Dominum – Hey Living People

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Die Band:

Bei Dominum handelt es sich um ein Projekt von Sänger und Producer Felix Heldt, der bereits sehr erfolgreich mit Bands wie Feuerschwanz oder Visions of Atlantis zusammengearbeitet hat. Mit Dominum will er jetzt in die Gefilde des Power Metals einsteigen. Die Band wurde schon für viele große Festivals im Sommer 2024 gebucht, ohne damals auch nur einen Song veröffentlicht zu haben. 

Das Album:

Dreizehn Songs umfasst das Album, dass laut Werbetext unbändigen Power Metal mit Horrorappeal verbinden soll. Große Worte und noch größere Schuhe, in die man da hineinschlüpfen möchte, da dieses Segment zum Beispiel durch eine Band wie Powerwolf bestens besetzt ist. Mit dem Opener „Immortalis Dominum“, der von einem stimmungserzeigenden Synth-Wave-Intro geprägt wird, zeigt Felix Heldt, dass hier durchaus Potenzial vorhanden ist. Ein richtig guter Song, der Lust auf mehr macht. 

Ihm folgt „Danger Danger“, in dem textlich die Zombieapokalypse beschrieben wird, der aber durch seine gute Instrumentalisierung überzeugen kann – wenn man denn ein Faible für Synthieklänge hat. Sicher werden Metalpuristen hier die Nase rümpfen. Wobei ich sagen muss, dass das alles hier eher in einen flott gespielten AOR-Sound, als in echten Metal übergeht. Doch mit dem Titeltrack „Hey Living People“ oder auch der ersten Single „Patient Zero“, durch die ich überhaupt erst auf die Band aufmerksam wurde, machen viel Spaß. 

Leider gilt das nicht für alle Tracks, da sich mit zunehmender Dauer etwas Langeweile einschleicht. Titel wie „Frankenstein“ oder „Better Shoot Yourself“ haben eher füllenden Charakter. Mit „You Spin Me Round (Like A Record) von Dead Or Alive und „Beds Are Burning“ von Midnight Oil haben auch zwei Coverversionen Platz gefunden. Die Nummer von Dead Or Alive ist dabei recht entbehrlich, das Cover der australischen Rockband kann man jedoch als gelungen ansehen. 

Trackliste:

01 – Immortalis Dominum

02 – Danger Danger

03 – Hey Living People

04 – Cannibal Corpses

05 – Patient Zero

06 – We All Taste The Same

07 – Frankenstein

08 – You Spin Me Round (Like A Record)

09 – Better Shoot Yourself

10 – half Alive

11 – The Chosen Ones

12 – Bad Guy

13 – Beds Are Burning

Fazit:

Dominum legen mit „Hey Living People“ ein Debüt mit guten Ansätzen vor. Ob das wirklich Power Metal ist, lassen wir mal dahingestellt. Doch Rockfans werden von Songs wie „Immortalis Dominium“ oder „Danger Danger“ bestimmt angetan sein. Allerdings ist auch viel Füllmaterial dabei. Daran muss man sicher noch arbeiten, wenn  es ein zweites Album geben soll.

Bewertung:

Musik: 4

Instrumentalisierung: 4

Stimme: 4,5

Abwechslung: 3,5

Hörspaß: 3,5