David Bowie - Space Oddity (40th Anniversary)
Kurzfazit: Psychedelisches Frühwerk mit einer Bonus-CD, die sich wirklich lohnt.
Space Oddity (Space Oddity 40th Anniversary Edition)
30,85 € Stand: 20.09.2026
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Zum Angebot bei Amazon →Bevor es Ziggy Stardust gab, bevor es den Thin White Duke gab, stand ein junger Musiker im Studio, der noch auf der Suche nach seiner Sprache war. Genau das macht Space Oddity im Rückblick so interessant, und die Jubiläumsausgabe legt diese Suchbewegung offen.
Worum geht es im Song Space Oddity?
Der Titelsong erzählt die Geschichte von Major Tom, einem fiktiven Astronauten, der ins All startet, mit der Bodenstation kommuniziert und schließlich den Kontakt verliert. Bowie erzählt aus der Innenperspektive der Figur, nicht aus der eines Reporters. Dadurch kippt das Stück von der Weltraumbegeisterung der späten Sechziger in ein sehr modernes Gefühl von Isolation.
Veröffentlicht wurde der Song 1969, im Jahr der ersten bemannten Mondlandung, was ihm eine Aktualität verschaffte, die weit über die musikalischen Qualitäten hinausging. Major Tom blieb Bowie als Motiv erhalten und taucht in seinem späteren Werk wieder auf. Bis heute ist „Space Oddity„ der bekannteste und eingängigste Titel des Albums.
Was steckt in der 40th Anniversary Edition?
Die Jubiläumsausgabe erschien am 17. November 2009 bei Virgin und EMI. Sie besteht aus zwei CDs: Die erste enthält das digital remasterte Originalalbum, die zweite fünfzehn zusätzliche Titel, darunter acht zuvor unveröffentlichte Fassungen, dazu Demos, alternative Mixe und eine BBC-Radio-Session.
Das Originalalbum selbst erschien im November 1969 zunächst schlicht unter dem Namen David Bowie beim Label Philips, in den USA lief es als Man Of Words, Man Of Music bei Mercury. Produziert wurde es von Tony Visconti, mit Ausnahme des Titelsongs, für den Gus Dudgeon verantwortlich zeichnete. An den Aufnahmen wirkten unter anderem Herbie Flowers, Tim Renwick, Terry Cox und Rick Wakeman mit.
CD 1
- Space Oddity
- Unwashed And Somewhat Slightly Dazed
- Letter To Hermione
- Cygnet Committee
- Janine
- An Occasional Dream
- Wild Eyed Boy From Freecloud
- God Knows I’m Good
- Memory Of A Free Festival
CD 2
- Space Oddity (Demo)
- An Occasional Dream (Demo)
- Wild Eyed Boy From Freecloud (Rare B Side Version)
- Let Me Sleep Beside You (BBC Radio Session D.L.T. SHow)
- Unwashed And Somewhat Slightly Dazed (BBC Radio Session D.L.T. Show)
- Janine (BBC Radio Session D.L.T. Show)
- London, Bye, Ta-Ta (Stereo Version)
- The Prettiest Star (Stereo Version)
- Conversation Piece (Stereo Version)
- Memory Of A Free Festival (Part 1) (Single A-Side)
- Memory Of A Free Festival (Part 2) (Single B-Side)
- Wild Eyed Boy From Freecloud (Alternate Album Mix)
- Memory Of A Free Festival (Alternate Album Mix)
- London, Bye, Ta-Ta (Alternate Stereo Mix)
- Ragazzo Solo, Ragazza Sola (Full Lenght Stereo Version)
Space Oddity (40th Anniversary), das Album
Zum vierzigjährigen Albumjubiläum erscheint David Bowies erstes ernstzunehmendes Album aus dem Jahr 1969 in einer besonderen Edition auf zwei CDs noch einmal neu. Rückblickend betrachtet ging Space Oddity im Vergleich zu seinen frühen 70er Meisterwerken wie Ziggy Stardust oder Aladdin Sane leider unter. Denn man merkt dem Album über weite Strecken an, dass Bowie noch auf einer Stilsuche war und daher weniger abgeklärt rüberkommt. Am bekanntesten dürfte wohl der Titelsong des Albums sein, „Space Oddity„, das im selben Jahr erschien, als gerade die erste Mondlandung passierte. Es hat die Eroberung des Weltalls zum Thema und beschreibt diese anhand des fiktiven Astronauten Major Tom, der ganz persönliche Eindrücke dieses Unterfangens schildert. Bis heute ist dieser Song ein Klassiker und gehört zu den eingängigsten Songs auf dem Album.
Unüberhörbar ist auch der Psychedelic Rock-Einfluss, die Gitarren kommen oft sonderbar verzerrt und auch die Art und Weise, wie David Bowie seine Stimme einsetzt, unterscheidet sich sehr von dem Stil, den er zum Beispiel auf seinen Glam-Rock-Alben pflegte. Auf „Unwashed And Somewhat Slightly Dazed„ widmet er sich sogar dem Blues. „Cygnet Committee„ fängt ganz gemächlich an, steigert sich aber nach und nach und verwandelt sich zuletzt in eine ziemlich rockige Hippie-Hymne.
Die wichtigsten Songs des Originalalbums
Cygnet Committee
Mit fast zehn Minuten ist „Cygnet Committee„ das längste und ambitionierteste Stück der Platte. Es beginnt zurückhaltend, wächst über mehrere Abschnitte und endet in einem Ausbruch, der von der Ernüchterung über die Hippiebewegung erzählt. Wer wissen will, wie hoch Bowie schon 1969 gezielt hat, hört sich dieses Stück an.
Unwashed And Somewhat Slightly Dazed
Der bluesigste Titel des Albums, getragen von Harmonika und verzerrter Gitarre. Er zeigt eine Seite Bowies, die auf den späteren Alben fast völlig verschwindet, und ist deshalb ein guter Beleg dafür, wie breit die Stilsuche dieser Jahre angelegt war.
Letter To Hermione und An Occasional Dream
Beide Songs sind ruhige, folkig instrumentierte Stücke, die deutlich persönlicher wirken als der Rest der Platte. Sie stehen für den akustischen Pol des Albums und bilden das Gegengewicht zu den psychedelischen Ausbrüchen.
Memory Of A Free Festival
Der Abschluss der Originalplatte ist eine ausgedehnte Hymne mit langem, gemeinschaftlich gesungenem Schlussteil. Auf der zweiten CD findet sich das Stück gleich mehrfach: als zweigeteilte Singlefassung und als alternativer Albummix, was den Vergleich der Arbeitsstände besonders reizvoll macht.
Was bringt die zweite CD?
Besonders interessant an dieser Jubiläumsedition ist die zweite CD, auf der es viele interessante Stücke zu hören gibt, darunter ein paar Demos aus der Space Oddity-Session, viele alternative Versionen und eine Handvoll rarer Tracks, wovon ich besonders „London, Bye, Ta-Ta„ als sehr gelungen empfinde, kommt der Song doch sehr rockig und typisch 60er-like daher.
Zwei weitere Fundstücke verdienen eine Erwähnung. „Ragazzo Solo, Ragazza Sola„ ist die italienischsprachige Fassung des Titelsongs und wirkt auf Anhieb kurios, funktioniert nach mehrmaligem Hören aber erstaunlich gut. Die BBC-Session mit „Let Me Sleep Beside You„, „Unwashed And Somewhat Slightly Dazed„ und „Janine„ dokumentiert, wie die Stücke außerhalb des Studios klangen.
Für wen lohnt sich diese Edition?
Wer Bowie über die großen Siebzigeralben kennengelernt hat und wissen will, wo dieser Weg begann, bekommt hier den passenden Ausgangspunkt. Auch für Hörer, die sich für den britischen Folk und Psychedelic Rock der späten Sechziger interessieren, ist das Album ein lohnender Zugang.
Wer dagegen nur den Titelsong sucht, braucht keine Doppel-CD. „Space Oddity„ steht auf praktisch jeder Bowie-Kompilation. Die Jubiläumsausgabe rechnet sich vor allem für Hörer, die Demos und Alternativmixe nicht als Beiwerk, sondern als eigenständigen Erkenntnisgewinn betrachten.
Fazit: Lohnt sich Space Oddity?
Space Oddity ist David Bowies leider viel zu unterschätztes zweites Album, welches zwar nicht viel mit Glam-Rock zu tun hat, aber dafür sehr psychedelisch und von der damaligen Hippie-Ära geprägt ist. Auf der zweiten CD dieser speziellen Edition findet man viele rare Tracks und alternative Versionen, die tiefe Einblicke in das künstlerische Schaffen Bowies ermöglichen. Daumen hoch!
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Song Space Oddity?
Der Song erzählt vom fiktiven Astronauten Major Tom, der ins All startet und dort den Kontakt zur Bodenstation verliert. Bowie schildert das Geschehen aus der Innenperspektive der Figur und stellt der technischen Euphorie der Mondlandungsära ein Gefühl von Isolation und Entfremdung gegenüber. Erschienen ist das Stück 1969, im Jahr der ersten bemannten Mondlandung.
Was steckt in der 40th Anniversary Edition?
Die Jubiläumsausgabe erschien am 17. November 2009 bei Virgin und EMI und umfasst zwei CDs. Neben dem digital remasterten Originalalbum enthält sie fünfzehn zusätzliche Titel, darunter acht zuvor unveröffentlichte Demos und Alternativfassungen sowie eine BBC-Radio-Session.
Welches Album ist Space Oddity eigentlich?
Es handelt sich um Bowies zweites Studioalbum, das im November 1969 zunächst schlicht als David Bowie bei Philips erschien. In den USA kam es unter dem Titel Man Of Words, Man Of Music bei Mercury heraus. Erst spätere Wiederveröffentlichungen trugen den Namen Space Oddity.
Wer hat auf dem Album mitgewirkt?
Produzent war Tony Visconti, den Titelsong produzierte allerdings Gus Dudgeon. An den Aufnahmen beteiligt waren unter anderem Herbie Flowers, Tim Renwick, Terry Cox und Rick Wakeman. Die Besetzung erklärt einen Teil des Klangbilds, das deutlich folkiger und psychedelischer ausfällt als bei den späteren Glam-Rock-Alben.
Lohnt sich die Jubiläumsausgabe gegenüber der Standardversion?
Für Gelegenheitshörer reicht die einfache Fassung, weil der Titelsong ohnehin auf jeder Kompilation zu finden ist. Wer sich für Bowies Arbeitsweise interessiert, bekommt auf der zweiten CD dagegen ungewöhnlich viel Substanz, weil Demos und Alternativmixe zeigen, wie sich die Stücke im Studio entwickelt haben.
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