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Desperate Housewifes - Die komplette erste Staffel

4,5 von 5 von michaelkrause2 · 2013-03-20 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Starker Serienauftakt mit vier Hauptdarstellerinnen in Bestform.

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DIE GEHEIMNISSE DER HAUSFRAUEN! Hinter den gepflegten Vorgärten der Wisteria Lane liegt in dieser Serie immer eine zweite Geschichte, und die erste Staffel nimmt sich 23 Folgen Zeit, sie Stück für Stück freizulegen.

Worum geht es in Desperate Housewives Staffel 1?

Mary Alice Young, eine Hausfrau aus der Wisteria Lane in Fairview, begeht Selbstmord. Ihre Freundinnen Lynette Scavo, Bree van de Kamp, Susan Mayer und Gabrielle Solis sind schockiert. Allerdings ranken sich um den Tod einige Geheimnisse. So finden Mary Alices Freundinnen heraus, dass sie vor ihrem Tod erpresst wurde. Auch sind sie nicht sicher, welche Rolle Marys Ehemann Paul und ihr Sohn Zack in diesem Drama spielen.

Neben der Auflösung des Geheimnisses müssen sich die vier Frauen mit ihren eigenen Problemen herumschlagen: Lynette ist vierfache Mutter und mit dieser Rolle überfordert. Die scheinbar perfekte Bree muss erkennen, dass ihr Mann ein schmutziges Geheimnis vor ihr hat. Susan verliebt sich in den neuen Nachbarn Mike Delfino, muss aber erkennen, dass auch er ein Geheimnis mit sich herumträgt. Und schließlich ist da Gabrielle, die ein Verhältnis mit ihrem jugendlichen Gärtner hat.

Erzählt wird das alles aus dem Off von der Toten selbst. Mary Alice kommentiert das Treiben ihrer Nachbarinnen mit einer Mischung aus Mitgefühl und Spott, und dieser Kunstgriff gibt der Serie ihren Ton: Was auf Augenhöhe wie ein Familiendrama aussieht, wirkt aus der Distanz häufig komisch, und umgekehrt.

Die vier Frauen aus der Wisteria Lane

Susan Mayer

Die geschiedene Kinderbuchillustratorin ist die emotionale Mitte der Staffel. Susan stolpert von einem Missgeschick ins nächste und trifft im ungeeignetsten Moment die falsche Entscheidung. Gerade weil sie so wenig Kontrolle über ihr Leben hat, funktioniert sie als Gegenstück zu den anderen drei.

Lynette Scavo

Lynette hat eine Karriere gegen vier Kinder eingetauscht und merkt schnell, dass ihr niemand gesagt hat, wie anstrengend dieser Tausch ist. Ihr Handlungsstrang ist der bodenständigste der Staffel und trifft eine Erschöpfung, die im Serienfernsehen jener Jahre selten so offen gezeigt wurde.

Bree van de Kamp

Bree führt einen makellosen Haushalt und eine Ehe, die daran zugrunde geht. Ihre Perfektion ist in dieser Staffel kein bloßer Running Gag, sondern ein Panzer, und die Serie nimmt sich die Zeit, Risse hineinzuschlagen.

Gabrielle Solis

Das frühere Model hat den Laufsteg gegen ein großes Haus getauscht und langweilt sich darin zu Tode. Ihre Affäre mit dem jugendlichen Gärtner treibt einen der riskantesten Handlungsbögen der Staffel an und verschränkt sich zunehmend mit den Geschäften ihres Mannes Carlos.

Hauptdarsteller

Teri Hatcher ist Susan Mayer

Felicity Huffman ist Lynette Scavo

Marcia Cross ist Bree van de Kamp

Eva Longoria ist Gabrielle Solis

Brenda Strong ist Mary Alice Young

Ricardo Antonio Chavira ist Carlos Solis

James Denton ist Mike Delfino

Nicollette Sheridan ist Edie

Mark Moses ist Paul Young

Steven Culp ist Rex van de Kamp

Hintergrund zur Serie

Erfunden hat „Desperate Housewives“ der Autor Marc Cherry. Die Serie startete am 3. Oktober 2004 beim US-Sender ABC, das Staffelfinale lief am 22. Mai 2005, dazwischen liegen 23 Episoden. Der Erfolg stellte sich sofort ein und schlug sich auch in Preisen nieder: Für die Auftaktstaffel gab es sechs Emmys, zwei Golden Globes und zwei Auszeichnungen der Screen Actors Guild. Felicity Huffman gewann den Emmy, Teri Hatcher den Golden Globe und den Preis der Screen Actors Guild.

Episodenübersicht

01 - Schmutzige Wäsche

02 - Unter der Oberfläche

03 - Die nackte Wahrheit

04 - Mit allen Mitteln

05 - Eindringlinge

06 - Schlachtfelder

07 - Gewinner und Verlierer

08 - Schuldig

09 - Das Geständnis

10 - Versteckspiel

11 - Die große Suche

12 - Asche auf mein Haupt

13 - Ertappt!

14 - Liebe liegt in der Luft

15 - Lauter Lügen

16 - Das kleine schwarze Buch

17 - Helden

18 - Mutterglück

19 - Einsame Herzen

20 - Frühlingsgefühle

21 - Das Versprechen

22 - Hals über Kopf

23 - Alles ist wunderbar

Extras

Zusätzliche und erweiterte Szenen

Pannen vom Dreh

Hauptdarstellerinnen kommentieren ihre Lieblingsszenen

Audiokommentare

Geheimnisse aus der Wisteria Lane

Hinter den Kulissen

Noch mehr schmutzige Wäsche

Produktinformationen

6 DVDs

Laufzeit: 997 Minuten

Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch

Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch

Ton, Bild, Farbe: Dolby Digital, 16:9, PAL

FSK: ab 12 Jahren

Für wen lohnt sich die erste Staffel?

Wer Serien mag, die sich nicht auf ein Genre festlegen lassen, ist hier richtig. Die Staffel funktioniert als Nachbarschaftssatire, als Familiendrama und als Kriminalfall zugleich, und keine dieser Ebenen wird zugunsten der anderen geopfert. Wer dagegen eine reine Krimiserie mit klarer Ermittlungslogik erwartet, wird sich an den langen Abschweifungen ins Private stören.

Weil sich der Fall um Mary Alice durch alle 23 Folgen zieht, lohnt sich die Box vor allem am Stück. Einzelne Episoden herauszugreifen funktioniert schlecht, weil die Hinweise über die gesamte Staffel verteilt liegen. Die Altersfreigabe ab zwölf Jahren passt: Es geht um Mord, Erpressung und Ehebruch, gezeigt wird davon aber wenig.

Kritikpunkte

Die Wisteria Lane ist ein sehr geschlossener Kosmos. Wer der Serie vorwirft, dass sie soziale Fragen nur streift und Konflikte gern in einen Skandal auflöst, liegt damit nicht falsch. Auch die Ballung an Geheimnissen pro Vorgarten ist bewusst übertrieben. Das gehört zum Konzept, muss einem aber liegen.

Fazit: Lohnt sich Die komplette erste Staffel?

Als „Desperate Housewifes“ 2004 im amerikanischen Fernsehen startete, faszinierte die Serie von der ersten Folge an das Publikum. Der Grund ist einfach, wurde hier ein neues Serien-Genre begründet: Dramedy. „Desperate Housewifes“ ist eine eigenwillige Mischung aus Drama, Comedy und Thriller, die Zuschauer aller Altersklassen und Geschlechter begeistern wird. Krimifans, die sonst eher auf spannende Kost wie „24“ oder „Damages“ stehen, werden hier ebenso ein Zuhause finden wie Fans von Serien wie „Sex And The City“ oder „Gilmore Girls“. Die durchgehende Geschichte liefert mehr als genug Stoff für 23 packende Folgen, so dass es nicht möglich ist, einzelne Folgen der Serie hervorzuheben. Mord und Erpressung gehören genauso zur Wisteria Lane wie familiäre Unzulänglichkeiten oder sexuelle Probleme.

Neben dem wirklich guten Script ist es vor allem der Cast, der diese erste Staffel zu einem Erlebnis macht. Allen voran natürlich die vier Hauptdarstellerinnen, die der Serie über alle Staffeln erhalten blieben. Marcia Cross ist Bree van de Kamp, die ein wenig steif und bieder daherkommt, jedoch perfekt in dieser Rolle aufgeht und sich in der einen oder anderen Folge von einer überaus erotischen Seite zeigen darf. Felicity Huffman überzeugt als gestresste Mutter Lynette ebenso wie Eva Longoria, die das verwöhnte Ex-Model Gabrielle spielt und einige Männerherzen (nicht nur in der Serie) höher schlagen lässt. Natürlich ist es fast ein wenig ungerecht, eine der vier Frauen herauszuheben, aber in dieser ersten Staffel ist Teri Hatcher als chaotisch-tollpatschige Susan Mayer das Highlight. Die Schauspielerin, die als Bondgirl („Der Morgen stirbt nie“) oder als Geliebte von Superman („Die Abenteuer von Lois und Clark“) auf sich aufmerksam machte, geht vollkommen in ihrer Rolle auf. Völlig zurecht ist sie für ihre Darstellung mit dem Golden Globe als beste Darstellerin in einer Serie ausgezeichnet worden.

Auch die Nebendarsteller sind durch die Bank gut besetzt. Steven Culp weiß als Ehemann von Bree ebenso zu gefallen wie Mark Moses als Witwer Paul Young. Aus diesem Cast sind es vor allem James Denton als Mike Delfino und Christine Estabrook als neugierige Klatschtante Martha Huber, die überzeugen.

Insgesamt ist die erste Staffel von „Desperate Housewifes“ ein toller Auftakt einer Serie, die den Zuschauer von der ersten Folge an in ihren Bann zieht. Der geschickte Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man gespannt dem weiteren Leben in der Wisteria Lane entgegenfiebert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der ersten Staffel von Desperate Housewives?

Die Hausfrau Mary Alice Young nimmt sich das Leben, und ihre vier Freundinnen aus der Wisteria Lane wollen wissen, warum. Parallel dazu erzählt die Staffel von den Ehe-, Familien- und Geldproblemen der vier Frauen. Beide Ebenen laufen über 23 Folgen zusammen und münden in einen Cliffhanger.

Wie viele Folgen hat Staffel 1 von Desperate Housewives?

Die erste Staffel umfasst 23 Episoden. Die DVD-Box verteilt sie auf sechs Discs mit einer Gesamtlaufzeit von rund 997 Minuten. Dazu kommen Extras wie erweiterte Szenen, Audiokommentare und Pannen vom Dreh.

Wer spielt die vier Hausfrauen?

Teri Hatcher spielt Susan Mayer, Felicity Huffman die vierfache Mutter Lynette Scavo, Marcia Cross die perfektionistische Bree van de Kamp und Eva Longoria das frühere Model Gabrielle Solis. Alle vier blieben der Serie über sämtliche Staffeln erhalten.

Muss man die Staffel in der richtigen Reihenfolge sehen?

Ja. Der Fall um Mary Alice zieht sich als roter Faden durch alle 23 Folgen, und viele Hinweise ergeben nur im Zusammenhang Sinn. Einzelne Folgen herauszupicken funktioniert bei dieser Staffel schlecht.

Wurde die erste Staffel ausgezeichnet?

Ja, sie war die erfolgreichste Saison der Serie. Für die Auftaktstaffel gab es sechs Emmys, zwei Golden Globes und zwei Auszeichnungen der Screen Actors Guild. Felicity Huffman gewann den Emmy, Teri Hatcher den Golden Globe.

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