Ein Hauch von Amerika – Staffel 1

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SEHENSWERTE GESCHICHTSSTUNDE!

Inhalt:

Kaltenbach im Jahr 1951. Die Ortschaft in der Pfalz ist geprägt von den US-Soldaten, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges dort stationiert sind. Mit den Soldaten, hat auch ein recht lockerer Lebensstil Einzug gehalten, er vor allem Erika Stumm, die Tochter des Bürgermeisters anspricht. Ihre beste Freundin Marie ist da wesentlich zurückhaltender. Sie hofft immer noch, dass Erikas Bruder Siegfried aus dem Krieg zurückkommt, immerhin hat sie ihm vor seiner Einberufung ein Eheversprechen gegeben. Dann lernt Erika allerdings den schwarzen GI George kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn.

Darsteller:

Elisa Schott ist Marie Kastner

Reomy D. Mpheo ist George Washington

Jonas Nay ist Siegfried Stumm

Dietmar Bär ist Friedrich Stumm

Anna Schudt ist Anneliese Stumm

Paul Sundheim ist Vinzenz Kastner

Winnie Böwe ist Luise Kastner

Julia Koschitz ist Amy McCoy

Philippe Brenninkmeyer ist Colonel Jim McCoy

Episodenübersicht:

01 R1; Willkommen in Kaltenstein

02 R1; Frei sein

03 R1; Schulter an Schulter

04 R1; Vergiss die Amis

05 R1; und Feinde

06 R1; Kein Ort zum Leben

Produktinformationen:

DVD

Laufzeit: ca. 270 Minuten

Sprache: Deutsch

Ton, Bild, Farbe:

FSK: ab 2 Jahre

Fazit:

Nach zahlreichen Familienserien zur Wendezeit oder auch zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, will „Ein Hauch von Amerika“ jetzt die Zeit durchleuchten, in der amerikanische Soldaten in Deutschland stationiert haben. Dafür haben die beiden Drehbuchautoren Johannes Rotter und Christoph Mathieu das fiktive Städtchen Kaltenbach erdacht und zwei Familien erschaffen, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. 

Marie und Erika sind beste Freundinnen, denen auch die Kriegswirren nichts anhaben konnten. Ihre Freundschaft ist Dreh- und Angelpunkt der sechs Teile, deren Spannung sich kontinuierlich steigert. Sicher wird dabei auf manche Stereotype gegriffen, doch sowohl die lebenslustige Erika Stumm, als auch die treue Seele Marie Kastner sind gut herausgearbeitet, zumal beide Figuren eine Wandlung vornehmen, die im Rahmen der authentisch ist. Überhaupt ist die vorhandene Authentizität einer der großen Pluspunkte. Obgleich es eine Geschichte ist, die über Konflikte verfügen muss und die den Zuschauer unterhalten soll, ist das Setting und der Plot überaus glaubwürdig. Daher zeichnet die Serie ein wirklich interessantes Bild der damaligen Zeit.

Einen großen Anteil daran haben die Schauspieler. Elisa Schott, die bereits in „Unsere wunderbaren Jahren“ brilliert hat, ist die Rolle der Marie Kastner auf den Leib geschrieben. Ihre Liebe zu George Washington, der sehr gut von Remomy D. Mpheo dargestellt hat, ist der Stein des Anstoßes, der auch ihre Freundin Erika bewegt, die von Franziska Brandmeier ebenfalls hervorragend gespielt wird. Jonas Nay, der seit „Unsere Mütter, unsere Väter“ öfter in solchen Rollen zu sehen war, agiert als Siegfried Kastner gewohnt souverän, obgleich er hier nicht die Ausstrahlung hat, wie in der Agentenserie „Deutschland 83“. 

Unterm Strich ist „Ein Hauch von Amerika“ ein überaus sehenswerter Mehrteiler, der gerne eine zweite Staffel bekommen kann. Stoff genug wäre noch da und auch das Ende ist so gestaltet worden, dass es diese Reihe abschließt, und trotzdem jede Menge Möglichkeiten für eine Fortsetzung offenlässt.

Bewertung:

Spannung: 4,5

Action: 4

Humor: 3,5

Erotik: 3,5

Anspruch: 5


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