Der gleiche Himmel

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Action
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  • Humor
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  • Erotik
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  • Anspruch
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  • Gesamt
    4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ROMEOSPION IM EINSATZ!

Inhalt:
Im Frühjahr 1974 schleust das Ministerium für Staatssicherheit Lars Weber nach West-Berlin. Der 25jährige soll sich als sogenannter Romeoagent an die britische Datenanalystin Lauren Faber heranmachen. Sein Führungsoffizier ist der gebürtige West-Berliner Ralf Müller, der schon lange mir der Stasi sympathisiert. Unterdessen wird Lars‘ Nichte Klara in der Schwimm-Kader für die Olympischen Spiele berufen. Für die Familie beginnt eine Zerreißprobe, da das harte Training zahlreiche Opfer fordert. Vor einer Zerreißprobe steht auch der homosexuelle Lehrer Axel Lang, der von einer Flucht in den Westen träumt.

Hauptdarsteller:
ist Lars Weber
Sofia Helin ist Lauren Faber
Friederike Becht ist Sabine Cutter
ist Ralf Müller
Jörg Schüttauf ist Gregor Weber
Hannes Wegener ist Axel Lang
Stephanie Amarell ist Klara Weber
ist Gita Weber
Claudia Michaelsen ist Dagmar Cutter

Produktinformationen:
2 DVD’s
Laufzeit: 270 Minuten
Sprache: Deutsch
Ton, Bild, Farbe: Dolby Digital 5.1, 16:9, PAL
FSK: ab 12 Jahren

Fazit:
Nach den Erfolgen von Serien wie „Weissensee“ oder „“ will nun auch das ZDF die Thematik DDR beackern. Mit dem ambitionierten Eventdreiteiler „Der gleiche Himmel“ wollte man ordentlich klotzen. Mit hat man einen Regisseur verpflichtet, der für ambitionierte und geschichtsträchtige Stoffe wie „Der Untergang“ prädestiniert ist. Und die Besetzung mit Tom Schilling, Ben Becker, Jörg Schüttauf, Anja Kling oder Claudia Michaelsen kann sich ebenfalls sehen lassen.

Der Dreiteilers beginnt dann auch sehr gut. Das Script von Paula Milne ist durchdacht, authentisch und kann Spannung aufbauen. Zumal hier gleich mehrere Themen angepackt werden: Die Spionage der Stasi im Westen, Doping und Leistungssport, Homosexualiät und Fluchtgedanken. Nach der zweiten Folge war ich gespannt, wie dieses komplexe und immer noch sehr interessante Geflecht aufgelöst wird.

Mit dem dritten Teil wird die Spannung dann nochmals erheblich gesteigert. Die Frage, wie das alles aufgelöst wird, rückt immer mehr in den Mittelpunkt. Und hier erwartet den Zuschauer dann eine kalte Dusche, denn eine wirkliche Auflösung gibt es nicht. Mir ein paar schriftlichen Einblendungen erfährt der Zuschauer ein paar Details, ohne das er jedoch wirklich zufrieden gestellt wird. Hier deutet alles auf eine Fortsetzung hin, die angesichts der recht mageren Quote eher unwahrscheinlich ist. Daher ist das Ende, insbesondere was den Erzählstrang um den Romeoagenten angeht alles andere als glücklich oder gar zufriedenstellend. Hier hätte es sicherlich andere Möglichkeiten gegeben.

Die Darsteller agieren gut. Tom Schilling gibt einen glaubhaften Agenten und Ben Becker kann als dauerrauchender Führungsoffizier überzeugen. Sehr gelungen ist auch die Darstellung von Anja Kling als übermotivierte Mutter von Schwimmwunder Klara.

Insgesamt muss man sagen, dass der Handlung mehr Folgen oder weniger Stoff gut getan hätten. Durch das missratene Ende wird hier eine wirklich gute Serie dezimiert, die es durchaus mit den bereits genannten Serien „Weissensee“ oder „Deutschland 83“ aufnehmen kann. Wer sich für die Thematik interessiert, sollte sich von der Kritik hinsichtlich des Endes nicht abbringen lassen, denn insgesamt lohnt es sich „Der gleiche Himmel“ zu schauen.

 

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