Titel. Remastert wurde das Material von Peter Mew und Tris Penna in den Abbey Road Studios. Damit war der Mono-Mix erstmals überhaupt auf CD zu haben.
CD 1
- Uncle Arthur
- Sell Me A Coat
- Rubber Band
- Love You Till Tuesday
- There Is A Happy Land
- We Are Hungry Men
- When I Live My Dream
- Little Bombardier
- Silly Boy Blue
- Come And Buy Me Toys
- Join The Gang
- She’s Got Medals
- Maid Of Bond Street
- Please Mr. Gravedigger
- Uncle Arthur (Mono)
- Sell Me A Coat (Mono)
- Rubber Band (Mono)
- Love You Till Tuesday (Mono)
- There Is A Happy Land (Mono)
- We Are Hungry Men (Mono)
- When I Live My Dream (Mono)
- Little Bombardier (Mono)
- Silly Boy Blue (Mono)
- Come And Buy My Toys (Mono)
- Join The Gang (Mono)
- She’s Got Medals (Mono)
- Maid Of Bond Street (Mono)
- Please Mr. Gravedigger (Mono)
CD 2
- Rubber Band (Single Version)
- The London Boys
- The Laughing Gnome
- The Gospel According To Tony Day (Mono)
- Love You Till Tuesday (Single Version)
- Did You Ever Have A Dream
- When I Live My Dream (Single Version - Mono)
- Let Me Sleep Beside You (Mono)
- Karma Man
- London, Bye, Ta-Ta
- In The Heat Of The Morning
- The Laughing Gnome (Single Version - Stereo)
- The Gospel According To Tony Day (Single Version - Stereo)
- Did You Ever Have A Dream (Single Version - Stereo)
- Let Me Sleep Beside You (Stereo)
- Karma Man (Stereo)
- In The Heart Of The Morning (Stereo)
- When I’m Five
- Ching-A-Ling
- Sell Me A Coat (Remix - Mono)
- Love You Till Tuesday (BBC - Mono)
- When I Live My Dream (BBC - Mono)
- Little Bombardier (BBC - Mono)
- Silly Boy Blue (BBC - Mono)
- In The Heat Of The Morning (BBC - Mono)
Die auffälligsten Songs
Silly Boy Blue
Bereits bei einem Song wie „Silly Boy Blue“ ist der Wandel zu einem kantigeren Rocksound zu erkennen, den Bowie auf dem Nachfolger Space Oddity weiter ausbaut. Der Titel gehört zu den wenigen Stücken des Albums, die Bowie später noch einmal aufgriff.
Please Mr. Gravedigger
Zu den wirklichen Kuriositäten des Albums gehört zweifellos „Please Mr. Gravedigger“, in dem David Bowie mit verschnupfter Nase einen Text brummelt und sich sogar ein leises Niesen nicht verkneifen kann. Instrumente sucht man hier vergebens, das Stück lebt allein von Stimme und Geräuschkulisse.
The Laughing Gnome
Auf der zweiten CD findet sich „The Laughing Gnome“. Hier singt David Bowie eine Art Kinderlied und wird dabei von lustigen Gnomstimmen begleitet, die derart hochgepitcht sind, dass man einfach lachen muss. Der Song hat Bowie über Jahrzehnte verfolgt und ist heute vor allem als Anekdote bekannt, sagt aber viel über den spielerischen Zugriff des jungen Künstlers aus.
Uncle Arthur und Little Bombardier
Beide Stücke stehen exemplarisch für den erzählerischen Ton des Albums. Es sind kleine Charakterporträts mit Bläsern und Music-Hall-Anleihen, die eher an britische Popkultur der 60er Jahre erinnern als an das, was zwei Jahre später mit „Space Oddity“ folgen sollte.
Was bringt die Deluxe Edition?
Für Soundpuristen bietet diese Deluxe Edition den seltenen Luxus, alle Titel sowohl im Stereo-Mix als auch im altmodischen Mono-Mix vorliegen zu haben, was für zusätzliches Nostalgie-Feeling sorgt. 1967 wurden beide Mixe getrennt angefertigt, entsprechend deutlich sind die Unterschiede.
Auf der zweiten CD gibt es außerdem viele Tracks, die während der Aufnahmesessions des Albums entstanden sind und sich im Stil hin und wieder eklatant unterscheiden. Dazu kommen Single-Fassungen und BBC-Aufnahmen. Wer sich für die Vorgeschichte von Bowies erstem großen Erfolg interessiert, findet hier das Rohmaterial.
Für wen lohnt sich das Album?
Als Einstieg in Bowies Werk taugt diese Platte nicht, dafür sind Space Oddity, Hunky Dory oder Ziggy Stardust die besseren Adressen. Wer Bowie aber bereits kennt und wissen will, woher er kam, bekommt hier ein ungewöhnlich vollständiges Bild. Auch Sammler von 60er-Jahre-Pop und Freunde britischer Music-Hall-Traditionen finden mehr, als der Ruf des Albums vermuten lässt.
Fazit: Lohnt sich David Bowie?
David Bowies Debütalbum kann als erster Gehversuch eines Künstlers gewertet werden, der es in wenigen Jahren zu einer wahren Pop-Ikone geschafft hat und mit seinem eigenen Stil unzählige Musikergenerationen beeinflusste. Dieses Album kommt an spätere Meisterwerke zwar bei weitem nicht heran, ist aber ein wertvolles Dokument über die Anfangstage dieses charismatischen Künstlers. Die Deluxe Edition ist dabei die sinnvollste Form, es zu hören.
Häufig gestellte Fragen
Was für ein Album ist David Bowies Debüt von 1967?
Es ist Bowies erstes Studioalbum und erschien am 1. Juni 1967 beim Decca-Sublabel Deram. Mit dem späteren Glam Rock hat das Material nichts zu tun: Es sind kurze, erzählerische Popsongs mit Bläsern, Streichern und einem Hang zum Skurrilen. Aufgenommen wurde es zwischen November 1966 und März 1967.
Was enthält die Deluxe Edition?
Die Deluxe Edition erschien 2010 als Doppel-CD und enthält das Album sowohl im Stereo- als auch im Mono-Mix, dazu zahlreiche Bonustracks aus derselben Zeit. Remastert wurde sie von Peter Mew und Tris Penna in den Abbey Road Studios. Der Mono-Mix war damit erstmals auf CD verfügbar.
Was hat es mit „The Laughing Gnome“ auf sich?
„The Laughing Gnome“ ist eine Art Kinderlied, bei dem Bowie von stark hochgepitchten Gnomstimmen begleitet wird. Der Song gilt als eine der größten Kuriositäten seiner Karriere und war später oft Gegenstand von Spott. Auf der Deluxe Edition ist er in mehreren Fassungen enthalten.
Lohnt sich das Debütalbum für Bowie-Einsteiger?
Nur bedingt. Wer Bowie kennenlernen will, beginnt besser bei Space Oddity, Hunky Dory oder Ziggy Stardust. Das Debüt ist vor allem für Hörer interessant, die den Werdegang des Künstlers von Anfang an nachvollziehen wollen.
Warum gibt es Stereo- und Mono-Mixe?
1967 war Mono noch das Standardformat für Popveröffentlichungen, Stereo war die Zweitfassung. Beide Mixe wurden damals getrennt erstellt und klingen daher unterschiedlich. Für Soundpuristen ist der Vergleich der beiden Versionen einer der Hauptreize dieser Ausgabe.
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