Desperate Housewifes - Die komplette erste Staffel
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Desperate Housewifes ist eine Serie um vier Freundinnen in der Wisteria Lane, deren komplette erste Staffel den Selbstmord von Mary Alice Young über 23 Folgen aufklärt, und erhält 4,5 von 5 Punkten (Rezension vom 20. März 2013). Die Staffel verbindet Vorstadtsatire, Familiendrama und Kriminalfall und überzeugt mit den vier Hauptdarstellerinnen.
Desperate Housewives - Die komplette erste Staffel (6 DVDs)
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Worum geht es in Desperate Housewives Staffel 1?
Mary Alice Young, eine Hausfrau aus der Wisteria Lane in Fairview, begeht Selbstmord. Ihre Freundinnen Lynette Scavo, Bree van de Kamp, Susan Mayer und Gabrielle Solis sind schockiert. Allerdings ranken sich um den Tod einige Geheimnisse. So finden Mary Alices Freundinnen heraus, dass sie vor ihrem Tod erpresst wurde. Auch sind sie nicht sicher, welche Rolle Marys Ehemann Paul und ihr Sohn Zack in diesem Drama spielen.
Neben der Auflösung des Geheimnisses müssen sich die vier Frauen mit ihren eigenen Problemen herumschlagen: Lynette ist vierfache Mutter und mit dieser Rolle überfordert. Die scheinbar perfekte Bree muss erkennen, dass ihr Mann ein schmutziges Geheimnis vor ihr hat. Susan verliebt sich in den neuen Nachbarn Mike Delfino, muss aber erkennen, dass auch er ein Geheimnis mit sich herumträgt. Und schließlich ist da Gabrielle, die ein Verhältnis mit ihrem jugendlichen Gärtner hat.
Erzählt wird das alles aus dem Off von der Toten selbst. Mary Alice kommentiert das Treiben ihrer Nachbarinnen mit einer Mischung aus Mitgefühl und Spott, und dieser Kunstgriff gibt der Serie ihren Ton: Was auf Augenhöhe wie ein Familiendrama aussieht, wirkt aus der Distanz häufig komisch, und umgekehrt.
Die vier Frauen aus der Wisteria Lane
Susan Mayer
Die geschiedene Kinderbuchillustratorin ist die emotionale Mitte der Staffel. Susan stolpert von einem Missgeschick ins nächste und trifft im ungeeignetsten Moment die falsche Entscheidung. Gerade weil sie so wenig Kontrolle über ihr Leben hat, funktioniert sie als Gegenstück zu den anderen drei.
Lynette Scavo
Lynette hat eine Karriere gegen vier Kinder eingetauscht und merkt schnell, dass ihr niemand gesagt hat, wie anstrengend dieser Tausch ist. Ihr Handlungsstrang ist der bodenständigste der Staffel und trifft eine Erschöpfung, die im Serienfernsehen jener Jahre selten so offen gezeigt wurde.
Bree van de Kamp
Bree führt einen makellosen Haushalt und eine Ehe, die daran zugrunde geht. Ihre Perfektion ist in dieser Staffel kein bloßer Running Gag, sondern ein Panzer, und die Serie nimmt sich die Zeit, Risse hineinzuschlagen.
Gabrielle Solis
Das frühere Model hat den Laufsteg gegen ein großes Haus getauscht und langweilt sich darin zu Tode. Ihre Affäre mit dem jugendlichen Gärtner treibt einen der riskantesten Handlungsbögen der Staffel an und verschränkt sich zunehmend mit den Geschäften ihres Mannes Carlos.
Hauptdarsteller
Teri Hatcher ist Susan Mayer
Felicity Huffman ist Lynette Scavo
Marcia Cross ist Bree van de Kamp
Eva Longoria ist Gabrielle Solis
Brenda Strong ist Mary Alice Young
Ricardo Antonio Chavira ist Carlos Solis
James Denton ist Mike Delfino
Nicollette Sheridan ist Edie
Mark Moses ist Paul Young
Steven Culp ist Rex van de Kamp
Hintergrund zur Serie
Erfunden hat „Desperate Housewives“ der Autor Marc Cherry. Die Serie startete am 3. Oktober 2004 beim US-Sender ABC, das Staffelfinale lief am 22. Mai 2005, dazwischen liegen 23 Episoden. Der Erfolg stellte sich sofort ein und schlug sich auch in Preisen nieder: Für die Auftaktstaffel gab es sechs Emmys, zwei Golden Globes und zwei Auszeichnungen der Screen Actors Guild. Felicity Huffman gewann den Emmy, Teri Hatcher den Golden Globe und den Preis der Screen Actors Guild. Wie die vier Frauen Gabrielle und Carlos schützen, zeigt die Rezension der achten Staffel mit den letzten Geheimnissen der Hausfrauen.
Episodenübersicht
01 - Schmutzige Wäsche
02 - Unter der Oberfläche
03 - Die nackte Wahrheit
04 - Mit allen Mitteln
05 - Eindringlinge
06 - Schlachtfelder
07 - Gewinner und Verlierer
08 - Schuldig
09 - Das Geständnis
10 - Versteckspiel
11 - Die große Suche
12 - Asche auf mein Haupt
13 - Ertappt!
14 - Liebe liegt in der Luft
15 - Lauter Lügen
16 - Das kleine schwarze Buch
17 - Helden
18 - Mutterglück
19 - Einsame Herzen
20 - Frühlingsgefühle
21 - Das Versprechen
22 - Hals über Kopf
23 - Alles ist wunderbar
Extras
Zusätzliche und erweiterte Szenen
Pannen vom Dreh
Hauptdarstellerinnen kommentieren ihre Lieblingsszenen
Audiokommentare
Geheimnisse aus der Wisteria Lane
Hinter den Kulissen
Noch mehr schmutzige Wäsche
Produktinformationen
6 DVDs
Laufzeit: 997 Minuten
Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch
Ton, Bild, Farbe: Dolby Digital, 16:9, PAL
FSK: ab 12 Jahren
Für wen lohnt sich die erste Staffel?
Wer Serien mag, die sich nicht auf ein Genre festlegen lassen, ist hier richtig. Die Staffel funktioniert als Nachbarschaftssatire, als Familiendrama und als Kriminalfall zugleich, und keine dieser Ebenen wird zugunsten der anderen geopfert. Wer dagegen eine reine Krimiserie mit klarer Ermittlungslogik erwartet, wird sich an den langen Abschweifungen ins Private stören. Wer die Serie weiterverfolgen will, findet in der vierten Staffel mit Tornado und Zeitsprung den Einzug von Katherine Mayfair in die Wisteria Lane.
Weil sich der Fall um Mary Alice durch alle 23 Folgen zieht, lohnt sich die Box vor allem am Stück. Einzelne Episoden herauszugreifen funktioniert schlecht, weil die Hinweise über die gesamte Staffel verteilt liegen. Die Altersfreigabe ab zwölf Jahren passt: Es geht um Mord, Erpressung und Ehebruch, gezeigt wird davon aber wenig.
Kritikpunkte
Die Wisteria Lane ist ein sehr geschlossener Kosmos. Wer der Serie vorwirft, dass sie soziale Fragen nur streift und Konflikte gern in einen Skandal auflöst, liegt damit nicht falsch. Auch die Ballung an Geheimnissen pro Vorgarten ist bewusst übertrieben. Das gehört zum Konzept, muss einem aber liegen.
Fazit: Lohnt sich Die komplette erste Staffel?
Als „Desperate Housewifes“ 2004 im amerikanischen Fernsehen startete, faszinierte die Serie von der ersten Folge an das Publikum. Der Grund ist einfach, wurde hier ein neues Serien-Genre begründet: Dramedy. „Desperate Housewifes“ ist eine eigenwillige Mischung aus Drama, Comedy und Thriller, die Zuschauer aller Altersklassen und Geschlechter begeistern wird. Krimifans, die sonst eher auf spannende Kost wie „24“ oder „Damages“ stehen, werden hier ebenso ein Zuhause finden wie Fans von Serien wie „Sex And The City“ oder „Gilmore Girls“. Die durchgehende Geschichte liefert mehr als genug Stoff für 23 packende Folgen, so dass es nicht möglich ist, einzelne Folgen der Serie hervorzuheben. Mord und Erpressung gehören genauso zur Wisteria Lane wie familiäre Unzulänglichkeiten oder sexuelle Probleme.
Neben dem wirklich guten Script ist es vor allem der Cast, der diese erste Staffel zu einem Erlebnis macht. Allen voran natürlich die vier Hauptdarstellerinnen, die der Serie über alle Staffeln erhalten blieben. Marcia Cross ist Bree van de Kamp, die ein wenig steif und bieder daherkommt, jedoch perfekt in dieser Rolle aufgeht und sich in der einen oder anderen Folge von einer überaus erotischen Seite zeigen darf. Felicity Huffman überzeugt als gestresste Mutter Lynette ebenso wie Eva Longoria, die das verwöhnte Ex-Model Gabrielle spielt und einige Männerherzen (nicht nur in der Serie) höher schlagen lässt. Natürlich ist es fast ein wenig ungerecht, eine der vier Frauen herauszuheben, aber in dieser ersten Staffel ist Teri Hatcher als chaotisch-tollpatschige Susan Mayer das Highlight. Die Schauspielerin, die als Bondgirl („Der Morgen stirbt nie“) oder als Geliebte von Superman („Die Abenteuer von Lois und Clark“) auf sich aufmerksam machte, geht vollkommen in ihrer Rolle auf. Völlig zurecht ist sie für ihre Darstellung mit dem Golden Globe als beste Darstellerin in einer Serie ausgezeichnet worden.
Auch die Nebendarsteller sind durch die Bank gut besetzt. Steven Culp weiß als Ehemann von Bree ebenso zu gefallen wie Mark Moses als Witwer Paul Young. Aus diesem Cast sind es vor allem James Denton als Mike Delfino und Christine Estabrook als neugierige Klatschtante Martha Huber, die überzeugen.
Insgesamt ist die erste Staffel von „Desperate Housewifes“ ein toller Auftakt einer Serie, die den Zuschauer von der ersten Folge an in ihren Bann zieht. Der geschickte Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man gespannt dem weiteren Leben in der Wisteria Lane entgegenfiebert. Wie es nach dem Cliffhanger weitergeht, zeigt die zweite Staffel mit neuen Geheimnissen, in der Mike Susan aus der Gewalt von Zach befreit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der ersten Staffel von Desperate Housewives?
Die erste Staffel von Desperate Housewives beginnt mit dem Selbstmord der Hausfrau Mary Alice Young aus der Wisteria Lane, dessen Hintergründe ihre Freundinnen Lynette Scavo, Bree van de Kamp, Susan Mayer und Gabrielle Solis aufdecken wollen. Parallel erzählt die Staffel von den Problemen der vier Frauen in Ehe, Familie und Affären, am Ende steht ein Cliffhanger.
Wie viele Folgen hat Staffel 1 von Desperate Housewives?
Die erste Staffel von Desperate Housewives umfasst 23 Folgen. Die DVD-Box besteht aus 6 DVDs mit 997 Minuten Laufzeit und enthält Extras wie zusätzliche Szenen, Pannen vom Dreh und Audiokommentare.
Wer spielt die vier Hausfrauen?
In der ersten Staffel von Desperate Housewives spielen Teri Hatcher Susan Mayer, Felicity Huffman Lynette Scavo, Marcia Cross Bree van de Kamp und Eva Longoria Gabrielle Solis. Alle vier Hauptdarstellerinnen blieben der Serie über alle Staffeln erhalten.
Muss man die Staffel in der richtigen Reihenfolge sehen?
Ja, die erste Staffel von Desperate Housewives sollte in der richtigen Reihenfolge gesehen werden. Der Fall um Mary Alice zieht sich durch alle 23 Folgen und die Hinweise liegen über die gesamte Staffel verteilt, daher funktioniert das Herausgreifen einzelner Episoden schlecht.
Wurde die erste Staffel ausgezeichnet?
Ja, die erste Staffel von Desperate Housewives erhielt sechs Emmys, zwei Golden Globes und zwei Auszeichnungen der Screen Actors Guild. Felicity Huffman gewann den Emmy, Teri Hatcher den Golden Globe und den Preis der Screen Actors Guild.
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