Dunkel

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

AUCH HIER MEHR SCHATTEN ALS LICHT!

Die Band:

Die aus Berlin stammende Punkrockband hat sich seit ihrer Gründung 1982 zu einer der erfolgreichsten deutschen Bands entwickelt. Seit ihrer Neugründung im Jahr 1993 sind sie in der gleichen Besetzung unterwegs, die aus Farin Urlaub (Gesang, Gitarre), (Gesang, Schlagzeug) und Rodrigo Gonzáles (Gesang, Bass) besteht. Mit ihren Alben erklimmen sie regelmäßig die Spitze der Charts. Auch ihre Tourneen sind weit im Voraus ausverkauft. 

Das Album:

Als im letzten Jahr nach langer Abstinenz mit „“ endlich wieder ein neues Album der Ärzte erschien, war die Freunde bei den Fans groß. Obwohl das Werk sehr erfolgreich war, konnte es mich nicht abholen. Jetzt, ein Jahr später, kommt der Nachfolger „“, der mit 19 neuen Songs noch opulenter ausgestattet wurde, als der Vorgänger. Nun gut, ich war gespannt, zumal der Vorbote „Noise“ recht gelungen war und die Vorfreude anfachte.

Jetzt liegt das Album vor und beginnt mit „KFM“ sehr typisch für die Ärzte. Und gerade im ersten Drittel finden sich einige recht gute Titel wie „Wissen“, „Doof“ oder „Kraft“. Doch nach und nach flacht auch diese Platte ab. Ein Zitat aus dem offiziellen Werbetext bringt es ganz gut auf den Punkt: „19 Songs, die wieder in allen Töpfen wildern …“ Genau das ist das Problem. Ein bisschen Pop hier, etwas Rock da, das alles aber ohne den großen Wurf. Erst zum Ende gibt es mit „Our Bass Player Hates This Song“ noch einen Titel, der zwar das altbekannte Anti-Nazitum besingt, der aber gut nach vorne geht.

Der Rest ist, wie bei „Hell“ eher beliebig, austauschbar und will nicht wirklich zünden. Ich bin mir nicht sicher, wie viele Songs von „Nett“ und „Ganz nett“ (so die passenderen Titel für die Alben) es auf die Setlist der kommenden Tourneen schaffen sollten.

Trackliste:

01 – KFM

02 – Wissen

03 – Dunkel

04 – Anti

05 – Doof

06 – Schrei

07 – Kraft

08 – Schweigen

09 – Tristesse

10 – Kerngeschäft

11 – Noise

12 – Einschlag

13 – Anastasia

14 – Besser

15 – Nachmittag

16 – Menschen

17 – Erhaben

18 – Danach

19 – Our Bass Player Hates This Song

Fazit:

Leider bietet auch „Dunkel“ mehr Schatten als Licht. Wie schon „Hell“ ist es kein wirklich schlechtes Album, doch an frühere Werke kommt es weder in puncto Intensität noch in puncto Wortwitz heran. Das ist schade, da Farin, Bela und Rod doch mit Spaß bei der Sache sind. Nun gut, in den Analen der Ärzte-Chroniken werden diese beiden Platten eher im Mittelfeld landen, auf die Tour kann man sich aber trotzdem freuen.

Bewertung:

Musik: 3,5

Instrumentalisierung: 4

Stimmen: 4

Texte: 3,5

Hörspaß: 3,5

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