Depeche Mode – Memento Mori

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Die Band:

Aus mehreren Bands, in denen die Musiker Andrew Fletcher, Vince Clarke und Martin Gore aktiv waren, gründeten sie die Gruppe Composition Of Sound. Als Dave Gahan als Sänger einstieg, änderte man den Namen auf seinem Vorschlag hin in Depeche Mode. Im Zuge der aufkommenden New-Romantic-Welle debütierten sie mit ihrem Album „Speek & Spell“. Die Single „Just Cańt Get Enough“ war dabei ein erster Achtungserfolg. Nach dem Debütalbum steig Vince Clarke aus. Das in Berlin aufgenommene „Some Great Reward“ machte die Gruppe mit Hits wie „Peoples Are Peoples“ zu Superstars der 1980er. In den 1990er wandelte sich der Stil, doch der Erfolg blieb. Lustigerweise erreichten erst seit 1993 all ihre Alben Platz 1 der deutschen Charts. Aufgrund seines Drogenkonsums war Dave Gahan im Mai 1996 für zwei Minuten klinisch tot, bevor der Rettungsdienst ihn wieder zurückholen konnte. Nach einem Entzug ist er bis heute clean. Im Mai 2022 starb Andrew Fletcher im Alter von 60 Jahren an einer Aortendissektion.

Das Album:

Bereits vor dem Tod von Andrew Fletcher hatten die ersten Arbeiten an einem neuen Album begonnen, allerdings hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nichts eingespielt. Die große Frage war: Würde die Band ohne den stillen Mann im Hintergrund, der die beiden Charaktere Dave Gahan und Martin Gore zusammenhielt überhaupt weitermachen. Letztlich entschieden sie sich dafür. Zusammen mit Produzent James Ford setzten sie das Songmaterial um, welches Martin Gore diesmal überwiegend mit Richard Butler geschrieben hat, der mit Martin Gore einen Großteil der Songs eigentlich für ein eigenes Projekt verwenden wollte.

Inzwischen haben Depeche Mode einen Status erreicht, in dem sich die Stadien dieses Planeten nur dadurch füllen, dass sie eine Tour ankündigen. Trotzdem stand die Frage im Raum, ob die Band nach dem eher durchwachsenen letzten Album „Spirit“ noch die Lust und die Motivation hat, sich neu zu erfinden oder zumindest an frühere Glanzwerke heranzukommen.

Sei dir der Sterblichkeit bewusst, lautet der Albumtitel, der angesichts des Todes von Andrew Fletcher eine bittere Note bekommt und doch passt. Den es scheint, als wollten sich Martin Gore und Dave Gahan zum einen mit aller Macht gegen diese Sterblichkeit stellen und zum anderen ihrem ehemaligen Kollegen zeigen, dass sie ihn vermissen, es aber immer noch können.

Bereits die erste Single „Ghosts Again“ deutete an, dass Depesche mode tolle Musik machen. Und genau das liefert „Memento Mori“ hier ab. Seit den Alben „Ultra“ und „Exiter“ hat man Depeche Mode nicht mehr so gut gehört. Mehr noch. Das eher introhafte „My Cosmos Is Mine“ weckt Interesse, bevor mit „Wagging Tongue“ eine Gahan-Gore-Nummer folgt, wie man sie seit über zwanzig Jahren nicht mehr gehört hat. Und genau auf diesem Niveau bliebt das Album. „Soul With Me“ ist eine soulhafte Ballade, in der Dave Gahan stimmlich zu begeistern weiß, „Never Let Me Go“ geht sogar ein wenig in die Richtung des Synthie-Pops der 1980er Jahre.  

Trackliste:

01 – My Cosmos Is Mine

02 – Wagging Tongue

03 – Ghosts Again

04 – Dont Say You Love Me

05 – My Favorite Stranger

06 – Soul With Me

07 – Carolines Monkey

08 – Before We Drown

09 – People Are Good

10 – Always You

11 – Never Let Me Go

12 – Speak To Me

Fazit:

No Filler, all Killers – getreu diesem Leitspruch, der durchaus ein Qualitätsmerkmal für ein Album ist, legen Depeche Mode mit „Memento Mori“ ein unerwartet starkes Album vor, dass ich persönlich zu den besten der Bands zählen würde. Ich denke, dass Andrew Fletcher sehr zufrieden auf seine Mitsreiter schauen wird.

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 5

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